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ᐅ Zementestrich ohne chemische Zusätze trocknet nicht aus


Erstellt am: 25.11.25 13:00

BrnZck9127.11.25 15:56
Hallo in die Runde und schon mal großen Dank für alle Antworten!
Hier ein aktualisierter Zwischenbericht:
Ich war heute Morgen mit Bodenleger und Fliesenleger vor Ort. Wir haben die letzte Messstelle aufgemacht und die CM-Messung durchgeführt. Beide Geräte kamen auf einen Wert von etwas weniger als 2,2%. Das ist schon einmal ein Fortschritt zur Messung von letzter Woche Montag - da lag es bei etwa 2,7%.

Nun zum vereinbarten Vorgehen:
Wir heizen jetzt wieder bis kommenden Mittwoch auf 50 Grad. Aktuell war es bei 27,5 Grad. Bautrockner und Entfeuchter laufen weiterhin. Zusätzlich habe ich gestern Abend an 4 Stellen im Haus eine 50cmx50cm Folie gelegt und luftdicht verschlossen. Unter einer Folie ist ein Hygrometer. Heute Morgen habe ich bereits nach 12 Stunden eine Stelle geöffnet - die Folie war trocken. Heute Abend werde ich eine weitere Stelle öffnen und die anderen beiden Stellen öffne ich morgen. Bis dahin sollte auch wieder eine höhere Temperatur herrschen.

Wir haben heute die Tiefe der Öffnungen für die CM-Messung einmal gemessen. Tatsächlich hatten wir eine Tiefe von 7 bis sogar 8 cm - obwohl laut Protokoll der Estrich-Firma von "65mm im Mittel" die Rede ist. Natürlich ist mir bewusst, dass wir auf dem Bau nicht nach Millimeter gehen kann. Ich kann mir das nur so erklären, dass zwischen den Außenwänden und den Filigrandecken wahrscheinlich bis zu 1,5cm Unterschied in der Höhe besteht und deshalb der Estrich an einigen Stellen wesentlich tiefer ist. Das erklärt dann natürlich auch die Länge der Trocknungszeit - vor allem bei 8 cm. Ich frage mich nur, ob wir dann nicht von Anfang an einen anderen Heizplan mit längerer Hochheitszeit hätten durchführen müssen.

Es hilft alles nichts: wir haben jetzt vereinbart bis kommenden Mittwoch hochzuheizen. Der Bodenleger will dann am kommenden Sonntag (unglaublich dankbar dafür, dass geht nur mit Ein-Mann-Betrieben) die Ausgleichsmasse gießen. Eine CM-Messung werden wir nicht mehr machen können. Wir hoffen, dass eine Woche hochheizen, mit Bautrockner, Entfeuchter und den verbliebenen 3 Messpunkten durch die Folie hoffentlich irgendwie Klarheit bringen.

Welche Empfehlung habt ihr für mich wegen dem Lüften?
Soll ich nur 2x für max. 5min lüften, damit das Haus sich auf über 40 Grad hochheizen kann und die Feuchtigkeit bestenfalls von unten rausdrückt oder wäre 3x für 10-15min sinnvoller oder vielleicht sogar ganztägig kippen? Nur beim ganztägigen Kippen habe ich die Befürchtung, dass wir die Temperatur nicht hochbekommen.
KlaRa schrieb:

Lege eine PE-Folie, ca. 40cm x 40cm auf den Heizestrich eines Raumes, sorge darunter für eine Erhöhung (idealerweise ein Hygrometer, was unter der Folie eingeschlossen wird), arretiere die Folie mit Klebestreifen in den Rändern auf der Estrichoberfläche, heize den Estrich auf und sorge durch geöffnete Fenster für ein kühles Raumklima (was bei den derzeit winterlichen Temperaturen kein Problem darstellen wird).
---------------------
Viel Erfolg: KlaRa
Ich habe eine 50cmx50cm Folie inkl. Hygrometer gestern Abend gegen halb 10 angebracht. Wir heizen ab jetzt hoch. Ist das okay oder soll ich heute Abend noch einmal die Folie neu anbringen? Sollen bei der Kälte wirklich die Fenster auf Kippstellung gestellt werden? So bekomme ich das Haus doch gar nicht erhitzt.
KlaRa27.11.25 16:32
@ "BrnZck91":
Du sollst mit diesem Versuch auch nicht den Versuch unternehmen, das Haus aufzuheizen.
Um es rein physikalisch auszudrücken: es reicht, wenn oberhalb der Folie, somit im Raum, eine dermaßen geringere Temperatur herrscht, sodass unter der Folie der Taupunkt unterschritten wird.
Um es einfacher und plastischer auszudrücken: Du sollst nur in einem der Räume die Temperatur erheblich absenken, während der Estrich aufgeheizt ist (maximals Vorlauftemperatur).
Ob die anderen Räume durch das "strenge Lüftungskonzept" in thermische Mitleidenschaft gezogen werden, ist vollkommen untergeordnet.
Es geht ja nur um den Versuch der Feststellung, ob der Estrich noch Feuchtigkeit abgibt.
Ein paar Stunden die Fenster weit öffnen, dass muss man eben für dieses Ergebnis akzeptieren.
Wenn sich kein Kondensat unter der Folie bildet, kann man auf weiteres Lüften verzichten.
BrnZck9127.11.25 16:32
Eine weiterer Gedanke kam mir heute: Der Grenzwert für die Restfeuchte beträgt bei beheiztem Zementestrich 1,8 %.
Ist es jedoch nicht ein Unterschied, ob man Zementestrich mit einer Dicke von 4-5 cm oder halt 7-8 cm hat? Meiner (laien) Meinung nach, kann der Zementestrich von 7-8cm Dicke viel mehr Feuchtigkeit speichern - ohne, dass dies hochkommt als bei 4-5 cm. Ich würde deshalb vermuten, dass so ein Grenzwert nicht pauschal für alle Dicken gegeben werden kann.
Was sagt ihr dazu? Vielleicht ist der Gedanke auch absoluter Blödsinn.
Tolentino27.11.25 16:42
Dein Statement ist richtig, aber deine Schlussfolgerung ist Blödsinn, weil der Feuchtegehalt in % gemessen wird und somit ein Verhältnis angegeben wird.

Du hast aber Recht, dass größere Schichtdicken länger brauchen zum Trocknen. Dennoch ist der %-Grenzwert unabhängig von der Schichtdicke einzuhalten.
KlaRa27.11.25 16:43
Nein nein, der Gedanke ist vollkommen richtig.
Ich wollte jedoch durch eine weitere Anmerkng in dieser Richtung "kein Faß aufmachen".
Was heißt das?
Dickere Estriche trocknen um ein Vielfaches langsamer. Ab 10 cm kann man sagen, dass ein nicht beheizbarer Estrich nie verlegereif wird.
Als Sachverständiger sage ich: wenn 60mm vereinbart wurden und der Estrich 80mm oder dicker ist, frage ich mich, wie die größere Estrichmasse durch den Estrihleger berechnet wurde.
Wenn der Estrichleger im Rahmen seiner Gewerkausführung bemerkte, dass beispielsweise aufgrund von Unebenheiten in der Fläche größere Estrichmassen notwendig werden, hat er den Bauherrn darüber zu informieren.
Tut er das nicht, ist die verschwiegene Mehrdicke ein Mangel am Gewerk!
Bedeutet: alle anfallenden Mehrkosten, z.B. durch Bautrockner oder Zusatzleistung anderer Gewerke könnten auf ihn verlagert werden.
Aber weil das eben ein kritisches Thema ist, welches lediglich unter Begleitung eines für das Gewerk zuständigen Sachverständigen auf die Spitze getrieben werden sollte, deswegen hatte ich den Aspekt "Mangel" nicht angedeutet.
Richtig ist aber: dicke Estriche trocknen langsamer - bis gar nicht.
PS: Ähnliche Probleme ergaben sich in der Vergangenheit auch mit Calciumsulfatestrichen, die angeblich innerhalb von 7 Tagen verlegereif sind.
Durch Rezepturänderungen, die kein Mensch von außen erkennen kann, ergaben sich in der Estrichmatrix nur winzige Poren im Gefüge, sodass der kapillare Feuchtetransport völlig aufgehoben war und die Austrocknung nur auf anderen, langsameren Mechanismen erfolgen konnte.
Aber das nur am Rande.
KlaRa27.11.25 16:44
Tolentino schrieb:

Dein Statement ist richtig, aber deine Schlussfolgerung ist Blödsinn, weil der Feuchtegehalt in % gemessen wird und somit ein Verhältnis angegeben wird.

Du hast aber Recht, dass größere Schichtdicken länger brauchen zum Trocknen. Dennoch ist der %-Grenzwert unabhängig von der Schichtdicke einzuhalten.
Absolut richtig, dem ist nichts hinzuzufügen!
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