Unsere finanzielle Situation - Eure Meinung?

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Zuletzt aktualisiert 20.05.2024
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Y

Ypsi aus NI

Ich bin mir im Grunde auch sicher, dass ich für mich die Finanzierung so möchte und diese auch packe. Wir führen seit Jahren detailliert Haushaltsbuch und daher weiß ich, dass diese Zahlen belastbar sind und auch 'Sondereffekte' beinhalten: neues Objektiv, neues Fahrrad, neue Puschen fürs Auto. Also all das, was ja nur einmal in X Jahren vorkommt. Aber diese Art der Vorfälle kommen dann ja doch manchmal monatlich ;-)

Mit dieser validen Basis und der realistischen Kostenkalkulation, zeigt sich, dass wir das schaffen. Mir ist das klar und ich WILL das auch. Wir machen keine Schulden, wir shiften Kapital um. Das ist schwierig zu verinnerlichen, aber die einzig richtige Einstellung.

Mein Mann macht sich aber trotzdem so viel Sorgen und muss immer mal wieder von mir beruhigt werden. Wenn das Haus oder die Rate zum (unbegründeten) Stressfaktor wird, dann will ich das so nicht. Wir haben bald ein Kind, da will ich keinen zusätzlichen Stress.
Immer wenn ich ihm das so konkret sage, das wir es dann lassen müssten, wenn er sich nicht gut fühlt, rudert er zurück und meint, dass ich ja doch Recht habe. Ich habe aber keine Lust, Zeit, Kraft oder Motivation eine solche Diskussion im Wochentakt zu führen. Deswegen dieser Thread um mal anonym und direkt gesagt zu bekommen: Alter, nicht brasseln, einfach machen!

Vielleicht erkennt sich der eine oder andere ja darin wieder :-)
 
N

nordanney

Bleiben trotzdem noch die 1% für die Privatnutzung und Homeoffice müsste 100% der Arbeitszeit sein.
Das stimmt so nicht ganz. 100% Arbeitszeit ist nicht zwingend erforderlich. Ich lebe das Modell bereits seit 12 Jahren in Abstimmung mit dem Finanzamt ganz gut. Es kommt darauf an, wie "Homeoffice" und Arbeitsstätte definiert wird.

Davon abgesehen, mit 1% Privatnutzung wirst Du immer besser fahren als wenn Du das Auto kaufst (ich unterstelle ein Full-Service-Leasing inkl. Tankkosten). Aber das passt besser in einen eigenen Thread, falls gewünscht.
 
B

BBaumeister

Ich bin mir im Grunde auch sicher, dass ich für mich die Finanzierung so möchte und diese auch packe. Wir führen seit Jahren detailliert Haushaltsbuch und daher weiß ich, dass diese Zahlen belastbar sind und auch 'Sondereffekte' beinhalten: neues Objektiv, neues Fahrrad, neue Puschen fürs Auto. Also all das, was ja nur einmal in X Jahren vorkommt. Aber diese Art der Vorfälle kommen dann ja doch manchmal monatlich ;-)

Mit dieser validen Basis und der realistischen Kostenkalkulation, zeigt sich, dass wir das schaffen. Mir ist das klar und ich WILL das auch. Wir machen keine Schulden, wir shiften Kapital um. Das ist schwierig zu verinnerlichen, aber die einzig richtige Einstellung.

Mein Mann macht sich aber trotzdem so viel Sorgen und muss immer mal wieder von mir beruhigt werden. Wenn das Haus oder die Rate zum (unbegründeten) Stressfaktor wird, dann will ich das so nicht. Wir haben bald ein Kind, da will ich keinen zusätzlichen Stress.
Immer wenn ich ihm das so konkret sage, das wir es dann lassen müssten, wenn er sich nicht gut fühlt, rudert er zurück und meint, dass ich ja doch Recht habe. Ich habe aber keine Lust, Zeit, Kraft oder Motivation eine solche Diskussion im Wochentakt zu führen. Deswegen dieser Thread um mal anonym und direkt gesagt zu bekommen: Alter, nicht brasseln, einfach machen!

