ᐅ Zementestrich ohne chemische Zusätze trocknet nicht aus
Erstellt am: 25.11.25 13:00
KlaRa26.11.25 13:44
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Da scheint ja einiges kreuz und quer zu laufen!
Zunächst einmal: ein 65mm Zementestrich ist für einen Heizestrich im Wohnungsbau vollkommen üblich! Ob mit oder ohne Estrichzusätze.
Nun kommt es:
Wir unterscheiden zwischen der ersten Aufheizphase, dem reinen Funktionsheizen (um zu sehen, ob alle Bauteile des Heizungssystems funktionieren), dem Abkühlen des Estrichs und danach dem Trockenheizen.
Es snd also zwei Aufheizphasen mit zwischenzeitlicher Absenkung der Temperatur (meist für 3 Tage).
Der Hygrometerwert wäre für mich nach der Irritationsphase dann ausschlaggebend!
Bei den Werten gab der Estrich keine Feuchtigkeit mehr an die Raumluft ab, und weiter, auch die Wände sind offenbar ausgetrocknet.
Vergiß bitte den Wert, auch die 2,7%
Ich verwette meinen Hut (nur sprichwörtlich), dass diese Ergebnisse falsch, da zu hoch waren!
Ich selber vertraute immer nur auf mein eigenes CM-Gerät, weil ich es regelmäßig auf Dichtigkeit geprüft habe und auch (mit genau 1,00ml Wasser) eigens geeicht hatte.
Meine Erfahrung sagt, dass die wenigsten Fachbetriebe ihr CM-Messgerät regelmäßig warten, das Ergebnis anzweifeln.
Mein Rat an dieser Stelle: nicht verzweifeln, sondern verlasse Dich auf die Wertangaben der Hygrometer.
Selbst wenn diese abs. 5% Fehlerquote aufweisen würden, wäre der abgelesene Wert immer noch geeignet, auszusagen, dass vom Estrich oder den Wandflächen keine Feuchtigkeit in nennenswerter Menge ausdiffundiert!
Also: nur Mut, einen (auch dampfdiffusionsdichten) Bodenbelag würde ich bedenkenlos verlegen (lassen)!
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Gruß in die Runde: KlaRa
Da scheint ja einiges kreuz und quer zu laufen!
Zunächst einmal: ein 65mm Zementestrich ist für einen Heizestrich im Wohnungsbau vollkommen üblich! Ob mit oder ohne Estrichzusätze.
BrnZck91 schrieb:Das offizielle Heizprotokoll gemäß "Schnittstellenkoordination bei Flächenheizungs- und Flächenkühlungssystemen in Neubauten" sieht nichts vor, was mit 30°C zu tun hätte.
Das Heizprotokoll wurde eingehalten, wir haben täglich 3x für 10-20min gelüftet. Mehrere CM-Messungen wurden bereits gemacht und auch nach dem Heizprotokoll haben wir durchgehend bis 30 Grad geheizt.
Nun kommt es:
Wir unterscheiden zwischen der ersten Aufheizphase, dem reinen Funktionsheizen (um zu sehen, ob alle Bauteile des Heizungssystems funktionieren), dem Abkühlen des Estrichs und danach dem Trockenheizen.
Es snd also zwei Aufheizphasen mit zwischenzeitlicher Absenkung der Temperatur (meist für 3 Tage).
BrnZck91 schrieb:Bei Zementestrichen kann das eine erneute Auffeuchtung bedeuten, wenn der Estrich davor bereits trockengeheizt wurde!
Währenddessen waren jedoch auch die Putzer und Maler da. Das ist jedoch auch schon bald 3 Wochen her.
BrnZck91 schrieb:Im Haus selbst ist auch keine gefühlte Feuchtigkeit mehr. Es ist nicht muffig. An den Fenstern ist nichts und die Luftfeuchtigkeit auf 3 im Haus verteilten Hygrometern ist zwischen 35-44%."
Morgen ist der Estrich 12 Wochen drin und die letzte CM-Messung vom Montag der letzten Woche hat immer noch 2,6% ergeben.
Der Hygrometerwert wäre für mich nach der Irritationsphase dann ausschlaggebend!
Bei den Werten gab der Estrich keine Feuchtigkeit mehr an die Raumluft ab, und weiter, auch die Wände sind offenbar ausgetrocknet.
BrnZck91 schrieb:Elektronische Feuchtigkeitsprüfgeräte können, trotz Messskala und Umrechnungstabellen, nur als orientierendes Prüfverfahren angesehen werden.
