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ᐅ Warum gehen die Baupreise nicht runter?


Erstellt am: 15.05.23 08:17

nordanney12.11.24 17:33
Buchsbaum066 schrieb:

Ich zitiere!

Dass die Schweizer Wirtschaft erfolgreicher ist als die deutsche, liegt auch am Franken: Eine starke unabhängige Währung verhilft zu mehr Wohlstand. Diesen Trumpf haben die Deutschen leichtfertig verspielt.
Kleine Ergänzung noch. "Die" Wirtschaft muss man differenziert betrachten. Produktion, Verarbeitung, Dienstleistung etc.
Dazu noch, ob ein Land exportorientiert ist oder nicht.
Für unseren riesigen Binnenmarkt EU ist der Wert des € nicht so interessant, da alle in € abrechnen.
Die Stärke der Währung ist für Exportnationen als auch Importnationen relevant, aber unterschiedlich.

Für Dich mal ganz einfach.
Eine starke Währung führt zu günstigen Importen - auch wenn die Schweiz ein wahnsinnig hohes Preisniveau hat - und führt gerne mal dazu, dass Verbraucher lieber billige Importware statt einheimische Produkte kaufen. Ach ja, die zu exportierenden Waren sind übrigens dann sehr teuer und die Wirtschaft hat Probleme auf dem Weltmarkt.
Umgekehrt möchten viele Länder gerne auch mal eine schwächere Währung haben. Denn dann sind die Exporte günstig, was für die Wirtschaft sogar gut sein kann, wenn man exportorientiert ist. Also alles quasi umgekehrt zur starken Währung - auch teure Importe.

Und zuletzt hat die Schweiz eine starke Währung nicht wegen ihrer Wirtschaft. Das liegt am Status des sicheren Hafen. Sogar die Schweizer Nationalbank kämpft regelmäßig darum, dass der Franken abwertet, damit die Nachteile für die Wirtschaft nicht zu stark werden
Buchsbaum06612.11.24 18:37
Das aufgeführte Zitat stammt doch nicht von mir sondern aus der Neuen Züricher Zeitung. Und natürlich hat sie recht.
auch wenn die hier anwesenden promovierten Ökonomen und Volkswirtschaftler nun versuchen mir und den anderen hier etwas anderes zu erklären.

Auch die Schweiz ist eine Exportnation. Und wir waren auch trotz einer starken DM eine starke Exportnation. Der Wohlstand war deutlich höher als heute.

Und wer heute hier in gründlich deutscher Überheblichkeit denkt, die Rumänen würden in Blechhütten leben, dem kann man auch nicht mehr helfen.

Im ganzen ehemaligen Ostblock lachen sie doch über die armen Deutschen. Fahrt doch mal hin und schaut euch die schönen Häuser dort an.
Die schlafen auch nicht.


Weiße Seilbrücke mit Türmen zieht sich über blaues Meer, Berge im Hintergrund.


Diese schöne Brücke in Kroatien wurde mit EU Geldern von den Chinesen gebaut. In 1,5 Jahren für 500 Millionen Euro.
Wie lange bauen die hier schon an den deutschen Brücken und zu welchem Preis. Was ist mit der Brücke in Lüdenscheid? Elbebrücken in Dresden und Bad Schandau?

Was hat Merz heute gesagt. Keine Entlastungen werden mehr beschlossen. Keine Rentenreform, keine Steuerreform, keine Kindergelderhöhung.

Die Belastungen wurden alle noch durchgewunken. Deutschland ist fertig.
Frechdachs12.11.24 19:40
Es ist wild, wie hier Rückfragen ignoriert werden, dagegen neue Nebelkerzen gezündet - und die auch noch faktisch falsch. Aber dann wollen wir mal...

Der zitierte "NZZ-Artikel" ist ein Meinungsbeitrag. Meinung! Ganz klar so gekennzeichnet. Ob der in der NZZ steht oder dem Wuppertaler Sonntagsanzeiger, Meinung bleibt Meinung.
Buchsbaum066 schrieb:

Diese schöne Brücke in Kroatien wurde mit EU Geldern von den Chinesen gebaut. In 1,5 Jahren für 500 Millionen Euro.
Hier wird von der Peljesac-Brücke gesprochen. 3 Jahre Bauzeit, nicht 1,5. 550 Millionen Euro Baukosten, nicht 500 Mio. Nicht alles von der EU gezahlt, "nur" 374 Mio. Und jetzt, nach zwei Jahren im Betrieb, ein Sanierungsfall. Vielleicht eine subjektiv schöne Brücke, aber kein Qualitätsbauwerk.

Aber warum reden wir hier eigentlich über kroatische Brücken aus 2022?

So, damit überlasse ich das Feld wieder den anderen.
MachsSelbst12.11.24 19:46
Dann Bau dir doch so'n polnisches Qualitätshaus mit polnischen Bauarbeitern vor Ort, wenn das so toll ist?
Wo ist das Problem?
nordanney12.11.24 19:46
Frechdachs schrieb:

Aber warum reden wir hier eigentlich über kroatische Brücken aus 2022?
Danke. Leider kann nur 1x Daumen hoch geben
Konsument412.11.24 20:22
Maulwurfbau schrieb:

Wie gesagt, die Diskussion ist im Grunde irrelevant.

Ich denke nicht, dass sie irrelevant ist. Ich schreibe hier immer, wenn ich eine Quelle finde, die glaubhaft anführt, dass die Baupreise nach der deutlichen Zinserhöhung und dem Nachfragerückgang zurückgegangen sind. Denn es macht ökonomisch absolut Sinn. Leider darf man hier ja nicht direkt verlinken, sonst wäre es einfacher.

Es ist richtig, dass "das Geld" durch die Inflation ständig weniger wert wird und man somit in Summe und absolut immer mehr Geld für Konsum ausgeben muss, aber die Preise für einzelne Güter und Dienstleistungen können sehr wohl zurückgehen. Wie z.B. die Preise für Strom, Benzin, Holz, Solaranlagen, Autos, Elektronik ... und eben auch die Preise für ein neues Einfamilienhaus.

Die Meinung, dass Neu- und Immobilienpreise nie fallen können, hält sich mMn etwas zu hartnäckig bzw. es gibt mMn genug Leute, die ein Interesse daran haben, dass Käufer das einfach so glauben. Niemand behauptet, dass die Preise ein neues Einfamilienhaus pro qm auf 900 Euro zurückgehen, aber von z.B. 3000 auf 2700 Euro - bei gleicher Qualität - ist mMn keine Spinnerei.
einfamilienhaus