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ᐅ Grundriss Bungalow 172 m2 in Brandenburg südlich von Berlin

Erstellt am: 14.01.22 15:18
S
Sorrow87
Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum und habe schon die ein oder anderen wertvollen Tipps hier lesen dürfen. Meine Frau und ich haben ein Grundstück in Brandenburg südlich von Berlin erworben. Wir wollen im Februar die ersten Baufirmen anschreiben, planen und dann gegen Ende des Jahres in die Bauphase gehen. Spätestens 1. Januar 2024 würden wir gerne in den Bungalow einziehen.

Die Vorstellung von unserem Eigenheim sind schon sehr konkret fortgeschritten. Momentan stellen sich zwei große Fragen. Ist unser Vorhaben realisierbar und wenn ja mit welchem regionalen Bauunternehmen ist dies in der Umgebung durchführbar. Vielleicht kann uns hier gerne der eine oder andere wertvolle Tipps. Dafür und für eure Zeit bedanken wir uns schon mal im Voraus. Im Folgenden möchte ich euch gerne unseren Entwurf nach Beachtung des Fragenkatalogs vorstellen. Der Grundriss ist ebenfalls beigefügt und ich hoffe der wird in derselben Qualität hochgeladen, wie ich ihn bei mir als Bilddatei vorliegen habe.

Bebauungsplan/Einschränkungen
  • ca. 763 m2 mit 23,41 m Grundstücksfrontlänge und 32,58 m Grundstückstiefe und Nord-West-Ausrichtung.
  • Bebauung nach Bebauungsplan
  • keine Hanglage
  • Grundflächenzahl = 0,4 (durch Garagen, Stellplätzen mit ihren Zufahrten sowie Nebenanlagen i. S. von von § 14 Baunutzungsverordnung 50 % überschreitbar
  • Geschossflächenzahl nicht vorgegeben
  • Baufenster
    • Baugrenze ab 4 m nach Straßenbegrenzung
    • Baufläche: 23,41 m (Länge) x 20 m (Tiefe)
    • Vortreten über Baugrenzen bis 1,5 m zulässig (Pfeiler, Gesimse, Dachvorsprünge, Balkone, Loggias, Terrassen und Hauseingangstreppen und deren Überdachungen)
  • Grenzbebauung
    • Gebäude mit seitlichen Grenzabstand und einer Länge von höchstens 20,0 m zulässig
    • Abstandsflächen und Abstände gemäß § 6 Brandenburgische Bauordnung (BbgBO)
  • Stellplätze, Garagen und Nebenanlagen i. S. des § 14 der Baunutzungsverordnung sind auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen in einer Tiefe von 5,0 m, gemessen von der Straßenbegrenzungslinie unzulässig. Bei Errichtung von mehr als einem Stellplatz ist ein nicht überdachter Stellplatz auch auf der Zufahrtsfläche ab einem Abstand von 3,0 m von der Straßenbegrenzungslinie zulässig
  • Zahl der zulässigen Vollgeschosse = I-II
  • Bauweise: abweichend "a"
  • Dachneigung max. 30 °
  • Dacheindeckung
    • Ziegel und Dachsteine, ebene und verformte Metallplatten und -bänder, ebene Schuppen aus Schiefer, sowie begrünte Dächer
    • Solarthermie und Photovoltaik zulässig
    • dauerhaft glänzende und glasierte Oberflächen der Dachdeckungsmaterialien unzulässig
  • Grünordnerische Festsetzungen
    • Befestigung von Zufahrten, Stellplätzen und sonstigen Nebenflächen nur mit wasser- und luftdurchlässigem Aufbau zulässig
    • Niederschlagswasser ist auf den Grundstücksflächen zu versickern
    • Anbringung mind. einer Nisthilfe an jedem Wohngebäude
    • Anpflanzen mind. eines Baumes (Mindeststammumfang 10 m) im Bereich von 5 m aber der Straßenbegrenzungslinie jede angefangene 18 m Grundstücksfrontlänge
    • Anpflanzen mind. eines Baumes (Stammumfang 10 bis 12 m) zusätzlich auf jedem Grundstück

