Hallo zusammen,
ich spiele gerade mit dem Gedanken, bei meinem Kallax-Regal die Rückwände in einer knalligen Farbe lackieren zu lassen, um damit gezielt Farbakzente zu setzen. Meine Frage an die Community: Wer nutzt lackierte Rückwände für einen Farbakzent im Kallax und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Interessant wären Details zur Auswahl der Farben, der Art der Lackierung (z.B. Sprühlack, Rollen, Pinseln), sowie praktische Tipps zur Vorbereitung und Verarbeitung. Außerdem würde mich interessieren, ob sich der Aufwand in Bezug auf Haltbarkeit und Optik wirklich lohnt oder ob es alternative Methoden gibt, die ähnlich gute Ergebnisse bringen. Danke im Voraus für eure Rückmeldungen!
ich spiele gerade mit dem Gedanken, bei meinem Kallax-Regal die Rückwände in einer knalligen Farbe lackieren zu lassen, um damit gezielt Farbakzente zu setzen. Meine Frage an die Community: Wer nutzt lackierte Rückwände für einen Farbakzent im Kallax und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Interessant wären Details zur Auswahl der Farben, der Art der Lackierung (z.B. Sprühlack, Rollen, Pinseln), sowie praktische Tipps zur Vorbereitung und Verarbeitung. Außerdem würde mich interessieren, ob sich der Aufwand in Bezug auf Haltbarkeit und Optik wirklich lohnt oder ob es alternative Methoden gibt, die ähnlich gute Ergebnisse bringen. Danke im Voraus für eure Rückmeldungen!
Hallo Nedim,
ich nutze lackierte Rückwände im Kallax schon seit einigen Jahren. Der größere Vorteil liegt für mich vor allem in der hohen Individualisierung - durch die Farbakzente entsteht ein viel lebendigeres Möbelstück als mit den üblichen Holzfarben.
Zur Lackierung empfehle ich unbedingt hochwertigen Sprühlack, am besten in mehreren dünnen Schichten, da dieser sehr gleichmäßig deckt und weniger Pinselspuren hinterlässt. Vor dem Lackieren: die Rückwände unbedingt sorgfältig anschleifen (Körnung 180 bis 220), damit die Farbe besser haftet. Nach dem Schleifen alle Staubteilchen gründlich entfernen.
Ein Problem ist manchmal, dass die Standard-Kallax-Rückwände dünn und leicht verzogen sein können – da hilft es, sie vorher zu spannen oder gegen eine stabile dünne Multiplex-Platte auszutauschen.
Haltbarkeit ist mit gutem Lack definitiv gegeben, aber direkter Sonneneinfall und Feuchtigkeit sollte man vermeiden. Alternativ habe ich vor Kurzem Vinylfolien ausprobiert – optisch gut, aber nicht so haltbar und wirken weniger hochwertig.
Mich würde noch interessieren: Was sind deine angedachten Farben und wieso genau lackieren statt folieren oder ähnliches?
ich nutze lackierte Rückwände im Kallax schon seit einigen Jahren. Der größere Vorteil liegt für mich vor allem in der hohen Individualisierung - durch die Farbakzente entsteht ein viel lebendigeres Möbelstück als mit den üblichen Holzfarben.
Zur Lackierung empfehle ich unbedingt hochwertigen Sprühlack, am besten in mehreren dünnen Schichten, da dieser sehr gleichmäßig deckt und weniger Pinselspuren hinterlässt. Vor dem Lackieren: die Rückwände unbedingt sorgfältig anschleifen (Körnung 180 bis 220), damit die Farbe besser haftet. Nach dem Schleifen alle Staubteilchen gründlich entfernen.
Ein Problem ist manchmal, dass die Standard-Kallax-Rückwände dünn und leicht verzogen sein können – da hilft es, sie vorher zu spannen oder gegen eine stabile dünne Multiplex-Platte auszutauschen.
Haltbarkeit ist mit gutem Lack definitiv gegeben, aber direkter Sonneneinfall und Feuchtigkeit sollte man vermeiden. Alternativ habe ich vor Kurzem Vinylfolien ausprobiert – optisch gut, aber nicht so haltbar und wirken weniger hochwertig.
Mich würde noch interessieren: Was sind deine angedachten Farben und wieso genau lackieren statt folieren oder ähnliches?
Zum Thema lackierte Rückwände bei Kallax kann ich ergänzen:
Aus technischer Sicht ist entweder eine Lackierung mit 2K-Acryllack oder Sprühlack auf Holzwerkstoffplatten geeignet. Wichtig ist eine gute Grundierung, da MDF- oder Hartfaserplatten ohne diese oft die Farbe nicht optimal aufnehmen.
Die Oberfläche muss staubfrei, fettfrei und trocken sein. Anbringen lässt sich der Lack besser bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten.
Empfehlenswert ist zudem ein Klarlackfinish, um Kratzfestigkeit zu erhöhen.
Farblich sind vor allem starke Kontraste beliebt, also Dunkelblau, Senfgelb oder auch Tageslichtrot.
Vielleicht fällt dir die Entscheidung leichter, wenn du die geplante Raumgestaltung mit einbeziehst. Lackierte Rückwände können beispielsweise Weiß- oder Holztöne gut aufbrechen.
