ᐅ Wie bauen wir am wirtschaftlichsten?
Erstellt am: 15.01.2014 14:41
K1300S 15.01.2014 16:11
??? In Deinem initialen Beitrag hat es sich so angehört, als ob schon eine fertige Planung existiert - zumindest was die Grundrisse/Ausstattung angeht. Solange das nicht gegeben ist, können natürlich auch noch keine Preise genannt werden - logisch. Also muss entweder eine vorgegeben Planung existieren, oder Ihr plant (zumindest sehr grob) mit dem GÜ, der darauf hin ein Angebot inkl. Preisangabe erstellt.
Viel Glück
K1300S
Viel Glück
K1300S
Kisska86 15.01.2014 16:20
Es existiert ein grobe Plan vom GÜ bzw. Makler. Es ist Haus mit 130qm geplant, das halt eben auf genau dieses Grundstück passt. Und es ist laut Aussage des Maklers ein höherer mittler Standard zu sein. Wo genau stehen denn nachher die Einzelheiten? Im Werkvertrag? Wie genau steht es da darin? Habe noch nie einen Werkvertrag gesehen...
K1300S 15.01.2014 16:26
Die Detailtiefe geht von bis. Manche Bau- und Leistungsbeschreibungen umfassen jede noch so kleine Information, andere sind nur sehr oberflächlich abgefasst. Je mehr von vornherein festgelegt ist, desto weniger Potenzial gibt es für spätere Scherereien. In jedem Fall ist die Bauleistungsbeschreibung Teil des Werkvertrags (ggf. als Anlage dazu).
Viel Glück
K1300S
Viel Glück
K1300S
wadenkneifer 15.01.2014 16:35
Hallo,
wie genau das da steht und wo das steht kommt halt auf den GÜ an. Bei unserem Bauvorhaben hat die Leistungsbeschreibung (Vertragsbestandteil) einen Umfang von knapp 50 Seiten und dort ist jedes Detail exakt beschrieben, wie es gebaut wird. Der eigentliche Werkvertrag ist mit ca. 15 Seiten deutlich schlanker, behandelt aber auch "nur" die rechtlichen Rahmenbedingungen. Ich habe schon Leistungsbeschreibungen gesehen, die 2 Seiten lang ("üblich" bei vielen GÜ sind so ca. 15 Seiten) sind und Werkverträge, die eine Seite lang sind. Da macht man sich sehr schnell ein Bild.
Vorgehen bei unseren Bauunternehmen war: Komplette Planung des Hauses in einem Planungsgespräch (Grundrisse, Ansichten, Energiestandard, Heizung/Technik, grobe Materialauswahl/Auswahl der Qualität der Ausstattung). Auf Basis dieses Planungsgesprächs wurden konkrete Pläne angefertigt, diese haben wir geprüft und dann ist auf dieser Basis und den zusätzlichen abgefragten Parametern die Kalkulation/das Angebot mit der detaillierten Leistungsbeschreibung erstellt worden. Hier waren dann noch ein paar Optionen enthalten (weitere Rollläden z.B.). Dazu gab es einen Vertragsentwurf. Beides haben wir eingehend geprüft (und prüfen lassen), in einem weiteren Termin wurde uns das Angebot detailliert erklärt. Wir sind dann recht schnell nach 1-2 kleineren Änderungen zur Vertragsunterschrift gekommen. Bei der Erstellung des Bauantrags ging es dann eigentlich nur noch darum, wo genau das Haus auf dem Grundstück stehen soll. Die Bemusterung ging auch sehr fix, da sehr viel schon im Vorfeld exakt festgelegt wurde (z.B. Innentüren). Wir hätten die Bemusterung auch schon vor Unterschrift machen können.
Sicherlich ist dies auch ein Extrem und der Anbieter ist nicht unerheblich in Vorleistung gegangen. Mir hat es trotzdem sehr gut gefallen und war mir die Preis-Differenz zum (weniger exakten/präzisen) Wettbewerb wert.
Viele Grüße
Michael
wie genau das da steht und wo das steht kommt halt auf den GÜ an. Bei unserem Bauvorhaben hat die Leistungsbeschreibung (Vertragsbestandteil) einen Umfang von knapp 50 Seiten und dort ist jedes Detail exakt beschrieben, wie es gebaut wird. Der eigentliche Werkvertrag ist mit ca. 15 Seiten deutlich schlanker, behandelt aber auch "nur" die rechtlichen Rahmenbedingungen. Ich habe schon Leistungsbeschreibungen gesehen, die 2 Seiten lang ("üblich" bei vielen GÜ sind so ca. 15 Seiten) sind und Werkverträge, die eine Seite lang sind. Da macht man sich sehr schnell ein Bild.
