ᐅ Interhomes Insolvenz, Ratingen Felderhofquartier/Spiegelglasfabrik - Betroffene gesucht
Erstellt am: 10.07.25 12:22
leachiM2k15.10.25 20:26
Nach einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters findet sich bei eurer Lieblingssuchmaschine etwas neues Futter.
Es wurde heute, einen Tag vor der Gläubigerversammlung, offiziell bestätigt, dass der Bau an den Interhomes-Projekten – darunter auch das „Felderhof Quartier“ in Ratingen – fortgesetzt wird.
Gemeinsam mit der Sparkasse Bremen konnte eine Finanzierungsvereinbarung erzielt werden, die die Fertigstellung aller begonnenen Häuser ermöglicht. Die ursprünglichen Vertragskonditionen bleiben dabei erhalten. Nach seinen Worten kann der Baubetrieb „zeitnah mit Hochdruck“ wieder aufgenommen werden. Allerdings wurde bereits Anfang Juli bei der Insolvenzeröffnung davon gesprochen, dass der Baubetrieb weitergehen soll. Wieviel kann man nun darauf geben?
Auch interessant finde ich, das der Insolvenzverwalter ausdrücklich von einer Sanierungsphase und der Fortführung des Unternehmens spricht, nicht von einer Abwicklung.
Was das für noch nicht begonnene Häuser bedeutet, ist je nach Meldung schwierig zu deuten. Warum auch immer warten die Doppelhaushälften seit 355 Tagen auf eine Baugenehmigung.
Es wurde heute, einen Tag vor der Gläubigerversammlung, offiziell bestätigt, dass der Bau an den Interhomes-Projekten – darunter auch das „Felderhof Quartier“ in Ratingen – fortgesetzt wird.
Gemeinsam mit der Sparkasse Bremen konnte eine Finanzierungsvereinbarung erzielt werden, die die Fertigstellung aller begonnenen Häuser ermöglicht. Die ursprünglichen Vertragskonditionen bleiben dabei erhalten. Nach seinen Worten kann der Baubetrieb „zeitnah mit Hochdruck“ wieder aufgenommen werden. Allerdings wurde bereits Anfang Juli bei der Insolvenzeröffnung davon gesprochen, dass der Baubetrieb weitergehen soll. Wieviel kann man nun darauf geben?
Auch interessant finde ich, das der Insolvenzverwalter ausdrücklich von einer Sanierungsphase und der Fortführung des Unternehmens spricht, nicht von einer Abwicklung.
Was das für noch nicht begonnene Häuser bedeutet, ist je nach Meldung schwierig zu deuten. Warum auch immer warten die Doppelhaushälften seit 355 Tagen auf eine Baugenehmigung.
11ant15.10.25 23:22
leachiM2k schrieb:
Auch interessant finde ich, das der Insolvenzverwalter ausdrücklich von einer Sanierungsphase und der Fortführung des Unternehmens spricht, nicht von einer Abwicklung.Wenn die entscheidenden Gläubiger - die bei einer Liquidation immer schlechter fahren - zustimmen, ist Sanierung immer der bessere Weg (auch wenn die USA da m.E. weiter sind als die BRD, praktikable Konsequenzen aus dieser Erkenntnis zu ziehen). Und ich habe ja von Anbeginn gesagt, daß ich hier gute Rahmenbedingungen für eine Fortführung sehe.leachiM2k schrieb:
Was das für noch nicht begonnene Häuser bedeutet, ist je nach Meldung schwierig zu deuten. Warum auch immer warten die Doppelhaushälften seit 355 Tagen auf eine Baugenehmigung.Der banalste Grund warum ein Bauantragsverfahren ruht ist die mit der Insolvenzanmeldung verbundene Nichterwartung auf Zahlung der Verwaltungsgebühren. Käufer sind keine Bauherren, aus Amtssicht nicht verfahrensbeteiligt - folglich ist eigentlich logisch, daß ihnen auch nicht angeboten wird, in das Vorantreiben des Verfahrens einzutreten. Ein Insolvenzverwalter würde seine Prioritäten geradezu untreu setzen, sich diesen Handlungen anders als zuletzt anzunehmen. Schließlich führt ein Insolvenzverwalter nicht ersatzweise die Geschäfte der Gesellschaft, sondern diejenigen ihres Vermögens. Es ist eine Auswirkung einer Art Triage-Entscheidung, daß die noch nicht begonnenen Häuser die Stiefkinder der verwalterlichen Sorge sind.Trotzdem Danke für´s Teilen der Informationen, aber aus insolvenzrechtlicher Sicht enthalten sie keinerlei Überraschungen, sondern sind schlicht logisch und zu erwarten gewesen. Die mehr oder weniger "Zuschauer" Klein- und Nachranggläubiger sind gewissermaßen auf hoher See in Gottes Hand, und können dem Schicksal des Verfahrens keinen Schubs geben.