Aus technischer Sicht ist entweder eine Lackierung mit 2K-Acryllack oder Sprühlack auf Holzwerkstoffplatten geeignet. Wichtig ist eine gute Grundierung, da MDF- oder Hartfaserplatten ohne diese oft die Farbe nicht optimal aufnehmen.
Die Oberfläche muss staubfrei, fettfrei und trocken sein. Anbringen lässt sich der Lack besser bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten.
Empfehlenswert ist zudem ein Klarlackfinish, um Kratzfestigkeit zu erhöhen.
Farblich sind vor allem starke Kontraste beliebt, also Dunkelblau, Senfgelb oder auch Tageslichtrot.
Vielleicht fällt dir die Entscheidung leichter, wenn du die geplante Raumgestaltung mit einbeziehst. Lackierte Rückwände können beispielsweise Weiß- oder Holztöne gut aufbrechen.
Ich habe vor einem halben Jahr mein Kallax mit lackierten Rückwänden aufgewertet. Als Lack nutzte ich einen matt glänzenden Acryllack in Metallgrau. Die Vorbereitung war entscheidend: Alles schleifen, entstauben und dann mehrere dünne Lackschichten inklusive Zwischenschliff.
Der Aufwand lohnt sich definitiv, da die Rückwände dem Möbelstück mehr Tiefe und individuelle Note verleihen, ohne dass der Gesamtcharakter verloren geht. Plus: Anders als Folien oder Tapeten hält der Lack bei Luftfeuchtigkeit und Belastung besser durch.
Ein Nachteil kann der erneute Aufwand bei Farbwechseln sein. Lackierte Rückwände sind semi-permanent. Allerdings gerade bezüglich der Renovierung eines Zimmers finde ich Lack flexibler und sauberer in der Handhabung als Tapezieren oder Folieren.
Der Aufwand lohnt sich definitiv, da die Rückwände dem Möbelstück mehr Tiefe und individuelle Note verleihen, ohne dass der Gesamtcharakter verloren geht. Plus: Anders als Folien oder Tapeten hält der Lack bei Luftfeuchtigkeit und Belastung besser durch.
Ein Nachteil kann der erneute Aufwand bei Farbwechseln sein. Lackierte Rückwände sind semi-permanent. Allerdings gerade bezüglich der Renovierung eines Zimmers finde ich Lack flexibler und sauberer in der Handhabung als Tapezieren oder Folieren.
kulau schrieb:
Ein Problem ist manchmal, dass die Standard-Kallax-Rückwände dünn und leicht verzogen sein können – da hilft es, sie vorher zu spannen oder gegen eine stabile dünne Multiplex-Platte auszutauschen.Das halte ich für übertrieben! Die Rückwände sind eben kein Designermöbelholz, sondern einfache Pappe. Ich persönlich finde, wer gleich so viel Aufwand betreibt, sollte das Geld besser in ein hochwertiges Regal investieren.
Zum Thema Farbe: Farbige Rückwände an sich sind nichts Neues und in 90% aller Beiträge hier auch nur eine Modeerscheinung, die schnell langweilig wird. Lieber lieber Faszinierende Muster oder natürliche Materialien – das bringt mehr Charakter als Lack.
Bevor man also lackiert, besser mal überlegen, ob man nicht wieder dem minimalistischen Grunddesign folgt.
Zur Klarheit für alle Interessierten:
Lackierte Rückwände im Kallax haben vor allem zwei Vorteile:
1. Farbakzente schaffen Struktur und trennen einzelne Fächer optisch,
2. die Oberfläche ist gut zu reinigen und widerstandsfähiger als einfache Hartfaserplatten.
Trotzdem kommt es auf die Art der Lackierung an. Eine dünne, hochwertige Lackschicht hat Vorteile gegenüber Folien (kein Ablösen, bessere Stabilität).
Für die DIY-Umsetzung empfehle ich Acryllack auf Wasserbasis – geruchsarm, schnell trocknend und umweltschonender. Lackierungen auf Basis von Lösungsmitteln sind zwar robuster, aber entsprechend unangenehmer in der Handhabung.
Meine Empfehlung: wenn jemand nicht regelmäßig lackiert, lieber Sprühlack verwenden, damit es gleichmäßig wird.
Lackierte Rückwände im Kallax haben vor allem zwei Vorteile:
1. Farbakzente schaffen Struktur und trennen einzelne Fächer optisch,
2. die Oberfläche ist gut zu reinigen und widerstandsfähiger als einfache Hartfaserplatten.
Trotzdem kommt es auf die Art der Lackierung an. Eine dünne, hochwertige Lackschicht hat Vorteile gegenüber Folien (kein Ablösen, bessere Stabilität).
Für die DIY-Umsetzung empfehle ich Acryllack auf Wasserbasis – geruchsarm, schnell trocknend und umweltschonender. Lackierungen auf Basis von Lösungsmitteln sind zwar robuster, aber entsprechend unangenehmer in der Handhabung.
Meine Empfehlung: wenn jemand nicht regelmäßig lackiert, lieber Sprühlack verwenden, damit es gleichmäßig wird.
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