Anforderungen der Bauherren
  • kellerloser, rechteckiger nahezu quadratischer Bungalow mit Walmdach
  • Bauweise
    • massiv und monolithisch
    • Stein: Sandstein wegen Schallschutz, aber da definitiv kein WDVS von uns gewollt, nicht möglich; wir nehmen den Stein mit dem sich das BU am besten auskennt; nach Recherche bevorzugen wir Perlit-gefüllte Ziegel, aber auch Blähton-Arten haben ihre Berechtigung
    • Außenputz: Womit die BU die beste Erfahrung hat und dann in einem hellen Rauchblau gestrichen, kein Klinker
    • Dach: Kaltdach (keine Nutzung vorgesehen), daher muss die Decke isoliert werden
  • zwei Personen mit fast Mitte 30, die kinderlos bleiben möchten
  • Schlafgäste pro Jahr: bisher noch keine, da die Möglichkeit gerade erst geschaffen wird.
  • momentan geplanter Raumbedarf ca. 172 m2 Wohnfläche
    • ein offener Wohnbereich mit
      • Küche und Kochinsel
      • zwei Essbereichen (Frühstückstisch für zwei und Esstisch für max. acht Personen)
      • Kaminbereich mit Sitzbereich, Weinkühlschrank und Aufbewahrungsmobiliar für die guten Getränke des Hauses
    • ein Heimkino-Bereich mit Surroundanlage, TV, großer Couch und Aufbewahrungsmobiliar
    • ein Schlafzimmer mit einem 2 m x 2 m Bett, 2 Nachttischen und Kommode
    • ein Kleider- und Umkleideraum
    • ein Bad mit Badewanne und einer T-Wand für die Anbringung von einem großen Waschbecken, Dusche und WC und 2 Eingängen
    • kein Gästebad, da wir kein Kind haben werden, wir nicht für unsere Gäste bauen, unser geplantes Bad sehr schön wird, bei Besuch aufgeräumt sein wird und wir das mit all den davor genannten Gründen für unnötig halten
    • ein multifunktionales Zimmer für mobiles Arbeiten, Hobbys und einer ausziehbaren Schlafcouch für max. 2 Gäste
    • ein Technikraum mit Heiztechnik, Stromanschluss, Wasseranschluss, Hausanschlussdose und evtl. einer Entkalkungsanlage
    • ein Hauswirtschaftsraum für Waschmaschine, Trockner, Tiefkühlschrank, Regale und Arbeitsplatte für kleine Handwerkstätigkeiten
    • Eingangsbereich mit Einbauschrank für Schuhe und Kleidung
  • Außenbereich mit
    • Terrasse max. 3 m Tiefe um die linke seitliche Hausecke herum, also in Nordwest- und Südwest-Ausrichtung.
    • ein Stellplatz für ein Auto vermutlich als Carport links; zwei Stellplätze wären schön, falls ein Zweitwagen kommen sollte, aber dann müssten wir wohl im rechten Bereich in Grenzbebauung gehen und das wollen wir vermeiden; hier sind Tipps für die Ermöglichung von zwei Stellplätzen gerne willkommen
    • Eingangsbereich: leichte Rampe zur Eingangstür; keine Stufen und keine Überdachung
  • Fensterausführung
    • bodentiefe Fenster mit schwarzem Kunststoffrahmen im offenen Wohnbereich und Schlafzimmer mit 35 cm Abstand zur Decke
    • Terrassentür ohne Schwelle
    • Fenster mit schwarzem Kunststoffrahmen in jedem Raum ab einer Brüstungshöhe von 87,5 cm mit 35 cm Abstand zur Decke; gerne hier die Einschätzung, ob das im Bad, Ankleidezimmer, Hauswirtschaftsraum und Technikraum sinnvoll ist und ob andere Höhen sinnvoller sind
    • alle Fenster mit Raffstore, mit sehr gutem Einbruchschutz und sehr gutem Schallschutz
    • keine Aluminium-Fensterbänke außen (das macht Krach beim regnen), da sind wir uns noch nicht schlüssig, welches Material
  • Haustür ohne Schwelle im schlichten Design mit seitlich trüber Verglasung, sehr gutem Schallschutz und sehr gutem Einbruchschutz
  • Innenausbau
    • Raumhöhe sollte nach allen Bauarbeiten 2,60 bis 2,70 m betragen
    • Innenputz: Kalkputz, kein Kalkzement und kein Gips
    • Küche und Bad gefliest und alle anderen Räumen mit einem hellen Parkett (Parkett wird in Eigenleistung verlegt)
    • Hifi-Raum in mattschwarz und alle anderen Räume in weiß gestrichen; alle Räume ohne Tapete
    • Hauswirtschaftsraum-Raum zunächst betoniert, wird irgendwann gefliest
    • Technikraum betoniert
  • Technik
    • Heiztechnik
      • Erdwärmekollektoren oder Erdwärmepumpe
      • Fußbodenheizung
    • Lüftung: manuell
    • Entkalkungsanlage: eher ja, aber hier benötigen wir noch mehr Input, um sicher ja sagen zu können
    • Photovoltaik/Solarthermie: wäre schön, wenn ohne Mehrkosten, aber nein, da wir nicht an eine Amortisation glauben; wenn jemand uns hier vom Gegenteil überzeugen möchte, dann gerne
    • Warmwasserspeicher: ja, da wir gerne viel Baden, statt Duschen
    • keine KfW-Förderung, wir sind nicht überzeugt, aber würden schon gerne wissen, was wir mit unserem Haus überhaupt erreichen können

