ᐅ Bau einer Terrasse und Verlegen von Keramik im Außenbereich
Erstellt am: 18.09.25 07:57
Guten Tag zusammen,
wir sind dabei unsere neue Terrasse zu planen. Der Untergrund ist eine Betonplatte, welcher ein Gefälle weg vom Haus aufweist. Auf dem Beton möchten wir unsere Keramikplatten mit 2cm Stärke aufbauen, unter den Platten ist noch ca. 5cm Platz für Estrich. Die Abmessungen der Terrasse betragen 4,6m x 9,5m. Dabei deckt eine Terrassenüberdachung 3m x 9,5m den Großteil der Fläche ab.
Wir möchten die Fliesen gerne fest verlegen, effektiv der Witterung ist nur ein Streifen von 1,6m x 9,5m ausgesetzt.
Dazu habe ich zwei kleine Fragen und freue mich über Anregungen dazu:
1.) muss ich Fliesen im Außenbereich mit wasserdurchlässiger Fuge nass in nass auf ein Trass-Zement-Splitt-Gemisch legen oder kann ich auch einfach eine Schicht "normalen" Estrich verlegen und wenn dieser Trocken ist darauf die Fliesen kleben, wie man es innen auch macht? Durch regen ist nur ein drittel der Fläche beeinflusst, der Rest ist überdacht. Ich möchte natürlich eine langlebige Terrasse ohne gerissene Platten oder Fugen.
2.) muss ich eine Dehnungsfuge einplanen bei 9,5m Breite? Ich würde gerne darauf verzichten aus Gründen der Optik, aber kann schon verstehen, dass es ein muss ist. Hat jemand eine Empfehlung für ein Profil aus Kunststoff für 2cm Keramik oder nimmt man besser eine elastische Fuge?
3.) Was für ein Material kann ich zwischen Fliese und Hauswand einbauen, damit sich diese ausdehnen kann. Ich müsste dort am Schluss noch einen Anschluss schaffen mit Silikon, da es keine Sockelleisten gibt.
4.) Welche Fugenbreite ist die kleinste, die ich nehmen kann für mein Projekt?
Wenn jemand einen Beitrag kennt, der das schon behandelt hat, freue ich mich auf einen Verweis.
Viele Grüße
Nils

wir sind dabei unsere neue Terrasse zu planen. Der Untergrund ist eine Betonplatte, welcher ein Gefälle weg vom Haus aufweist. Auf dem Beton möchten wir unsere Keramikplatten mit 2cm Stärke aufbauen, unter den Platten ist noch ca. 5cm Platz für Estrich. Die Abmessungen der Terrasse betragen 4,6m x 9,5m. Dabei deckt eine Terrassenüberdachung 3m x 9,5m den Großteil der Fläche ab.
Wir möchten die Fliesen gerne fest verlegen, effektiv der Witterung ist nur ein Streifen von 1,6m x 9,5m ausgesetzt.
Dazu habe ich zwei kleine Fragen und freue mich über Anregungen dazu:
1.) muss ich Fliesen im Außenbereich mit wasserdurchlässiger Fuge nass in nass auf ein Trass-Zement-Splitt-Gemisch legen oder kann ich auch einfach eine Schicht "normalen" Estrich verlegen und wenn dieser Trocken ist darauf die Fliesen kleben, wie man es innen auch macht? Durch regen ist nur ein drittel der Fläche beeinflusst, der Rest ist überdacht. Ich möchte natürlich eine langlebige Terrasse ohne gerissene Platten oder Fugen.
2.) muss ich eine Dehnungsfuge einplanen bei 9,5m Breite? Ich würde gerne darauf verzichten aus Gründen der Optik, aber kann schon verstehen, dass es ein muss ist. Hat jemand eine Empfehlung für ein Profil aus Kunststoff für 2cm Keramik oder nimmt man besser eine elastische Fuge?
3.) Was für ein Material kann ich zwischen Fliese und Hauswand einbauen, damit sich diese ausdehnen kann. Ich müsste dort am Schluss noch einen Anschluss schaffen mit Silikon, da es keine Sockelleisten gibt.
