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ᐅ Frostschürze vs. Gründungspolster


Erstellt am: 20.02.22 19:55

W
Wassermann
20.02.22 19:55
Guten Abend in die Runde,

ich habe vom Thema Gründung und Fundament leider nicht genügend Ahnung um meine Situation richtig einschätzen zu können.

Das Bodengutachten besagt folgendes:
- Lehm
- gute Tragfähigkeit
- schlechte Durchlässigkeit
- starke Frostempfindlichkeit

Nun zu den verschiedenen Gründungsvorschlägen aus dem Bodengutachten:

1. Frostschürze UND Polster
Frostschürze geht (mit Bodenplatte) bis 1 Meter tief und das Polster unter Bodenplatte soll min. 70 cm mit Frostschutzmaterial betragen

2. Streifenfundamente UND Polster
Min. 1,2 Meter (mit Bodenplatte) tief. Polster unter Bodenplatte nur 0,2 Meter.

Mein Tiefbauer schlägt noch eine dritte Variante vor, die seitens Statik auch abgesegnet wurde:

3. Polster
Ausschließliche Verwendung von Frostschutzmaterial unter der Bodenplatte um auf 1 Meter tiefe Gründung zu kommen.
Lt. Statiker Lastplattenversuch erforderlich. Bei Variante 1 und 2 nicht. Er will ab 0,9 Meter Polster diesen Nachweis haben.

Nun bin ich etwas ratlos welche Variante tatsächlich, die sinnvollste ist.
Alle Wege scheinen möglich und technisch in Ordnung zu sein.

Könnt ihr mir auf die Sprünge helfen wo welche Vor- und Nachteile liegen?
Klar rede ich mit den Gewerken, aber unabhängige Meinungen von euch sind meistens ehrlicher 🙂

Danke!
W
WilderSueden
20.02.22 20:17
Die Grundsituation hört sich ähnlich meiner an. Unser Boden ist lehmig, relativ wasserdicht (kf= 10^-7) und F3. Bei mir wurde wurde nur auf Schotter gegründet, dafür steht die Dämmung gut über die Bodenplatte über, sodass sie die Frostschürze bildet:


Frisch gegossene Betonfundamentplatte auf einer Baustelle mit Formarbeiten.

Drunter ist eine normale Schicht Schotter, sicherlich keine 70cm sondern vielleicht maximal kniehoch. Die Vorschläge kommen mir deshalb etwas exzessiv vor.
W
Wassermann
20.02.22 20:28
Sehr ähnlich zu meiner Situation: kf < 10(-8) m/s

Ja, ich habe auch den Eindruck, dass da doppelt gemoppelt wird.
Hm, evtl. hat ein Profi hierzu noch eine Meinung?
C
Cronos86
21.04.22 12:35
Moin,
Variante 1:
für die Standfestigkeit des Gebäudes wird ein Polster von 70 cm benötigt. Die Frostschürze dient ausschließlich gegen Frost und hat keine tragenden Eigenschaften. Hier Frostschutzmaterial zu verwenden ist zwar nicht verkehrt, aber anderes gut verdichtbares Material (z.B. Bauschutt RC 00/32 oder 00/45) ist, sofern zulässig, günstiger und meiner Meinung nach besser.

Variante 2:
Die Gründung und der Lastabtrag erfolgt über die Streifen. Die wurden durch den Statiker bemessen und müssen mind. 1 m tief gehen um gleichzeitig die Frostsicherheit zu gewährleisten. Das 20 cm Polster dient nur als kapillarbrenchende Schicht.
Hier wird am wenigsten Boden abgefahren.

Variante 3:
Statt Frostschürze wird frostsicheres Material bis 1 m Tiefe verwendet. Statisch wäre laut Variante 1 nur 70 cm notwendig. Somit ist man gründungstechnisch zusätzlich 30 cm auf der sicheren Seite.

Alle 3 Varianten sind meiner Meinung ohne Bedenken durchführbar. Dies würde der zuständige Bodengutachter wahrscheinlich auf Anfrage auch beantworten. Am einfachsten ist wahrscheinlich die Variante 3, da der Erdbauer alles in einem Arbeitsschritt machen kann und nachher nicht nochmal Schürzen in den Boden Baggern muss.

Gruß
X
xMisterDx
07.05.22 13:34
Wir hatten eine ähnliche Empfehlung mit Gründungspolster als Option, aber ich wollte auf jeden Fall das Streifenfundament...

Mit dem Polster hast du Schotter unterm Haus, der wird wohl in so ein Geotextil eingeschlagen. Wer garantiert, dass der Schotter über all die Jahre dort bleibt, wo er ist?
Bei Erdarbeiten nahe am Haus musst du auch immer höllisch aufpassen, usw.

Mir erschließt sich immer nicht, warum man beim Fundament Geld sparen will.
C
Cronos86
19.05.22 14:58
Beim Fundament Geld sparen ist doch nichts schlechtes. Wenn ich 3 Varianten habe die alle funktionieren, dann kann ich mir auch durchrechnen lassen welche die günstigste ist. Es gibt so viele Faktoren die das ganze beeinflussen, das man niemals pauschal sagen welche für die Baumaßnahme die beste und die günstigste Variante ist.

Das fängt beim Bodenaushub an. Wie ist mein Baugrund überhaupt (Bodengutachter). Kann ich den Boden bei mir auf dem Grundstück belassen oder muss der abgefahren werden? Ist der belastet? Wie viel kostet das Auffüllmaterial (Schotter/Recycling/Frostschutz).
Wie viel Kostet Beton und Stahl für Streifenfundamente?
Wie hoch ist der Arbeitsaufwand für jede Variante?

Alles sollte durchgerechnet werden und dann sieht man normalerweise unterschiede bei den Kosten.

Natürlich sollte man nicht falsch sparen. Wenn z.B. der Nachbar sagt, dass er maximal Kniehoch Schotter eingebaut hat, bedeutet das noch lange nicht, dass dies auch für alle anderen Häuser so funktioniert. Jeder Baugrund ist individuell!

Und ich persönlich hab nichts gegen eine Gründung auf Schotterpolster. Wo soll das Material hin? Wenn es im Geotextil eingeschlagen ist, wird eigentlich nur bei weichen Lehmböden verwendet, bekommt es dadurch zusätzlich Stabilität. Ansonsten wird mit Boden wieder angefüllt.
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