ᐅ Zement -oder Anhydritestrich im Neubau mit Fußbodenheizung?
Erstellt am: 19.09.2018 08:00
Almo85 19.09.2018 08:00
Hallo,
wir stehen vor der Entscheidung ob Zementestrich oder der in letzter Zeit beliebte Anhydritestrich.
Wir haben eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Fußbodenheizung.
Nun gibt es unterschiedliche Meinungen dazu, was Preis, Genauigkeit und Wärmeleitfähigkeit angeht. Glaubt man den meisten Aussagen, so gibt der Anhydritestrich die Wärme der Fußbodenheizung viel besser weiter. In einem Youtubevideo habe ich genau das Gegenteil gesehen. Was ist nun richtig?
[MEDIA=YouTube]CF4RO4PXcEI[/MEDIA]
schöne Grüße
Almo
wir stehen vor der Entscheidung ob Zementestrich oder der in letzter Zeit beliebte Anhydritestrich.
Wir haben eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Fußbodenheizung.
Nun gibt es unterschiedliche Meinungen dazu, was Preis, Genauigkeit und Wärmeleitfähigkeit angeht. Glaubt man den meisten Aussagen, so gibt der Anhydritestrich die Wärme der Fußbodenheizung viel besser weiter. In einem Youtubevideo habe ich genau das Gegenteil gesehen. Was ist nun richtig?
[MEDIA=YouTube]CF4RO4PXcEI[/MEDIA]
schöne Grüße
Almo
niri09 19.09.2018 08:23
Hallo,
ich kann dir nur sagen was wir verwendet haben:
Bäder+Hauswirtschaftsraum: Zementgebundenen Heizestrich 60 mm dick
Alle anderen Räume: Calciumsulfatgebundenen Heizestrich, 60 mm dick
Oben darauf bekommen wir überall Fliesen.
ich kann dir nur sagen was wir verwendet haben:
Bäder+Hauswirtschaftsraum: Zementgebundenen Heizestrich 60 mm dick
Alle anderen Räume: Calciumsulfatgebundenen Heizestrich, 60 mm dick
Oben darauf bekommen wir überall Fliesen.
Obstlerbaum 19.09.2018 08:57
Almo85 schrieb:
wir stehen vor der Entscheidung ob Zementestrich oder der in letzter Zeit beliebte Anhydritestrich.
Wir haben eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Fußbodenheizung.
Nun gibt es unterschiedliche Meinungen dazu, was Preis, Genauigkeit und Wärmeleitfähigkeit angeht. Glaubt man den meisten Aussagen, so gibt der Anhydritestrich die Wärme der Fußbodenheizung viel besser weiter. In einem Youtubevideo habe ich genau das Gegenteil gesehen. Was ist nun richtig?Um die abweichende Wärmeleitfähigkeit musst Du Dir keine Sorgen machen, da kommt Dir die Physik zu Hilfe. Wenn die Aufheizung etwas träger ist, lässt man die Heizung morgens früher anlaufen und schaltet sie dafür am Abend früher ab. Die Wärme geht nicht verloren, sie steckt so oder so im Estrich, also im Zimmer. Wo sollte sie auch sonst hin? Bookstar 19.09.2018 09:15
Das ist so nicht ganz richtig. Die Wärme muss an die Oberfläche gelangen. Der Fließestrich legt sich besser um die Rohre als Zementestrich. Es sind damit ca 3 Grad weniger Vorlauftemperatur. notwendig.
Zement im Keller und in Bäder. Sonst Anhydrit. Das ist meist der Königsweg.
Zement im Keller und in Bäder. Sonst Anhydrit. Das ist meist der Königsweg.
Almo85 19.09.2018 09:37
Bookstar schrieb:
Das ist so nicht ganz richtig. Die Wärme muss an die Oberfläche gelangen. Der Fließestrich legt sich besser um die Rohre als Zementestrich. Es sind damit ca 3 Grad weniger Vorlauftemperatur. notwendig.
Zement im Keller und in Bäder. Sonst Anhydrit. Das ist meist der Königsweg. Ja...legt sich besser um die Rohre, aber im Video sieht man, dass sich der Zementestrich angeblich besser und gleichmäßiger aufheizt Obstlerbaum 19.09.2018 09:53
Kurzversion: mit Anhydrit ist es natürlich einfacher und wegen der paar Kröten sollte man bei einem Einfamilienhaus nicht rumknausern, ich denke da sind wir einer Meinung.
Was die Physik angeht, ist das reine Festhalten an der Wärmeleitfähigkeit des Estrichs aber eine übersimplifizierte Betrachtung der Sache. Wenn man alle Parameter der Heizung außer der Vorlauftemperatur als Konstanten annimmt, verhält sich das tatsächlich wie von Dir beschrieben. Alternativ kann man aber eine Fußbodenheizung über die abgenommene Wärmemenge regeln und z.B. die Durchflussmenge reduzieren, um die Abnahme pro Raum auch bei einem Estrich mit geringerer Wärmeleitfähigkeit zu erhöhen. Man muss einfach dafür Sorgen, dass n Kelvin zwischen Vor- und Rücklauf abgenommen werden. Genau diese Wärmemenge verbleibt dann eben in den Räumen, sie kann sonst nirgendwo hin.
: die gleichmäßigere Aufheizung des Zementestrichs entsteht genau durch die geringere Wärmeleitfähigkeit, die aber auch für die beschriebene Trägheit sorgt. In Natura ist es schnurz, wie gleichmäßig Dein Boden erwärmt wird. Das sind messtechnische Spielereien...
Was die Physik angeht, ist das reine Festhalten an der Wärmeleitfähigkeit des Estrichs aber eine übersimplifizierte Betrachtung der Sache. Wenn man alle Parameter der Heizung außer der Vorlauftemperatur als Konstanten annimmt, verhält sich das tatsächlich wie von Dir beschrieben. Alternativ kann man aber eine Fußbodenheizung über die abgenommene Wärmemenge regeln und z.B. die Durchflussmenge reduzieren, um die Abnahme pro Raum auch bei einem Estrich mit geringerer Wärmeleitfähigkeit zu erhöhen. Man muss einfach dafür Sorgen, dass n Kelvin zwischen Vor- und Rücklauf abgenommen werden. Genau diese Wärmemenge verbleibt dann eben in den Räumen, sie kann sonst nirgendwo hin.
: die gleichmäßigere Aufheizung des Zementestrichs entsteht genau durch die geringere Wärmeleitfähigkeit, die aber auch für die beschriebene Trägheit sorgt. In Natura ist es schnurz, wie gleichmäßig Dein Boden erwärmt wird. Das sind messtechnische Spielereien...
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