Vielleicht erkennt sich der eine oder andere ja darin wieder :)
Ganz ehrlich: Mir ging es anfangs aber auch so, wie deinem Mann. Meine Frau und ich sind finanziell quasi bei Null gestartet und haben von den Eltern "lediglich" die Küche bekommen. Unser Gehalt ist schnell recht gut gestiegen und wir verdienen in einem vergleichbaren Bereich, wie ihr es tut. Wir haben früher auch gut gelebt, sind viel gereist, essen gegangen etc. Wir haben aber auch viel gespart. Wir haben jetzt keine Probleme, die Rate von 2.400 € zu stemmen. Trotzdem habe ich mich oft gefragt, ob es nicht Wahnsinn ist, so hohe Schulden zu haben. Das liegt aber wohl eher daran, dass die Preise, zu denen unsere Eltern gebaut haben, noch komplett in anderen Dimensionen waren. Ich glaube, solange ihr den Überblick über eure Finanzen habt (und das habt ihr definitiv) braucht ihr euch keine Sorgen machen. Bei uns kam der Nachwuchs zwei Jahre nach dem Einzug ins Haus. Klar kommen da nochmal erhebliche Kosten bei verringerten Einnahmen, aber es war genug Puffer da, die Elternzeit nochmal um ein halbes Jahr zu verlängern und auch sonst fehlt es an nichts.
Die Kostenstruktur wird auch eine andere. Restaurant ist eher selten geworden (auch durch Corona), Statt Fernreise geht es nun (im dritten Jahr nach der Geburt) an die Nordsee etc.

Macht euch keine Sorgen. Ihr werdet mit Sicherheit noch hier und da die eine oder andere unerwartete Ausgabe oder Preiserhöhung haben, aber die könnt ihr mit Sicherheit besser verdauen, als 90% der normalen Bevölkerung.

Ich habe mir auch oft die Frage gestellt, ob dem hohen Preis, den wir bezahlt haben, auch tatsächlich ein innerer Wert gegenübersteht, aber wenn ich mir anschaue, wie stark der Bodenrichtwert alleine in den letzten drei Jahren in unserer Straße gestiegen ist, wie die Baupreise nochmal angezogen haben und wie wohl man sich einfach fühlt, wenn man nach Hause kommt, dann war es jeden Euro wert.

Falls dein Mann mal wieder mit sich hadert: Ihr gebt viel Geld für einen Wert aus, der bleibt. Das war sicherlich nicht immer so, vor allem nicht, wenn man "gut lebt". Wieviel teure Kleidungsstücke hängen nach ein paar Jahren nur noch im Kellerschrank, Wieviele Reisen sind heute schöne Erinnerungen, aber kein materieller wert mehr. Wieviele Restaurantbesuche drücken heute eher auf den Hüften :-)
 
berny

berny

Nehmt nur Kredit, soviel Ihr bekommt. Heutzutage gibt es so verrückte Wertsteigerungen… selbst irgendwo in der Pampa verkauft man ein relativ neues Haus zu höheren Preisen als man es gebaut hat. Da würde ich mir keinen Kopf machen…
 
Y

Ypsi aus NI

@BBaumeister
Danke für diese aufbauenden und ehrlichen Worte :-)
Was hat es für dich gebraucht um 'klick' zu machen? Oder kam das Gefühl, es richtig gemacht zu haben mit der Zeit durch die Entwicklung der Preise, etc.?
Mein Mann glaubt, das sobald wir gebaut haben, eh alles zusammen bricht und unser Haus an Wert verliert. Schon nervig dieses apokalyptische Gequatsche... Und ich möchte ihn nicht jedes Mal aus diesem negativen Gedankensumpf rausziehen. Noch klappt es, aber vll hänge ich irgendwann doch mit drin. Für mich ist das Haus ein weiterer Gewinn an Lebensqualität und das ist es mir wert. Ich finde es so schade (auch für ihn selbst), das er es nicht schafft das auch so zu sehen. Aber runterstrippen (Ausstattung, Größe, etc) will er halt auch nicht (und ich auch nicht :-))
 
M

Maschi33

Eigentlich ist ja schon alles gesagt, aber ich kann es mir trotzdem nicht verkneifen: Eure "Probleme" hätte ich gerne. :)
 
Zuletzt aktualisiert 20.05.2024
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