Hausentwurf
  • eigener Entwurf mittels HomeByMe
  • Uns Gefällt besonders:
    • dass wir so einen Entwurf überhaupt hinbekommen haben
    • Trennung von Technik und Wohnbereich
    • offener großer Wohnbereich mit Küche, Kamin und großem Esstisch
    • bodentiefe Fenster im Wohnbereich
    • Ein- und Ausgang aus dem Haus ohne Schwellen
    • Trennung von Technik-Raum und Hauswirtschaftsraum
    • das Wohnen auf einer Fläche (wir sind fit, aber wollen es bequem und denken an das Alter)
  • Uns gefällt nicht:
    • dass die Preise und Zinsen gerade steigen und die Rohstoffe knapp sind und wir vermutlich 2 Jahre hätten früher mit dem Bau beginnen müssen
    • unser Bedarf doch eine so große Wohnfläche ergeben hat
    • dass vermutlich keine zwei Autos nebeneinander in ein Carport passen werden
    • unsere Vorstellungen vermutlich zu deutlichen Aufpreisen führen werden
  • Preiseinschätzung von einem Experten haben wir noch nicht
  • Preislimit für das Haus ohne Grundstück: 400.000 €
  • Grundstück wurde vor kurzem erworben und wird nun mittels variablen Kredits abbezahlt, welcher in ein festes Baudarlehen umgewandelt wird

Verzicht können wir auf
  • verzichten können wir auf
    • Wohnfläche, wenn sich hier und da noch der ein oder andere Centimeter einsparen lassen können und dadurch der Preis günstiger wird
    • Trennung von Hauswirtschaftsraum und Technik-Raum, wenn es nicht anders geht
    • schlechtes Bauunternehmen
  • nicht verzichten können wir auf
    • monolithische Bauweise
    • Trennung Heimkino und Wohnbereich
    • offene Küche mit Kochinsel
    • bodentiefe Fenster im Wohnbereich und schwellenloses Betreten des Hauses
    • Entwurf des Bads
    • Ankleideraum
    • Kamin
    • sehr guter Einbruchschutz

Verzichten können wir auf
  • Wohnfläche, wenn sich hier und da noch der ein oder andere Centimeter einsparen lassen können
  • Trennung von Hauswirtschaftsraum und Technik-Raum, wenn es nicht anders geht
  • schlechtes Bauunternehmen

Warum ist unser Entwurf so geworden, wie er jetzt ist?
  • wir haben uns Gedanken gemacht, was wir unbedingt haben wollen und dann haben wir einfach losgeplant
  • besonders gut macht den Entwurf, dass wir dabei ein gutes Gefühl haben

Grundlegendste Frage

Ist unser Bauvorhaben nach Vorgaben des Bebauungsplan, unserer Vorgaben und Wünsche und mit unserem Preislimit realisierbar? Wenn ja, mit wem?


