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ᐅ Bitumendach Ebnen und Abdichten


Erstellt am: 14.04.25 14:38

M
Mice_83
14.04.25 14:38
Hallo zusammen,

mein Haus und das Dach sind Baujahr 1991 und damit 34 Jahre alt. Ein kleiner Teil meiner Dachfläche ist mit Bitumenbahnen verkleidet. Der Neigungswinkel ist eher gering, max. 2°. zudem ist es uneben, weshalb sich stehende Pfützen nach dem Regen bilden.

Als ich das Haus vor zwei Jahren erworben habe, habe ich schnell festgestellt, dass das Bitumendach undicht ist. Bei starken Regenfällen dringt Feuchtigkeit in die darunterliegende Konstruktion ein. Ein dreifacher Isolieranstrich letztes Jahr hat vorerst Abhilfe geschaffen. Jetzt im Frühjahr wurde das Bitumendach bedingt durch die Frostigen Nächte wider undicht.

Was würdet ihr empfählen um dauerhaft für Abhilfe zu sorgen? Gibt es so etwas wie eine Art Ausgleichsmasse für Bitumendächer, welche Unebenheiten beseitigt und gleichzeitig das Dach abdichtet?
Dach mit roten Tonziegeln; mittig schwarze Dachbahn, Metallteile am oberen Rand.

Blick von einer Dachkante auf rote Ziegeldächer mit Moos zwischen, Hand am Rand.
L
Lüftermax
02.05.25 00:43
Da du eine dauerhafte Lösung suchst und das Dach ja ganz offensichtlich ein paar Problemstellen hat (Flachneigung, stehendes Wasser, Alter der Bitumenbahn), wirst du mit weiteren Anstrichen vermutlich nicht glücklich. Hier ein paar Überlegungen aus der Praxis:

Wenn das Dach nur minimal geneigt ist (wie du sagst: max. 2°), ist es kein klassisches Steildach mehr, sondern geht in Richtung Flachdach. Und da gilt: stehendes Wasser ist auf Dauer immer problematisch, egal welche Beschichtung oder Abdichtung draufkommt. Bitumen (besonders altes) macht sowas nur eine begrenzte Zeit mit, dann gibt’s Risse, Blasen oder es wird bei Frost spröde.

Du hast zwei Optionen:

Entweder Neuaufbau mit Gefälleausgleich: Man kann auf solche Flächen z. B. Gefälledämmplatten aufbringen (meist aus EPS oder PU), die ein funktionierendes Gefälle erzeugen. Darauf kommt dann eine neue Abdichtung – entweder klassisch mehrlagig Bitumen oder moderner: eine EPDM- oder Kunststoffbahn. Das ist aufwändiger, aber technisch sauber und langfristig dicht.
Oder Flüssigkunststoff: Wenn du keine Aufbauhöhe verschenken kannst/willst, wäre auch eine Abdichtung mit Flüssigkunststoff (z. B. Triflex, Kemperol oder vergleichbare) denkbar. Damit bekommst du auch kleine Unebenheiten etwas ausgeglichen, allerdings ersetzt das keine richtige Gefällekorrektur. Vorteil: dauerhaft elastisch, beständig gegen stehendes Wasser (je nach Produkt) und gut an Kanten, Durchdringungen etc. anzubringen.

Wichtig ist, die Fläche vorher wirklich ordentlich reinigen (Moos, lose Bitumenstücke etc. runter) und einen passenden Primer verwenden.

Wenn du langfristig Ruhe willst, würde ich ehrlich gesagt nicht nochmal „herumpinseln“, sondern lieber einmal ordentlich sanieren, mit funktionierendem Gefälle und dauerhafter Abdichtung.

Hast du schon mal Angebote eingeholt oder bist du noch in der Findungsphase?
M
Mice_83
04.05.25 19:54
Hallo Lüftermax,

danke für deine Antwort. Über den Einsatz von Flüssigkunststoff habe ich bereits auch nachgedacht. Habe mir dazu MEM Wasserstop vom Bauhaus ins Auge gefasst.

Ein Angebot für eine richtige Sanierung mit vernünftigem Gefälle und Untergrund will ich mir demnächst einholen. Wenn das Angebot im unteren vierstelligen Bereich liegt, werde ich es wohl machen. Wenn es zu teuer wird, denke ich nochmal über einen Anstrich mit Flüssigkunststoff nach. Wenn dieser einige Jahre hält, bin wäre ich zufrieden, dann muss ich alle paar Jahre vorbeugend Nachstreichen.
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