ᐅ Aufstockung eines EH
Erstellt am: 02.06.14 20:26
Wir möchten unser Haus durch eine von drei Baufirmen in unser Wohngegend aufstocken lassen.
+ Wie viele Monate vorher sollten die ersten Planungsgespräche geführt werden?
+ Worauf ist besonders zu achten?
+ Wie viele Monate vorher holt man die Kostenvoranschläge ein, wenn die Finanzierung zu mindestens 60% mit Eigenkapital und der Rest als Kredit von der Hausbank schon gesichert ist?
+ Wann bestellt man Fenster und Balkontüren?
+ Reichen als grobe Schätzung € 1500,- bis 1700,- pro m2 für Mauerwerk, 1 Decke, 7 Fenster, 2 Türen, Dachstuhl und Deckung in einfacher Ausführung.
Pellets-Heizung, Schornsteine, Solarplatten und Stiegenhaus sind schon vorhanden.
Freue mich auf Antworten und grüße euch herzlich.
+ Wie viele Monate vorher sollten die ersten Planungsgespräche geführt werden?
+ Worauf ist besonders zu achten?
+ Wie viele Monate vorher holt man die Kostenvoranschläge ein, wenn die Finanzierung zu mindestens 60% mit Eigenkapital und der Rest als Kredit von der Hausbank schon gesichert ist?
+ Wann bestellt man Fenster und Balkontüren?
+ Reichen als grobe Schätzung € 1500,- bis 1700,- pro m2 für Mauerwerk, 1 Decke, 7 Fenster, 2 Türen, Dachstuhl und Deckung in einfacher Ausführung.
Pellets-Heizung, Schornsteine, Solarplatten und Stiegenhaus sind schon vorhanden.
Freue mich auf Antworten und grüße euch herzlich.
Gespräche so früh wie möglich führen, weil wenn man zu spät anfängt, wird man unflexibel und ist unter Zeitdruck.
Für ein solches Vorhaben braucht man aber eine Baugenehmigung. D.h. es ist ein Architekt und ein Statiker mit im Boot. Aber das kann eventuell bei einer Baufirma vorhanden sein.
Für ein solches Vorhaben braucht man aber eine Baugenehmigung. D.h. es ist ein Architekt und ein Statiker mit im Boot. Aber das kann eventuell bei einer Baufirma vorhanden sein.
Ich würde, entgegen den Fragen, zunächst abklären ob das Vorhaben 1) statisch und 2) planungsrechtlich möglich ist. Denn bei beidem bin ich ziemlich skeptisch. Ein 1,5-Geschosser ist idR. nicht so geplant dass er ein ganzes weiteres Stockwerk trägt. Zu 2) kann man sich erst mal die Abstandsflächen Anschauen und ggf. im bebauungsplan nachschauen.
Falls 2) kein Problem darstellen sollte ergibt sich aus 1) das weitere Vorgehen, nämlich mögliche Bauweisen und ggf. nötige strukturelle Eingriffe. Die Kosten können alles Mögliche sein, gerade bei einem derartigen Vorhaben. Es ist ein riesen Unterschied ob ein Dachgeschoss auf einen Bungalow aufgesetzt wird oder ein 1,5-Geschosser in einen 2,5-Geschosser umgebaut werden soll (wo ich um ehrlich zu sein mir Gedanken über Verkaufen und Kaufen machen würde).
Falls 2) kein Problem darstellen sollte ergibt sich aus 1) das weitere Vorgehen, nämlich mögliche Bauweisen und ggf. nötige strukturelle Eingriffe. Die Kosten können alles Mögliche sein, gerade bei einem derartigen Vorhaben. Es ist ein riesen Unterschied ob ein Dachgeschoss auf einen Bungalow aufgesetzt wird oder ein 1,5-Geschosser in einen 2,5-Geschosser umgebaut werden soll (wo ich um ehrlich zu sein mir Gedanken über Verkaufen und Kaufen machen würde).
B
Bauexperte03.03.15 10:33Hallo,
Bevor Du weiter träumst, rechnest, muß ein Statiker über die aktuell gültigen Berechnungen des Einfamilienhaus schauen. Es ist nicht notwendigerweise gesagt, daß ein aufstocken so ohne Weiteres möglich ist; es sei denn, es ist bei der früheren Planung des Hauses bereits bedacht worden. Es kann - und so ist es meistens - gut sein, daß Betonpolster als Stützen im EG verbaut werden müssen; wahrscheinlich wurde auch keine Betondecke oberhalb EG verbaut?
Also 1. Schritt: mit den aktuellen Berechnungen einen Statiker aufsuchen; ggfs. jenen Statiker, welcher das Einfamilienhaus seinerzeit berechnet hat.