Wir sind gespannt auf ein Feedback und sind auch offen für ehrliche Kritik, da nur dies uns weiterbringt und uns Möglichkeiten eröffnet, an die wir momentan nicht denken, weil wir eventuell zu sehr von unserem Grundriss überzeugt sind.

Wir suchen momentan regionale aber auch größere Bauunternehmen für das Vorhaben südlich von Berlin. Wir würden uns freuen, wenn hier der ein oder andere einen Tipp hat, mit wem man so ein (auch speziell Bungalow) umsetzen kann. Falls das nur über Privatnachrichten geht, dann auch gerne da.

Vielen Dank vorab für all eure Mühen

Grundriss eines Hauses mit Wohnzimmer, Kamin, Esszimmer, Küche, Schlafzimmer, Bad und Diele.


Grundriss eines Hauses mit Kamin, Essen, Schlafen, Küche, Bad, Terrasse und Abstellplatz
S
Sorrow87
15.01.22 16:30
ypg schrieb:

Kino hin oder her...

...bevor er überhaupt realistisch ist, spiel ich Spielverderber 🙁

Das ist auch so gewollt und bringt uns auch weiter. Wir stehen halt noch am Beginn des Prozesses und haben z.B. deine Erfahrung nicht. Danke dafür, dass du diese gerne teilst. Erst einmal denke ich, sollte man versuchen das Maximum zu herauszuholen und dann Abstriche machen.
ypg schrieb:

Das ist auch kontraproduktiv, da eine Toilette etwas natürliches Tageslicht durch ein Fenster bekommen sollte. Auf eine Wand/Tür schauen ist auch nicht nett.

Die T-Wand wird bleiben. Das wollen wir so und finden wir auch bei Freunden, die gebaut haben, sehr schön. Das Bad kam jetzt erst mal an die Nordost-Wand, da das Schlafzimmer auch Richtung Nordost liegt (jedenfalls der Blick nach draußen Richtung Sonnenaufgang). Schlafzimmer nach Osten fänden wir schön. So hört man das auch immer. Gibt es da andere Argumente für andere Planungsmöglichkeiten?
Wir versuchen natürlich auch noch Alternativen zu finden mit nur einer Tür, wo sich das Klo Richtung Fenster befindet. Dusche oder Toilette wird dunkler bleiben.
ypg schrieb:
Oder sich halt einfach mal vom Zipfeldach entfernen und einen rechteckigen Korpus für das Haus wählen. Dann kommt da auch mal etwas Licht in jede Ecke.

Ein Satteldach also. Bei einem rechteckigen Korpus fällt mir eine gescheite Raumaufteilung noch sehr schwer. Auf ein Satteldach umzuschwenken, wäre nicht das Problem, wenn dies Vorteile bringt und der Dachbau auch noch günstiger wird und wir die Räume gescheit aufteilen können. Gerne.
ypg schrieb:
172qm und dann geizig sein, das passt nicht. Die Villa wird fast unverkäuflich, wenn jemand das bemerkt 😉

Ich habe noch nicht einmal mobile Working, aber Privat Unmengen von Ordnern, nicht nur dem Hausbau geschuldet. Ich persönlich rate immer, in jedem Schlafraum nach Möglichkeit 3 lfd. Meter Schrankfläche (60er) einzuplanen. Ausnahmen sind die Regel. Aber das betrifft dann eher die Breite. 50cm kann funktionieren, das haben wir auch. Aber wir haben keine 172qm... wenn ich 10qm mehr zu Verfügung gehabt hätte, dann wäre die Ankleide auch größer geworden.