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ales202116.10.25 14:45
Kann jemand beurteilen, ob das aktuelle Verfahren Auswirkungen auf lange fertig gestellte und verkaufte/übergebene Objekte aus früheren Interhomes Projekten hat (zB Baujahr 2017)?
Soweit ich weiss sollten etwaige Gewährleistungsansprüche verjährt sein? Gibt es weitere Konsequenzen?
Hintergrund der Frage: wir überlegen den Kauf eines durch Interhomes gebauten Hauses. Ich sehe dort aktuell kein Risiko, bin aber auch kein Experte.
Soweit ich weiss sollten etwaige Gewährleistungsansprüche verjährt sein? Gibt es weitere Konsequenzen?
Hintergrund der Frage: wir überlegen den Kauf eines durch Interhomes gebauten Hauses. Ich sehe dort aktuell kein Risiko, bin aber auch kein Experte.
leachiM2k16.10.25 14:54
Neubau hat eine gesetzliche Gewährleistung von 5 Jahren. Daran hielt sich auch Interhomes. Ein Haus aus dem Jahr 2017 ist also seit 2022 aus der Gewährleistung raus. Soweit der theoretische Teil. Praktisch stellte sich Interhomes auch bei aktuellsten Gewährleistungsfällen oft quer und argumentierte dagegen. Insofern ist es Jacke wie Hose, wie alt so ein Haus ist.
InterRatingen03.11.25 17:23
Hat irgendjemand etwas gehört, warum die Anzeigen für den Felderhof bei Immobilienscout offensichtlich deaktiviert wurden?
leachiM2k03.11.25 18:37
Das ist schwer zu beantworten. Vermutlich wurden die Verkaufsaktivitäten eingestellt.
Auf dem Musterhaus selbst hängt jetzt ein Schild: "Sehr geehrte Damen und Herren, das Musterhaus ist bis auf weiteres geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen Ihr Interhomes-Team"
Ebenso wurden der Preis der Häuser und die Verkäufer von der Projekte-Webseite bei Interhomes entfernt.
In Berlin geht der Verkauf noch weiter, weil es sich hier um Wohnungen handelt, die so oder so gebaut werden müssen.
Anfang September ist Zech aus der Übernahme und der Exklusivität komplett ausgestiegen. Danach wurde es schwierig für den Insolvenzverwalter. Man munkelte, dass ab November nur noch mit der absoluten Notbesetzung weitergemacht werden kann.
Immerhin wurden letzte Woche die Arbeiten an den bereits im Bau befindlichen Häusern wieder aufgenommen, nachdem die Sparkasse Bremen mit dem Insolvenzverwalter festgestellt haben, dass eine Zwangsversteigerung weniger Geld und mehr Sorgen bringt, als die Fertigstellung.
Auf dem Musterhaus selbst hängt jetzt ein Schild: "Sehr geehrte Damen und Herren, das Musterhaus ist bis auf weiteres geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen Ihr Interhomes-Team"
Ebenso wurden der Preis der Häuser und die Verkäufer von der Projekte-Webseite bei Interhomes entfernt.
In Berlin geht der Verkauf noch weiter, weil es sich hier um Wohnungen handelt, die so oder so gebaut werden müssen.
Anfang September ist Zech aus der Übernahme und der Exklusivität komplett ausgestiegen. Danach wurde es schwierig für den Insolvenzverwalter. Man munkelte, dass ab November nur noch mit der absoluten Notbesetzung weitergemacht werden kann.
Immerhin wurden letzte Woche die Arbeiten an den bereits im Bau befindlichen Häusern wieder aufgenommen, nachdem die Sparkasse Bremen mit dem Insolvenzverwalter festgestellt haben, dass eine Zwangsversteigerung weniger Geld und mehr Sorgen bringt, als die Fertigstellung.
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