4.) Welche Fugenbreite ist die kleinste, die ich nehmen kann für mein Projekt?
Wenn jemand einen Beitrag kennt, der das schon behandelt hat, freue ich mich auf einen Verweis.
Viele Grüße
Nils
Hi Nils,
zu deiner ersten Frage: Im Außenbereich gilt unbedingt, dass die Unterkonstruktion und der Estrich diffusionsoffen und rissüberbrückend sein müssen – herkömmlicher Innenestrich ist dafür grundsätzlich nicht geeignet. Ein Trass-Zement-Splitt-Gemisch oder ein anderer frostbeständiger, durchlässiger Aufbau ist wesentlich, damit Wasser abfließen kann und Frostschäden vermieden werden. Nur so verhinderst du, dass sich Feuchtigkeit hinter den Fliesen staut.
Zur Dehnungsfuge: Bei 9,5 m Länge würde ich dringend eine Dehnfuge vorsehen. Selbst wenn das optisch nicht optimal erscheint, sorgt sie für die notwendige Spannungsaufnahme bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Alternativ kannst du die Fuge womöglich geschickt mit einem Übergang oder Gestaltungselement kaschieren. Denk daran, dass fehlende Dehnungsfugen Risse oder Abplatzungen an den Fliesen oder im Estrich nach sich ziehen können – gerade auf dieser Größe.
Eine Frage an dich: Wie ist denn geplant, das Gefälle zu gestalten oder auszugleichen, wenn du vom unebenen Beton ausgehst? Das kann für die Wasserableitung und die Haltbarkeit der Fliesen entscheidend sein.
Viel Erfolg!
zu deiner ersten Frage: Im Außenbereich gilt unbedingt, dass die Unterkonstruktion und der Estrich diffusionsoffen und rissüberbrückend sein müssen – herkömmlicher Innenestrich ist dafür grundsätzlich nicht geeignet. Ein Trass-Zement-Splitt-Gemisch oder ein anderer frostbeständiger, durchlässiger Aufbau ist wesentlich, damit Wasser abfließen kann und Frostschäden vermieden werden. Nur so verhinderst du, dass sich Feuchtigkeit hinter den Fliesen staut.
Zur Dehnungsfuge: Bei 9,5 m Länge würde ich dringend eine Dehnfuge vorsehen. Selbst wenn das optisch nicht optimal erscheint, sorgt sie für die notwendige Spannungsaufnahme bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Alternativ kannst du die Fuge womöglich geschickt mit einem Übergang oder Gestaltungselement kaschieren. Denk daran, dass fehlende Dehnungsfugen Risse oder Abplatzungen an den Fliesen oder im Estrich nach sich ziehen können – gerade auf dieser Größe.
Eine Frage an dich: Wie ist denn geplant, das Gefälle zu gestalten oder auszugleichen, wenn du vom unebenen Beton ausgehst? Das kann für die Wasserableitung und die Haltbarkeit der Fliesen entscheidend sein.
Viel Erfolg!
Hallo Nauer,
mit uneben meine ich, dass die Oberfläche nicht glatt ist, sondern etwas rau. Wenn ich eine Stelle finde, die nicht genug Gefälle hat oder eine Senke, dann würde ich das mit einem Ausgleichsmittel angleichen und die Verbindung zur Betonplatte mit Betokontakt herstellen.
Schade, Nass in Nass zu verlegen wollte ich gerne vermeiden. Aber dann sei es so.
Danke für die Tipps!
mit uneben meine ich, dass die Oberfläche nicht glatt ist, sondern etwas rau. Wenn ich eine Stelle finde, die nicht genug Gefälle hat oder eine Senke, dann würde ich das mit einem Ausgleichsmittel angleichen und die Verbindung zur Betonplatte mit Betokontakt herstellen.
Schade, Nass in Nass zu verlegen wollte ich gerne vermeiden. Aber dann sei es so.
Danke für die Tipps!
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