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ᐅ 250000€ Baukosten Brutto für Einfamilienhaus im südlichen BW


Erstellt am: 10.09.18 23:29

W
Wiesentalbau
10.09.18 23:29
Hallo liebe Community,

wir haben nach längerem Suchen einen Bauplatz mit 467qm finden können. Er befindet sich, wie mein Forumname vielleicht vermuten lässt, im Wiesental. Für die Meisten, die das nicht kennen...Das liegt im äußersten Süden Baden-Württembergs. Die Stadt liegt ca. 25km von Basel entfernt. Der Flecken ist also rein vom Baugrund, der in natürlich nicht in den 250000€ drin ist, für eine einigermaßen ländliche Gegend recht teuer.
Wir sind bald eine 4-köpfige Familie und würden gerne eben dort, in leichter Südhanglage mit drückendem Grundwasser ein Haus mit ca. 120qm bauen lassen. Es soll kein Keller her. Die Bodenplatte müsste allerdings als Weiße Wanne ausgeführt sein. Es sollte neben Wohn-/Esszimmer ein Elternschlafzimmer, sowie zwei Kinderzimmer und ein Zimmer zur flexiblem Nutzung als Gästezimmer/Büro eingeplant sein. Eine Ausführung als zwei Vollgeschosse wäre ideal aber keine Voraussetzung. Es soll wirklich nur das Nötigste vorhanden sein. Es muss nix Smartes dabei sein, die Rollläden können wir ebenfalls gerne selbst bedienen. Das Bad muss nicht groß sein und teure Armaturen braucht im Grunde auch kein Mensch. "Einfache Ausstattung" wie es so schön heißt. Spaßeshalber habe ich verschiedenen Architekten geschrieben. Einer hat geschrieben, es sei möglich aber eher mit einer Fläche von 100qm. Die Antwort der anderen Architektin möchte ich gerne auszugsweise ebenfalls einstellen:

Ausgehend von 250.000 € brutto gesamt,
würden sich diese durchschnittlich (nach bundesdeutschem Baukosten-Index)
ca. wie folgt verteilen:

193.000 € Baukosten, davon:
154.400 € Bauwerk (ca. 80%)
38.600 € Haustechnik (ca. 20%)
plus
6.500 € Herrichten & Erschließen (ca. 3-4% der Baukosten)
12.000 € Außenanlagen (ca. 6-7% der Baukosten)
38.500 € Baunebenkosten (ca. 20% der Baukosten)


Diese %-Sätze sind Durchschnittswerte für Bauvorhaben dieser Art (1 - 2 Familienhaus, nicht unterkellert).

Die Baukosten von 193.000 € werden zugrunde gelegt für die Umrechnung / den Wert Baukosten / m2 Wohnfläche.

Davon ausgehend, dass die von Ihnen erwähnten 120 m2 die nutzbare Wohnfläche sein sollen
(und nicht die Grundfläche mal 2 Geschosse = 240 m2 ?),
ergäbe dies ein Baukosten-Budget von

1.600 € / m2 Wohnfläche.


zum Vergleich:

Im Bundesdurchschnitt lagen die Baukosten für ein 1-2 Familienhaus, nicht unterkellert, Stand Anfang 2017
zwischen 1.530 € und 2.510 € / m2 Wohnfläche, je nach Standard.

Verglichen damit lägen Sie mit einem Budget von 1.600 € / m2 also sehr nah an der unteren Grenze,
also einfachstem Standard.


Von einem ganz einfachen Standard weichen allerdings diverse Faktoren bereits auf den ersten Blick ab:

• die Punkte Hanglage und drückendes Grundwasser / „weiße Wanne“
• Für den Landkreis Lörrach gilt außerdem ein Regionalfaktor von 1,095, d.h. hier ist das Bauen i.d.R. durchschnittlich knapp 10% teurer als im Bundesdurchschnitt und den Vergleichs-Preisen.
• Seit 2017 sind die Baupreise zudem um ca. 5-8 % gestiegen.
• Leider verteuert auch die aktuelle Konjunktur-Lage das Bauen weiterhin, da die Firmen kaum Kapazitäten haben und die Knappheit die Preise nach oben treibt.
• Eventuelle Fördermaßnahmen (KfW) oder auch Wünsche, die bspw. Haustechnik über dem einfachsten Standard fordern (Lüftungsanlagen, Solar-Anlagen o.ä.) erhöhen ebenfalls weiter die Kosten.
• Wir empfehlen außerdem immer und bei jedem Projekt eine Reserve von mindestens 10%!
• Nicht zuletzt beim Einfamilienhaus-Bau kommt im Laufe der Planung vieles mit der Zeit dann doch hinzu —> Garage/Carport, besondere Elektro-Ausstattung (Smart-Home, Bus-Technik) oder andere Haustechnik, steigender Standard bei der Ausführung
• Grundsätzlich hinzu kommt die Ausstattung —> Einbauküchen und Einbaumöbel schlagen hier in nicht unerheblichen Summen zu Buche


Selbstverständlich spielen unzählige Faktoren in die Rechnung hinein,
und wir kennen aktuell quasi keine weiteren Eckdaten des Vorhabens.

Unsere Erfahrung und die Projekte der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir hier in Süddeutschland eher bei Baukosten zwischen 2.000 und 2.300 € / m2 Wohnfläche landen, bei normalem / mittlerem Standard.

Ob bei sehr sorgfältiger Planung, einfachen, kompakten Grundrissen/Kubaturen, einfachem Ausführungs-Standard,
Ausführung ohne Zeitdruck / mit Vorlauf und evtl. einem hohen Grad an Vorfertigung das Budget ausreichen kann,
lässt sich also NICHT einfach mit JA beantworten.


Ungern aber wahrscheinlich realistischerweise höre ich da heraus, dass ein individuell geplantes Architektenhaus für uns eher nicht in Frage kommt, oder?
Wie sieht es mit Fertighäusern aus? Sind die wirklich so viel günstiger? Ich meine klar im Katalog stehen ja Traumpreise aber der gesund Menschenverstand sagt mir, dass da noch einiger obendrauf kommt.

Ich hoffe auf Eure Meinungen und ehrlichen Antworten.
Y
ypg
10.09.18 23:47
Fertighäuser sind nicht unbedingt die günstigsten.
Frage mal bei einem Massivbauer Eurer Gegend an: ein Generalunternehmer, der für Euch schlüsselfertig baut. Aber auch da werdet ihr bei ca. 2000€/qm landen, zuzüglich Baunebenkosten, die hier keiner wegen des Wassers einschätzen kann. Kalkuliert mit 40000? Dazu dann Außenanlagen und das, was auch netterweise die Architekten erwähnt haben: Küche und co.
W
Wiesentalbau
10.09.18 23:51
Danke für die schnelle Antwort und dem Tipp mit dem Generalunternehmer.
Ja die Architektin hat sich tatsächlich etwas Zeit bei ihrer Rückantwort gelassen. Das war schon mal sympathisch.
H
HilfeHilfe
11.09.18 06:08
Vergieß es . Alleine das Wasser und die Hanglage kosten Geld
B
Bookstar
11.09.18 06:33
Super was die Architektin geschrieben hat. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
M
montessalet
11.09.18 07:39
Ich teile die Meinung der Architektin voll und ganz. Sie hat es "sanft" formuliert. Der von dir genannte Kostenrahmen wird nie und nimmer reichen.
Als Hausnummer gelten die 2000€/m2 Wohnfläche. Hinzu kommt dann eben noch Vieles (Wasser am Hang, Anschlussgebühren, Zufahrten, Carport, Garten, sonstige Baunebenkosten).
Bei 120m2 bist du bei 240'000. Ohne zu Rechnen kommen meist rund 100'000 dazu. Wären 340'000 als Zwischensumme.
Dann noch die Hanglage - da bist du locker bei 400'000. Dazu noch der Faktor Süddeutschland (Grenznähe CH) und die allgemeine Lage im Baugewerbe. Für deine Lage würde ich 450'000 veranschlagen (ohne Bauplatz). Darunter wird m.E. extrem schwierig.
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