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ᐅ Wenn der Traum vom Haus Platzt


Erstellt am: 06.12.17 17:04

HilfeHilfe 06.01.18 13:08
ruppsn schrieb:
Jeder Jeck ist anders. Es soll Menschen geben, die stört das nicht die Bohne, nein, ganz im Gegenteil, die brauchen sogar die 40min zwischen Arbeit und Daheim zum persönlichen Cooldown und Abschluss des Arbeitstags. War bei mir auch mal so (da war es die A73), mittlerweile bräuchte ich das allerdings auch nicht mehr und ICH würde das auch als no-go sehen.

ja das sind dann die ganzen zick / zack links überholter die ihren Stress zu lasten anderer Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn lassen.

dann lieber joggen und Hirn durchpusten

ruppsn 06.01.18 13:26
HilfeHilfe schrieb:
ja das sind dann die ganzen zick / zack links überholter die ihren Stress zu lasten anderer Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn lassen.
Nee, das sind häufig Schwarz-Weiß-Denker, die ihr Schubladendenken pflegen und gerne pauschalieren. [emoji6]
HilfeHilfe schrieb:
dann lieber joggen und Hirn durchpusten
Ja, mach mal, danach sieht man Dinge häufig auch klarer und weitaus weniger verbissen [emoji4]

Jogger84 06.01.18 14:57
HilfeHilfe schrieb:
super die tolle A5 hoch und runter

entspannt sieht anders aus. Da ist man nach Jahren durch.

Nee, in dem Fall die B84 nach Eisenach (sie wohnen in der Nähe von Point Alpha). Landschaftlich super schön, richtig viel Platz und sie rollen dir auf dem Bauamt den roten Teppich aus. Da reicht eben auch das Gehalt eines Fernsehtechnikers und einer Speditionskauffrau, um ein Eigenheim zu finanzieren. Und wer weiss, ob nicht schon in 1-2 Jahren ein Jobangebot vor der Haustür winkt... je mehr ich mir die Immobilienpreise in den Ballungsräumen anschaue, desto mehr verstehe ich diese Entscheidung.

11ant 06.01.18 20:35
Jogger84 schrieb:
je mehr ich mir die Immobilienpreise in den Ballungsräumen anschaue, desto mehr verstehe ich diese Entscheidung.
Wiegt "Wohneigentum an sich" allein wirklich schon auf, dafür jeden Morgen zum Arbeitspendeln den Auszug aus Ägypten nachzuspielen ? - westseits der ehemaligen Zonengrenze liegen die m.E. trostlosesten Autobahnkilometer, die unsere Schulweisheit sich träumen läßt. Tot über´m Zaun zu hängen mit dem einzigen Trost, daß es der eigene Zaun wäre, da nähme ich keine Finanzierung für auf. In heutigen Zeiten, wo selbst "Stadt" an sich nicht mehr Krankenhaus, Hallenbad und Bücherei garantiert, würde ich "Fuchs und Has" nicht übertreiben wollen.

Jogger84 07.01.18 08:26
11ant schrieb:
Wiegt "Wohneigentum an sich" allein wirklich schon auf, dafür jeden Morgen zum Arbeitspendeln den Auszug aus Ägypten nachzuspielen ? - westseits der ehemaligen Zonengrenze liegen die m.E. trostlosesten Autobahnkilometer, die unsere Schulweisheit sich träumen läßt. Tot über´m Zaun zu hängen mit dem einzigen Trost, daß es der eigene Zaun wäre, da nähme ich keine Finanzierung für auf. In heutigen Zeiten, wo selbst "Stadt" an sich nicht mehr Krankenhaus, Hallenbad und Bücherei garantiert, würde ich "Fuchs und Has" nicht übertreiben wollen.

Das kann wohl wirklich nur jeder für sich selbst entscheiden. Da spielen einfach zu viele individuelle Faktoren eine Rolle. Sehe ich meine Kinder lieber in einem Eigenheim mit Garten aufwachsen oder in einer städtischen 3-Zimmer-Mietwohnung, wo ich abends im Wohnzimmer die elterliche Schlafcouch aus- und morgens wieder einklappen darf und meine Wäsche neben der von 5 anderen Nachbarn trockne? Brauche ich wirklich täglich Hallenbad und Bücherei oder genügt es, wenn ich da ab und zu mal hinfahre?
Wir haben ebenso auch Freunde in Düsseldorf, die seit gefühlten 10 Jahren Haus oder Bauplatz suchen und nichts bezahlbares finden, aber auch nicht bereit sind, auch nur 5 km aus Düsseldorf rauszuziehen. Da darf ich mir jedes Mal aufs Neue anhören, wie absurd überteuert der Immobilienmarkt dort ist... auch nicht so dolle.

Ich wollte damit nur aufzeigen, dass es Alternativen zur lebenslangen Selbstbemitleidung gibt und bei weitem nicht jeder Bauherr 4.000 netto verdient, zumindest nicht in den ländlichen Regionen.

Nordlys 07.01.18 09:23
Ich stelle fest:1) Die Ballungsräume selbst haben ein Mietpreisproblem. Knappes Angebot, grosse Nachfrage, viele DINKS etc. Die werden also Flächen für Mietwohnungen /ETWs bevorzugt erschliessen. Keine Entspannung für den Eigenheimmarkt.
2) Diese Wohnform hat einen ziemlichen Flächenverbrauch und wird daher per se eher in der Fläche, nicht in der City realisierbar sein. Da ändert sich nichts.
3) Konklusio: wer Eigenheim will, muss raus. muss pendeln. Oder er ist reich genug, eine Bestandsimmobilie aus einer alten, rechtstadtnahen Siedlungsbebauung zu erwerben. (In Hamburg z.B. Volksdorf/Sasel)
4) Manchmal hilft dann. Katalog beiseite, Rechner an: ETW stadtnah, Tramm/S-Bahn/Bus etc. vor Tür, 600tsd. Immobilie 40 km raus, 510 tsd. Garten vs. 80 km Autofahrt am Tag (incl. Abnutzung und Sprit). Zwei Autos vs. Netzkarte ÖPNV und Kleinwagen, entscheide Dich.
5) Vielleicht geht es auch beruflich klar, zwar unter Eigenkapital Verlusten aber mit Lebensqualitätsgewinn den Ballungsraum ganz zu verlassen und viel günstiger ländlich zu bauen.
Karsten
eigenheimzaunbüchereigarten