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ᐅ Zweischaliges Mauerwerk für Wohnkeller an Hanglage - Erfahrungen?


Erstellt am: 05.05.18 14:31

notard05.05.18 14:31
Hallo zusammen,

wir planen gerade den Bau eines Reihenendhauses in Hanglage und bräuchten euren Rat bezüglich der Wandkonstruktion.

Unser Bauvorhaben hat einige Besonderheiten, nämlich:
  • Baugrundstück in Hanglage (grüne Linie beschreibt Gelände)
  • Anbau an bestehendes Reihenhaus (gegenüberliegende Seite im Vgl. zur Zeichnung)
  • Gründung muss entsprechend auf gleicher Höhe wie bestehendes Haus erfolgen

Unsere ursprüngliche Planung für unser Haus bezüglich des Wandaufbaus war Folgende:
  • 11,5cm Klinker / 15cm Kerndämmung+Spalt / 17,5cm Kalksandstein-E-Steine = 44cm

Nun möchten wir bei unserem Grundstück (wg. Hanglage) aber einen Wohnkeller haben und das wirft Probleme mit der Verklinkerung auf, da es sehr schwer sei den Fußpunkt der Vormauerschale in Hangrichtung dem Gelände anzugleichen und gleichzeitig eine angemessene Dämmung/Abdichtung zu erreichen.

Unser Architekt hat folgenden Vorschlag gemacht:
  • Verkleidung der freiliegenden Kelleraußenwand mit WDVS (bis Sockel)
  • Ab EG: Zwischaliges Mauerwerk

Nun haben wir uns aber eigentlich bewusst gegen ein WDVS entschieden, weil
  • Wir Probleme mit Algen/Schimmel befürchten, die wir im Bekanntenkreis auch schon erlebt haben
  • Wir die Langlebigkeit und Wertigkeit eines Klinkermauerwerks schätzen
  • Wir lieber eine einheitliche (Klinker-)Optik hätten

Deshalb würden wir uns gerne noch mal andere Meinungen einholen, ob es nicht doch eine Lösung für eine durchgehende Klinkerfassade gibt, die finanziell noch nicht aus dem Ruder läuft. Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen, wie man unser Problem lösen kann?

Anhang: Skizze des geplanten Hauses mit Gelände

Vielen Dank und schöne Grüße,
Notard

Schematisches Dreigeschoss-Haus mit Keller, Erdgeschoss, Dachgeschoss und Dach
11ant05.05.18 17:32
notard schrieb:
Unser Architekt hat folgenden Vorschlag gemacht:
Verkleidung der freiliegenden Kelleraußenwand mit WDVS (bis Sockel); Ab EG: Zwischaliges Mauerwerk
Den würde ich abwandeln in:
Putz bis Sockel, und Dämmung im Keller dann innen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
notard12.05.18 04:41
11ant schrieb:
Putz bis Sockel, und Dämmung im Keller dann innen.
Von der Innendämmung höre ich immer, dass man dort Wärmebrücken befürchten muss und das sie eigentlich nur eine Variante für die Altbausanierung sei. Sicher sind das auch nur aufgeschnappte Meinungen - dennoch würden wir uns freuen, wenn sie noch ein bisschen mehr dazu sagen könnten, warum die Innendämmung hier eine gute Wahl wäre. Bisher ist uns diese Variante noch gar nicht in den Sinn gekommen.
11ant12.05.18 13:20
notard schrieb:
wir planen gerade den Bau eines Reihenendhauses in Hanglage und bräuchten euren Rat bezüglich der Wandkonstruktion.
Auf diesen Punkt bin ich noch gar nicht eingegangen: wie darf man sich das vorstellen, daß ein einzelner Bauherr sich damit beschäftigt - eine Hausreihe wird doch typischerweise einheitlich geplant ?
notard schrieb:
Sicher sind das auch nur aufgeschnappte Meinungen
Dann erweitern wir die mal lieber nicht auch noch um die meinige. Daher habe ich mich an Fakten gehalten:

1) Dämmung soll sein, aber der Bauherr will sie nicht als WDVS.

2) Die Vorsatzschale kann nicht in der Luft hängen, aber ihr Auflager zeilenweise abzutreppen wäre superaufwendiger Quatsch.

Aus "Dämmung, aber nicht außen" folgt logisch "Dämmung innen".

Das Auflager erstellt man dadurch, die Außenwand im Keller entsprechend darunterzuschieben.

Ich könnte mir vorstellen, in diesem Bereich denselben Klinker als Riemchen zu verwenden. Zweischalig ins Erdreich gehen würde ich nicht, das erscheint mir als Narretei.

Was sagen denn die Reihengenossen dazu ?
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notard12.05.18 13:35
11ant schrieb:
wie darf man sich das vorstellen, daß ein einzelner Bauherr sich damit beschäftigt - eine Hausreihe wird doch typischerweise einheitlich geplant ?
Es geht um den Anbau an bestehende Häuser und der Bebauungsplan beinhaltet keine Einschränkungen bei der Gestaltung der Fassade. Es geht also praktisch nur um die den Nachbarn abgewandte Seite.
11ant schrieb:
2) Die Vorsatzschale kann nicht in der Luft hängen, aber ihr Auflager zeilenweise abzutreppen wäre superaufwendiger Quatsch.
Ah, danke für Ihren Hinweis hierzu! Das möchte ich gerne besser verstehen. Warum ist eine Abtreppung denn so aufwendig?

Gruß,
Notard
11ant12.05.18 13:47
notard schrieb:
Das möchte ich gerne besser verstehen. Warum ist eine Abtreppung denn so aufwendig?
Im schlimmsten Fall von Mangel an Vorstellungsvermögen soll selber aufmalen helfen: das Auflager mußte als Treppe gebaut und befestigt werden. Das allein ist selbst für einen Tüftler schon eine Strafe. Wobei das Gelände wohl kaum so lieb ist, auf genau eine halbe oder anderthalb Steinlängen pro Reihe anzusteigen. Also müßte man das dämliche Sonderding zu allem Überfluß auch noch ungleichmäßig bauen.
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