2. Stellt sich heraus, daß die Statik tragfähig ist, einen Architekten mit den Entwürfen beauftragen.
3. Ist es eher so, daß weitere Vorarbeiten zur Tragfähigkeit eines weiteren Geschosses geleistet werden müssen, den Statiker rechnen lassen. Danach erst zum Architekten und diesen zeichnen und planen lassen.
4. Die Finanzierungsgespräche kannst Du gar nicht früh genug führen.
5. Nach Klarheit - so oder so - die 3 Baufirmen um ein Angebot anhand der neuen Zeichnungen bitten.
3 Baufirmen, liest sich so, als würden sie auch den Umbau Leisten sollen; dann braucht es keine Ausschreibung mehr. Möchtest Du via Architekt bauen und die Baufirmen lediglich den Rohbau liefern (ggfs. zusätzliche Stützen im EG verbauen), sollte die Ausschreibung beginnen, sobald der Bauantrag eingereicht ist.
Bedenke bitte auch - Du schreibst, daß einzelne Bausteine bereits vorhanden sind - das bei den meisten Handwerkern eine Mischkalkulation zu Grunde liegt; auch bei den 2 Baufirmen. Heißt, deren aller Angebot setzt sich aus Material & Handwerkslohn & Marge zusammen. Wenn Du also einige einbauten bauseits liefern möchtest, werden Handwerkslohn & Marge diesen "Minderverdienst" ausgleichen 😉
Grüße, Bauexperte
Garten2 schrieb:Ich verstehe, daß diese Fragen Dir auf der Seele brennen, leider zäumst Du das Pferd von hinten auf, bzw. bist (beinahe) schon eingezogen; jedenfalls gedanklich.
Wir möchten unser Haus durch eine von drei Baufirmen in unser Wohngegend aufstocken lassen.
+ Wie viele Monate vorher sollten die ersten Planungsgespräche geführt werden?
+ Worauf ist besonders zu achten?
+ Wie viele Monate vorher holt man die Kostenvoranschläge ein, wenn die Finanzierung zu mindestens 60% mit Eigenkapital und der Rest als Kredit von der Hausbank schon gesichert ist?
+ Wann bestellt man Fenster und Balkontüren?
+ Reichen als grobe Schätzung € 1500,- bis 1700,- pro m2 für Mauerwerk, 1 Decke, 7 Fenster, 2 Türen, Dachstuhl und Deckung in einfacher Ausführung.
Pellets-Heizung, Schornsteine, Solarplatten und Stiegenhaus sind schon vorhanden.
Bevor Du weiter träumst, rechnest, muß ein Statiker über die aktuell gültigen Berechnungen des Einfamilienhaus schauen. Es ist nicht notwendigerweise gesagt, daß ein aufstocken so ohne Weiteres möglich ist; es sei denn, es ist bei der früheren Planung des Hauses bereits bedacht worden. Es kann - und so ist es meistens - gut sein, daß Betonpolster als Stützen im EG verbaut werden müssen; wahrscheinlich wurde auch keine Betondecke oberhalb EG verbaut?
Also 1. Schritt: mit den aktuellen Berechnungen einen Statiker aufsuchen; ggfs. jenen Statiker, welcher das Einfamilienhaus seinerzeit berechnet hat.
2. Stellt sich heraus, daß die Statik tragfähig ist, einen Architekten mit den Entwürfen beauftragen.
3. Ist es eher so, daß weitere Vorarbeiten zur Tragfähigkeit eines weiteren Geschosses geleistet werden müssen, den Statiker rechnen lassen. Danach erst zum Architekten und diesen zeichnen und planen lassen.
4. Die Finanzierungsgespräche kannst Du gar nicht früh genug führen.
5. Nach Klarheit - so oder so - die 3 Baufirmen um ein Angebot anhand der neuen Zeichnungen bitten.
3 Baufirmen, liest sich so, als würden sie auch den Umbau Leisten sollen; dann braucht es keine Ausschreibung mehr. Möchtest Du via Architekt bauen und die Baufirmen lediglich den Rohbau liefern (ggfs. zusätzliche Stützen im EG verbauen), sollte die Ausschreibung beginnen, sobald der Bauantrag eingereicht ist.
Bedenke bitte auch - Du schreibst, daß einzelne Bausteine bereits vorhanden sind - das bei den meisten Handwerkern eine Mischkalkulation zu Grunde liegt; auch bei den 2 Baufirmen. Heißt, deren aller Angebot setzt sich aus Material & Handwerkslohn & Marge zusammen. Wenn Du also einige einbauten bauseits liefern möchtest, werden Handwerkslohn & Marge diesen "Minderverdienst" ausgleichen 😉
Grüße, Bauexperte
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