Danke, das mit den 60 cm Tiefe werden wir wohl beherzigen.
ypg schrieb:
Uih, ohne Kontrollierte-Wohnraumlüftung?! 😱

Ja. Freunde haben eine Stadtvilla monolithisch gebaut mit ungefüllten T10 Poroton-Ziegel. Grundfläche ca. 80-90 m2. Sie haben sich gegen die Lüftung entschieden. Sie haben ein tolles Raumklima. Viele der Nachbarn im Neubaugebiet beschweren sich bei den dezentralen Lüftungen über trockene Luft und würden sich das nie wieder verbauen lassen. Das wäre für uns ein No-Go. Dezentral ist sowieso raus. Die zentrale Lüftung gefällt da schon besser, aber auch da haben wir schon von trockener Luft gehört und mangelhafter Verbauung in den Zwischenwänden. Ich hätte dort gerne kein Lüftungssystem verbaut. Hier würde ich gerne mal eine fundierte und sehr überzeugende Argumentation sehen, die mich von einer Lüftung (egal ob zentral oder dezentral) überzeugt und wie man diese gescheit verbaut und worauf man achten muss. Dann lieber manuell, wie wir das jetzt auch leben. Wir haben unsere Raumklima bisher immer im Griff gehabt.

ypg schrieb:
Wie soll der Kamin denn sein? Mit oder ohne Scheibe? Holz oder Gas?

Der ist offen und mit Holz. Bite mal "Gyrofocus" und "Kamin" zusammen googeln. Muss nicht gefallen 😉 Wir mögen ihn.

ypg schrieb:
Sodele, es freut mich ja immer, wenn jemand mit einem idiotensicheren Programm etwas auf die Beine stellt und konkrete Vorstellungen hat. Aber irgendwo muss man ja auch mal die Kirche im Dorf lassen.
Du weißt genau, was Du willst, zählst hier Pipapo, Chi-chi und Nice-to-haves auf, kannst aber nicht zahlen. Bei Deiner gewollten Ausstattung bekommst Du für 400000€ 133qm! Vielleicht auch knappe 140qm. Irgendwo da wird es sich einpendeln. Ohne Eigenleistungen, ohne Außenanlagen, ohne Terra und Pflasterung/Carport. Und ohne Baunebenkosten.
Willst Du Deine 170qm, dann rechne mit knapp 500000. Oder 550000. Aber dann auch: Ohne Eigenleistungen, ohne Außenanlagen, ohne Terra und Pflasterung/Carport. Und ohne Baunebenkosten.
Es kann natürlich sein, weil Du keine EE einforderst oder Ihr in Brandenburg baut, Ihr Euch 150qm leisten könnt oder für 170qm nur 460000€ bezahlen müsst. Wie auch immer: etwas Realität hat vor dem Entwerfen noch keinem geschadet.

Sage ich ja auch nicht. Ich begrüße den Meinungsaustausch. Wir sind schon mal überlegen, wo wir Einsparungen vornehmen. Schlafzimmer, Ankleide und WC sind schon kleiner geworden.
ypg schrieb:
Zum Haus selbst:
ich sehe 7! Fensterbreiten: vorn 70cm und 120cm, SW 90er, im Allraum 270er, im NO 230 und 140. Das nenn ich mal Ästhetik 😉 Wie wäre es, wenn Du Dich auf ein Fenstermaß für die "kleinen" einigst? Die Optik dankt es Dir.

Sorry. Bei den Fenstern war nicht noch nicht fertig. Ich habe hier erst mal die üblichen Mindestbreiten pro Raum festgesetzt. Die sollen einheitlicher gestaltet sein. Gibt es hier noch eine Empfehlung wegen Brüstungshöhe Bad, HTR, Hauswirtschaftsraum und Ankleide? Da sind wir noch am überlegen wegen 90 cm und den Nachbarn und Privatsphäre. Wichtige sind uns bodentiefe Fenster im Wohnbereich und die Höhe aller Fenster bis 35 cm unter die Decke.
ypg schrieb:
Dann braucht auch ein Bungalow eine tragende Wand. Bei knappen 15 Meter würden 2 tragende Wände die Statik etwas günstiger im Preis ausfallen lassen.

