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ᐅ Wieso ist Beschattung bei Neubauhäusern besonders wichtig?


Erstellt am: 29.08.16 13:33

Grym30.08.16 00:27
Kommen wir noch mal zu der Strahlung. Da gibt es einen sogenannten g-Wert.Der liegt bei 1-Scheiben-Verglasung bei 0,8 und bei 2-Scheiben-Verglasung bei 0,63 und bei 3-Scheiben-Verglasung bei 0,55. Die 3-Scheiben-Verglasung lässt also tatsächlich am wenigstens Sonnenstrahlung (Sommer wie Winter) hinein, aber der Unterschied ist ja nur marginal (12,7% weniger Energieeintrag durch Strahlung).

(ach ja, der g-Wert gibt an, wie viel Prozent der Strahlung das Glas durchdringt und damit in das Gebäude kommt.)

Wenn man jetzt die Fenster 100% größer macht, aber durch 3-Scheiben-Verglasung nur 12,7% weniger Energieeintrag je Fläche hat, dann wird natürlich langsam klar, warum bei einem Neubau Verschattung wichtiger ist. Es wird halt einfach das Mehr an Süd-/ und Westfensterfläche sein.

Also einfache alle Süd- und Westfenster komplett mit Rollläden zu machen und sich an dem Licht aus den Ostfenstern freuen, welche immer noch mehr Licht hinein bringen als in einem Altbau mit Mini-Fensterchen?
Bieber081530.08.16 06:53
Knallkörper schrieb:
Nein, den konduktiven
Beides ist richtig, wenn wir uns für den vollständigen Wärmeübergang Innen-Außen Interessen (Innenluft - Grenzschicht - Wand - Grenzschicht - Außenluft).
Peanuts7430.08.16 07:02
RobsonMKK schrieb:
Hast du am Wochenende mal gelüftet? Wenn kein Wind weht und die Temp drinnen und draußen gleich ist, dann hat Sebastian recht...Praxis schlägt Lehrbuch

Keine Praxis schlägt die Physik bzw. das Lehrbuch, solange dieses richtig angewendet wird.
Ein weiteres Problem könnte ja auch sein, dass man sich durch die Fenster die Wärme "einfängt" und diese in den Mauern gespeichert und dadurch beim lüften nicht so schnell wieder abgegeben wird.
Sebastian7930.08.16 07:21
Das ist doch das Problem - und eben die Praxis.
Peanuts7430.08.16 07:32
Sebastian79 schrieb:
Das ist doch das Problem - und eben die Praxis.

Ja, aber dies ist auch physikalisch zu erklären, wenn man ALLE Faktoren berücksichtigt.
Es ist nicht so, dass es physikalisch nur 24 Grad sein dürfte, jedoch hex hex, in der Praxis sind es dann 27 Grad. Wenn dem so ist wurde einfach nicht alles berücksichtigt.
Ob man sich die Arbeit macht oder überhaupt jemand findet, der jedes Detail mit einrechnet, steht auf einem anderen Blatt.
Hier kommen dann eben (zurecht) die Praktiker, die dann aus Erfahrung abschätzen können, das und das muss gemacht werden...
Knallkörper30.08.16 07:40
Peanuts74 schrieb:
Keine Praxis schlägt die Physik bzw. das Lehrbuch, solange dieses richtig angewendet wird.
Ein weiteres Problem könnte ja auch sein, dass man sich durch die Fenster die Wärme "einfängt" und diese in den Mauern gespeichert und dadurch beim lüften nicht so schnell wieder abgegeben wird.

Naja... jein. Wir haben ja über Dämmung philosophiert und nicht über Speicherfähigkeit. Stoffe mit geringem U-Wert haben i.d.R. Eine geringe Speicherfähigkeit. Also zieht das Argument eher in die andere Richtung.
verglasungstrahlungenergieeintragfensterspeicherfähigkeit