"Trotzdem zeigt die elektronische Messung Werte von 1,7 bis 2,2 an und wenn man das Messgerät in das Loch hält, welches durch frühere CM-Messungen entstanden ist, geht es sogar bis 2,7 hoch."
Vergiß bitte den Wert, auch die 2,7%
Ich verwette meinen Hut (nur sprichwörtlich), dass diese Ergebnisse falsch, da zu hoch waren!
Ich selber vertraute immer nur auf mein eigenes CM-Gerät, weil ich es regelmäßig auf Dichtigkeit geprüft habe und auch (mit genau 1,00ml Wasser) eigens geeicht hatte.
Meine Erfahrung sagt, dass die wenigsten Fachbetriebe ihr CM-Messgerät regelmäßig warten, das Ergebnis anzweifeln.
Mein Rat an dieser Stelle: nicht verzweifeln, sondern verlasse Dich auf die Wertangaben der Hygrometer.
Selbst wenn diese abs. 5% Fehlerquote aufweisen würden, wäre der abgelesene Wert immer noch geeignet, auszusagen, dass vom Estrich oder den Wandflächen keine Feuchtigkeit in nennenswerter Menge ausdiffundiert!
Also: nur Mut, einen (auch dampfdiffusionsdichten) Bodenbelag würde ich bedenkenlos verlegen (lassen)!
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Gruß in die Runde: KlaRa
BrnZck9126.11.25 18:43
Danke für die ausführliche Antwort!
Wir überlegen ob wir noch zusätzlich den Test mit einer Folie durchführen. Macht das Sinn oder ist das eher weniger verlässlich?
Wir überlegen ob wir noch zusätzlich den Test mit einer Folie durchführen. Macht das Sinn oder ist das eher weniger verlässlich?
Tolentino26.11.25 21:26
Da hat tatsächlich in Meinem Thread schon eine schöne Anleitung verfasst:
https://www.hausbau-forum.de/threads/lage-stadtvilla-oder-einfamilienhaus-auf-500-m2-grundstueck-rechteck.33505/post-538361
https://www.hausbau-forum.de/threads/lage-stadtvilla-oder-einfamilienhaus-auf-500-m2-grundstueck-rechteck.33505/post-538361
ypg26.11.25 21:53
schubert79 schrieb:
Es hatte sich eine Schicht darauf gebildet. Die genaue Bezeichnung weiß ich nicht mehr.Du meinst wahrscheinlich die Salpeterausblühungen.nordanney26.11.25 22:33
BrnZck91 schrieb:
Wir überlegen ob wir noch zusätzlich den Test mit einer Folie durchführen. Macht das Sinn oder ist das eher weniger verlässlich?Zu Beginn ja, jetzt nicht mehr. Nach so langer Zeit wirst nur ein "trocken" bei der Folie sehen. Nur nicht, wie trocken genau.KlaRa27.11.25 12:07
BrnZck91 schrieb:
Danke für die ausführliche Antwort!
Wir überlegen ob wir noch zusätzlich den Test mit einer Folie durchführen. Macht das Sinn oder ist das eher weniger verlässlich?Der Test mit einer auf dem Heizestrich aufgelegten Folie ist zwar kein "normatives" Verfahren, aber es gibt mit Sicherheit einen korrekten Hinweis, ob noch relevante Feuchtigkeit aus dem Estrich an die Raumluft abgegeben wird oder nicht!Lege eine PE-Folie, ca. 40cm x 40cm auf den Heizestrich eines Raumes, sorge darunter für eine Erhöhung (idealerweise ein Hygrometer, was unter der Folie eingeschlossen wird), arretiere die Folie mit Klebestreifen in den Rändern auf der Estrichoberfläche, heize den Estrich auf und sorge durch geöffnete Fenster für ein kühles Raumklima (was bei den derzeit winterlichen Temperaturen kein Problem darstellen wird).
Ist der Heizestrich aufgeheizt, sollte sich innerhalb von ca. 8 bis 12 Stunden dann Kondensatunter der PE-Folie bilden, dann wäre tatsächlich die Gefahr, der Estrich wäre noch zu feucht für eine Belegung, berechtigt.
Das Hygrometer sagt Dir aber ganz genau, wie die Situation einzuschätzen ist:
Alles, was unter 70% rel. Luftfeuchte liegt, gilt als trocken!
Dabei ist es völlig unerheblich, WIE trocken es ist!
DASS der Estrich ausreichend trocken ist, nur das ist entscheidend.
Diese Methode kann auf alten (nachträcglich aufgefeuchteten) oder auch auf neuen Estrichen, Zementestrich oder Calciumsulfatestrich) angewendet werden. Nur nicht auf Magnesitestrichen!!
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Viel Erfolg: KlaRa
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