Bis jetzt war meine Informationslage so, dass gerade bei Bungalows es mit ein Vorteil sein soll, keine tragenden Wände zu benötigen. Liegt das an unserer Gesamtfläche? Bitte dann gerne nochmal aufklären, warum dies im Netz so kund getan wird. Gerne auch sagen, warum das günstiger wird. Da fehlt mir die Erfahrung.
ypg schrieb:
Grundsätzlich aber: das Haus ist mega dunkel. Dort wo das Tageslicht ist, sind kleine Fenster, wo nix ist, sind große. Aber: die Großen belichten nicht die Mitte. Die Küche ist der dunkelste Platz im ganzen Haus. Der hellste Platz ist der Computerarbeitsplatz im Büro (da braucht man aber kein Licht)

Tut Euch einen Gefallen und baut mit der Ausrichtung: das Kino in den NO, die Küche ins Licht mit mind. 2 qm Fensterfläche. Wenn Ihr aus Kostengründen auf 20qm verzichte müsst, weicht ins Dachgeschoss für das Kino aus. Mit Satteldach ist vieles möglich.

Ein Anderthalb-Geschosser ist unsere Exit-Strategie, wenn der Bungalow in keiner Weise, selbst mit Abstrichen funktioniert. Aber dann wäre es ein halbgares Haus. Das war unsere Festlegung Nr. 1, dass wir einen Bungalow wollen. Wir wollen eine Ebene. Würde das nicht möglich sein, würden wir etwas bauen, was wir eigentlich nicht wollen.

Jetzt nochmal zu dem Grundriss und den Lichtverhältnissen. Verstehe ich dich richtig? Das Kino würdest du (mal angenommen du würdest es wollen) an die Nordost-Seite verfrachten. Eher Richtung untere Ecke beim HTR oder oben in die Ecke beim Schlafzimmer oder mittig beim Bad/Küche? Mir ist dann nicht klar, wo du Schlafzimmer/Bad/Umkleide/Technik planen würdest. Nach unten Richtung Südosten oder an die Nordwest-Wand? Dann würdest du wohl Essbereich, Kamin und Küche als offenen Wohnbereich an komplette Südwestecke mit ausreichend Fensterfront planen. Ergibt das dann nicht einen langen Schlauch der sehr gedrückt wirkt. Arbeitszimmer und HWTR sind dann auch fragwürdig. Ist es nicht Vorteilhaft diese nah an Küche und Bad und HWTR so nah wie möglich an die Front zu bauen?

Das Haus würdest du schmaler aber in die Länge ziehen und mit Satteldach versehen?

Nochmal zu etwas zu den Nachbargrundstücken. Die tauchen hier ja nicht auf. Unser Nachbar zur linken baut mit 3 Meter Abstand zur Grenze. Sein Haus beginnt bei 4 m und geht ca. 9 m in die Tiefe. Das heißt die Südwest-Ecke habe ich schon Hausfront des Nachbar bzw. den Zaun vor mir. Ich finde es auch nicht gerade schön, wenn ich jetzt auf die rechte Seite das Carport ziehe und dann auch nur noch 3 m an den Nachbarn zur linken baue und dann direkt beim Essen, am Kamin Sitzen und Kochen auf das Haus, und den Zaun oder Hecke schaue. Dann habe ich auf der Terrasse keine Wiese vor mir, weil die ja schon bis zum Gartenzaun geht. Das mir auf der Terrasse die Südsonne nicht auf den Pelz scheint, ist mir auch nicht wichtig. Das ist uns im Sommer eh zu brühig. Unser Grundstück ist fast 33 m lang. Da findet sich schon ein Platz auf der Wiese um den jetzt nicht so riesigen Schatten des Bungalows zu entweichen. Ich genieße lieber oben links die Westsonne und schaue beim Essen in diese Richtung.

