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ᐅ Welche Heizmethode würdet ihr nehmen und warum?


Erstellt am: 22.11.09 20:00

€uro28.09.11 12:41
misterknister schrieb:
...Plane auch gerade: Luft-Wärme-Pumpe im Verbund mit einer Raum-Lüftungsanlage. Später noch Photovoltaik.
Wenn hierzu alle Rahmenparameter geeignet sind, könnte das durchaus sinnvoll sein. Wenn nicht, ist u.U. ein Groschengrab vorprogrammiert. Beispiele hierfür gibt es genügend 😉

v.g.
misterknister28.09.11 14:49
€uro schrieb:
Wenn hierzu alle Rahmenparameter geeignet sind, könnte das durchaus sinnvoll sein. Wenn nicht, ist u.U. ein Groschengrab vorprogrammiert. Beispiele hierfür gibt es genügend 😉

v.g.


Hi,
Kannst DU mir das genau erläutern. Welche Rahmenparameter wären dies, wo wäre das Groschengrab?
€uro28.09.11 16:02
Hallo,
misterknister schrieb:
...Kannst DU mir das genau erläutern. Welche Rahmenparameter wären dies, wo wäre das Groschengrab?
Ein Groschengrab wäre eine realisierte Jahresarbeitszahl < 3. nicht wenige Bauherren müssen trotz hoher Investitionen leider damit leben (2,3...2,7).

Hierzu ein Bsp.: Jahresbedarf 10000 kWh thermisch. Bei einer Jahresarbeitszahl von 2,3 ergeben sich hieraus bei 0,16 €/kWh 696 €/a. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 dagegen 457 €/a. Jetzt mal unter Berücksichtigung der Preissteigerungen (Inflation) über 25 Jahre hochrechnen.
Eine Gasbrennwert-Therme würde bei 0,07 €/kWH ca. 824 €/a Verbrauchskosten erzeugen, wäre vom Investment her aber deutlich preiswerter.
Jegliche wirtschaftliche Überlegung setzt eine Verbrauchsprognose auf Grundlage der tatsächlichen Bedingungen voraus. Energieeinsparverordnung/KFW Nachweise sind hierfür grundsätzlich nicht geeignet und vom Gesetzgeber auch nicht dafür vorgesehen.
Die Rahmenparameter sind vielfältig und beginnen beim Klimastandort (Heizlastauslegungstemperatur), dem energetischen Gebäudestatus (Dämmwerte) und enden bei der Dimensionierung der Heizflächen (Hydraulik) sowie den Heizleistungs- u. COP Kennlinien des angedachten Herstellers/Gerätes. Passt alles ungenügend zueinander (mangelnde Planung), dürfte es mit einer guten Jahresarbeitszahl eher schlecht aussehen und die Verbrauchskosten werden ungemütlich hoch. Da hilft dann auch nicht der "schöngerechnete" Energieeinsparverordnung/KfW Nachweis.

v.g.
Brombadegs29.09.11 10:01
hi,

ich plane ja derzeit auch ein neues Haus.
Derzeit haben wir Flüssiggastank und Leitungen auf dem Grundstück. Daher dachte ich, dies auch wieder/ weiter zu nutzen. Daneben wollte ich Solar und wasserführenden Kamin nutzen. Ich habe leider keinen Schimmer, ob das Sinn macht.
Ach so- ich wollte auch überall Fußbodenheizung- macht das Sinn?

Gibt es wasserführende Kamine, die notfalls auch mit Kohle beheizt werden könnten?
Kosten für Heizung, Puffer, Solar sollen ca 10k sein für 130 qm Haus. Kamine hab ich für 1200 Euro aufwärts gesehen (10Kw).
Bei Firmen fragen, will ich noch nicht. Die bauen auch alles ein, was der Kunde wünscht.
Kann bitte jemand helfen?

Grüße Bromi
€uro30.09.11 12:13
Hallo,
Brombadegs schrieb:
.. Daher dachte ich, dies auch wieder/ weiter zu nutzen.
Da wird dann ja wohl kein Erdgas zur Verfügung stehen.
Brombadegs schrieb:
.. Daneben wollte ich Solar und wasserführenden Kamin nutzen. Ich habe leider keinen Schimmer, ob das Sinn macht.
Das kommt immer auf die Randbedingungen an. In den meisten Fällen rechnet sich Solarthermieanlage (0815 Standardanlage) im Einfamilienhaus nicht.
Je mehr Wärmeerzeuger kombiniert werden, je geringer wird der Gesamtnutzungsgrad und damit auch die Wirtschaftlichkeit insgesamt, da jedes System individuelle Anforderungen stellt, um höchste Effizienz zu erreichen. Die passen in den seltensten Fällen gut zueinander. Besser sich auf eine Lösung zu konzentrieren, und diese möglichst effizient gestalten (Planung). Allerdings "Zusammenwürfeln" was warm macht, ist technisch kein Problem.
Brombadegs schrieb:
.. Ach so- ich wollte auch überall Fußbodenheizung- macht das Sinn?
Manchmal ja, mitunter auch nicht. Auch das hängt von den Randbedingungen ab.
Brombadegs schrieb:
.. Kosten für Heizung, Puffer, Solar sollen ca 10k sein für 130 qm Haus.
Das wird wohl nicht reichen, es sei denn Murks und später dafür relativ hohe Verbrauchskosten.

v.g.
Shorty10.11.11 00:44
Hallo

Also wir sind im Januar in unser neues Haus gezogen ( 130 qm ) mit Fußbodenheizung

Wir haben lange überlegt was wir nehmen sollen

Ölheizung: Öl kann man auf Vorrat kaufen wenn( es billig ist ), brauche aber eine extra Lagerraum, somit fehl ein kompletter Raum.

Gasheizung: Erdgas musst du zu jedem Preis nehmen ( z.B. heute 1€ pro m3, morgen 2€ m3 )
Flüssiggas brauchst du auch wieder Platz zum Lagern.

Schließlich haben wir eine Luft Luft Wärmepumpe genommen. Da gibt es extra Strom Tarife ( zumindest bei unserem Regionalen Versorger ) Haben jetzt im Oktober unsere erste Stromabrechnung bekommen, und wir bekommen sogar noch Geld zurück.
Zudem brauche ich mir keine Kollektoren auf Dach zu machen, da wir mit der Wärmepumpe die 20 % Erneuerbare Energie erfüllen.

Zusätzlich haben wir noch eine Kaminofen mit 7 KW im Wohn Essbereich stehen, das langt um EG und einen Teil des OG zu heizen

Klar kann ich noch zusätzlich Kollektoren für Wasser und Heizung aufs Dach machen, das rechnet sich aber erst nach Jahren, wenn überhaupt ( Höhere Anschaffungskosten, Wartung und Reparaturen ) so die aussage meines Heizungsbauer. Der hätte uns alles eingebaut was wir gewollt hätten, somit hätte er ja auch mehr verdient. Aber er hat uns alles gegengerechnet, und uns abgeraten.

Das gleiche ist mit den Wassergeführten Kaminöfen, ist zwar eine tolle Sache. Aber das Holz muss man ja auch Kaufen.

Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Lg Shorty
jahresarbeitszahlfußbodenheizungrahmenparameterverbrauchskostenenergieeinsparverordnungkfwsolarkamineerdgasrandbedingungen