Vorgehen bei unseren Bauunternehmen war: Komplette Planung des Hauses in einem Planungsgespräch (Grundrisse, Ansichten, Energiestandard, Heizung/Technik, grobe Materialauswahl/Auswahl der Qualität der Ausstattung). Auf Basis dieses Planungsgesprächs wurden konkrete Pläne angefertigt, diese haben wir geprüft und dann ist auf dieser Basis und den zusätzlichen abgefragten Parametern die Kalkulation/das Angebot mit der detaillierten Leistungsbeschreibung erstellt worden. Hier waren dann noch ein paar Optionen enthalten (weitere Rollläden z.B.). Dazu gab es einen Vertragsentwurf. Beides haben wir eingehend geprüft (und prüfen lassen), in einem weiteren Termin wurde uns das Angebot detailliert erklärt. Wir sind dann recht schnell nach 1-2 kleineren Änderungen zur Vertragsunterschrift gekommen. Bei der Erstellung des Bauantrags ging es dann eigentlich nur noch darum, wo genau das Haus auf dem Grundstück stehen soll. Die Bemusterung ging auch sehr fix, da sehr viel schon im Vorfeld exakt festgelegt wurde (z.B. Innentüren). Wir hätten die Bemusterung auch schon vor Unterschrift machen können.
Sicherlich ist dies auch ein Extrem und der Anbieter ist nicht unerheblich in Vorleistung gegangen. Mir hat es trotzdem sehr gut gefallen und war mir die Preis-Differenz zum (weniger exakten/präzisen) Wettbewerb wert.
Viele Grüße
Michael
Kisska86 15.01.2014 16:52
@Michael: Wann genau habt ihr bei der Bank den Vertrag unterschrieben? Also im Laufe der ganzen Planung?
wadenkneifer 15.01.2014 17:25
Kisska86 schrieb:
@Michael: Wann genau habt ihr bei der Bank den Vertrag unterschrieben? Also im Laufe der ganzen Planung?Schnelle Antwort: Die Finanzierung mit der Bank wurde auf Basis des ersten konkreten Angebots "unseres Bauunternehmens" beantragt und abgeschlossen. Dieses entsprach in diesem Fall aber auf den Euro exakt der späteren Leistungsbeschreibung.
In "lang" unser Weg zum Haus:
- Grobe Finanzplanung (Eigenkapital, Grobe Hauskosten, Nebenkosten vs. Einkommen, sonstige Ausgaben, Finanzierungsmöglichkeiten)
- Verifizierung der groben Finanzplanung mit einem unabhängigen Berater. Bestätigung, dass unsere Grobplanung grundsätzlich finanzierbar ist unter den persönlichen Randbedingungen.
- Suche und Besichtigung unzähliger Grundstücke, Grundstück gefunden & reserviert (hier waren auch ein paar mit Bauträger-Bindung dabei, die sind recht schnell aussortiert worden.)
- Erste Gespräche mit mehreren Bauunternehmen, Sichtung diverser Kataloge & Leistungsbeschreibungen, Besuche in diversen Musterhäusern/Parks
- Festlegung des "Wunsch-Hauses" (was ist Pflicht-Ausstattung, Wie soll die Raumaufteilung sein?), Diskussion diverser Standard-Grundrisse aus Katalogen => keiner hat richtig gepasst
- 3 konkrete Angebote von 3 Unternehmen (jeweils ein an unsere Wünsche angepasstes Standard-Haus des Anbieters, Größe, Aufteilung etc. sehr ähnlich) / Gespräche zur Konkretisierung der Angebote
- Festlegung auf das Bauunternehmen
- Einholung konkreter Finanzierungsangebote
- Einreichung der Finanzierungsunterlagen
- Unterschreiben der Finanzierungsunterlagen
- Notar-Termin / Kauf Grundstück
- Endverhandlung Werkvertrag / Bauleistungsbeschreibung
- Unterschrift Werkvertrag Haus
Vielleicht noch interessant: Insgesamt hat es von der ersten Finanzplanung bis zur Unterschrift Werkvertrag ca. 6 Monate gedauert. Und das, wo wir eigentlich ziemlich genau wußten, was wir wollen/brauchen und wo es hin soll (Region). 3 Kinderzimmer und Büro sind leider nicht Standard in deutschen Einfamilienhäusern, so viele Anregungen zum Grundriss gab es da leider nicht vorab.
Und ich würde das immer wieder in genau dieser Reihenfolge machen.
Viele Grüße
Michael
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