Kinoraum mit Küche zu tauschen, rechteckige Aufteilung, da lasse ich mir gerne überzeugen, insbesondere, weil das Kino gerade wertvollen Lichteinfall in den Wohnbereich verhindert. Aber unten beim Arbeitszimmer, auch wenn das die hellste Ecke ist, habe ich dort entweder Nachbarsgrenze Richtung Südwest oder Straße Richtung Südost vor mir. Ich könnte mir schönere Ecken für mein Auge vorstellen. Dann lieber die Helligkeit im Arbeits-/Hobbyzimmer mitnehmen, denn da stört mich meine Sicht auf Nachbars Haus nicht so sehr.
S
Sorrow87
15.01.22 16:33
11ant schrieb:

??? - die Antwort auf die Preis-Frage soll die MitdiskutantInnen informieren, nicht provozieren.

Gebe ich dir Recht, aber ich wollte halt mal eng hier kalkulieren. 450.000 € sind noch drin. Für mehr müssen wir uns bei der Bank neu beraten lassen.

Auch für die Streßelemente in PVC, ja. An anderen Stellen bedingt, d.h. von der Verschattung abhängig.
11ant schrieb:
Wozu wird eigentlich das zweite, nicht kinooptimierte Wohnzimmer benötigt ?

Ich stehe auf dem Schlauch. Welchen Bereich meinst du?
S
Sorrow87
15.01.22 16:39
Ibdk14 schrieb:

Man muss nicht krank sein um ein zweites WC zu schätzen. Es duscht oder badet sich einfach angenehmer, wenn keiner daneben auf der Toilette sitzt. Man kommt gemeinsam heim, verlässt gleichzeitig das Haus - beide müssen (schnell) mal. Puh, mir fallen da so einige Situationen ein, wo tatsächlich in unserem 5-Personen-Haushalt alle 4 Toiletten besetzt waren. Aber klar, das müsst ihr selbst wissen. Für Gäste vielleicht tatsächlich nicht nötig, aber für euch selbst?

Für uns nicht. Wir leben seit fast sechs Jahren zusammen und sind verheiratet. Bisher keine Probleme. Die Toilette soll ja gerade in dem T-Stück verschwinden. Eigentlich von keinem Platz richtig einsehbar. Im Notfall wäre es verkraftbar.
Dass wir mal zur gleichen Zeit die Toilette aufsuchen müssen nach einer langen Fahrt kommt vor, aber ich als Gentleman hatte bisher keine Probleme 2 min länger zu warten. Vorgekommen ist das eventuell 1 mal im Jahr oder weniger.
11ant15.01.22 17:03
Sorrow87 schrieb:

Ich stehe auf dem Schlauch. Welchen Bereich meinst du?
Na das "Kamin" genannte Wohnzimmer.
Sorrow87 schrieb:

450.000 € sind noch drin. Für mehr müssen wir uns bei der Bank neu beraten lassen.
Damit ist eines der beiden Wohnzimmer (oder adäquate andere Flächen) gestorben. Dann müssen aber immerhin noch an die zehn Prozent rausgeschrumpft werden statt vorher mehr als fünfzehn.
Sorrow87 schrieb:

aber ich wollte halt mal eng hier kalkulieren.
Das tust Du schon in dem Moment nicht mehr, wo Du alles Geld für Fläche ausgibst, also mit null Reserve rechnest. Bauherren, die ohne Puffer kalkulieren, bauen regelmäßig eine Garage, überdachte Terrasse oder dergleichen weniger als geplant. Natürlich kann man im Heimkino auch Gartensendungen gucken und draußen noch buckelige Baustelle mit Paletten-Eingangspodest lassen. Ihr baut ja nicht für die Gäste ;-)
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
B
barfly666
15.01.22 17:13
Würde es nicht Sinn machen, das Haus mit Keller zu planen, Kino dann im Keller verfrachten, Haus dann ein wenig kleiner planen, was evtl. Kosten einspart!?
M
Myrna_Loy
15.01.22 17:13
Ich würde zumindest in den Hauswirtschaftsraum die Anschlüsse für ein potentielles WC legen lassen. Allein schon in Hinsicht auf den Wiederverkaufswert.
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