ᐅ Thermoziegel / Poroton und Isolierklinker - Ist das optimal?
Erstellt am: 08.05.18 23:05
Hausbauer131.05.18 17:22
11ant schrieb:
Blut- oder Leberwurst ist aber schon ein Unterschied ...Ja, allerdings passiert es schon mal, dass man versehentlich statt Porenbeton Poroton schreibt. Klingt ja ähnlich. Zumal ich ja auch später noch mal auf Thermoziegel (Poroton) eingegangen bin und diese als guten Kompromiss zwischen Porenbeton und Kalksandstein pries.
11ant31.05.18 18:16
Hausbauer1 schrieb:
Thermoziegel (Poroton) eingegangen bin und diese als guten Kompromiss zwischen Porenbeton und Kalksandstein pries.Bei "Thermoziegel" denke ich speziell nur an den gefüllten Porenziegel. Und einen "guten Kompromiss" zwischen Porenbeton und Kalksandstein gibt es insofern nicht, wie beide religiöse Läger gerne die "reine Lehre" verfechten.Ich sehe Porenziegel und Porenbeton kaum vergleichbar: Porenbeton wird als homogener Block aus Kunststeinschaum hergestellt, Porenziegel hingegen als Kammerprofil. Da ist viel Unterschied, und entsprechend wenig Ansatz für Oikumene
Der Kalksandstein folgt eher dem Baumuster des Voll"ziegels" ggf. mit Griffloch, und ist insofern eine ganze Reformationsstufe katholischer als die beiden Anderen. Womöglich wird ihm deshalb am besten zugetraut, den Schallteufel zu exerzieren
Hausbauer101.06.18 20:47
Aus meiner Sicht sind Unterschiede in der Herstellung eher irrelevant. Es geht doch wohl eher darum, welche Vorteile und Nachteile ein bestimmter Wandaufbau hinsichtlich relevanter Eigenschaften bringt:
- Dämmung (Kälteschutz)
- Hitzeschutz
- Schallschutz
- Massivität/ Sicherheit
- Kosten
- Haltbarkeit (Wind, Wetter...)
- Aussehen
- Gefahr von Baumängeln
Da der Porenbeton von Natur aus über eine gute Dämmung und einen schwachen Schallschutz verfügt und der Kalksandstein über einen guten Schallschutz und schwache Dämmung ist der Thermoziegel tendenziell ein Kompromiss aus beiden. Er ist in punkto Dämmung besser als der Kalksandstein und hinsichtlich Schallschutz und Massivität besser als der Porenbeton.
- Dämmung (Kälteschutz)
- Hitzeschutz
- Schallschutz
- Massivität/ Sicherheit
- Kosten
- Haltbarkeit (Wind, Wetter...)
- Aussehen
- Gefahr von Baumängeln
Da der Porenbeton von Natur aus über eine gute Dämmung und einen schwachen Schallschutz verfügt und der Kalksandstein über einen guten Schallschutz und schwache Dämmung ist der Thermoziegel tendenziell ein Kompromiss aus beiden. Er ist in punkto Dämmung besser als der Kalksandstein und hinsichtlich Schallschutz und Massivität besser als der Porenbeton.
11ant01.06.18 21:43
Hausbauer1 schrieb:
Aus meiner Sicht sind Unterschiede in der Herstellung eher irrelevant.Aber auch nur aus Deiner Sicht, denn es handelt sich um keine geringere Herstellung als die von Äpfeln und Birnen. Ein homogener Schaum einerseits und ein Kammerprofil andererseits führen zu einem hinkenden Vergleich.
Hausbauer1 schrieb:
Da der Porenbeton von Natur ausVon Natur aus garnichts, da er synthetisch ist.Hausbauer1 schrieb:
über eine gute Dämmung und einen schwachen Schallschutz verfügtBetreffend des Schallschutzes kann ich das mitnichten bestätigen, weder aus Wohn-, noch aus Betriebsgebäuden.Alex8501.06.18 22:33
Gute Dämmwerte haben leichte Baustoffe mit Lufteinschluss. Gute Schalldämmung haben Baustoffe mit hoher Dichte.
Mal zum Vergleich typische Außenwände:
Kalksandstein RDK 1.8, 175mm, hat U=2,88 bei 315 kg/m²
Ytong W PP 1,6-30, 365mm, hat U=0,211 bei 110 kg/m²
Poroton T8, 365mm, hat U=0,211 bei 219 kg/m²
Kalksandstein ist schlecht dämmend. Daher wird dieser in "Funktionswänden", oder wie man es nennen will, mit Dämmstoffen kombiniert. Befürworter sagen dann "das beste aus beiden Welten".
Ytong und Poroton werden monolithisch verarbeitet, zumindest die im Beispiel genannten Varianten. Poroton hat dort bei gleicher Dämmung eine deutlich höheres Gewicht, ist daher imho schon besser als Ytong.
Aber: Money Money Money! Unser Haus wäre mit Poroton nach einer Preisindikation gut 40T€ teurer gewesen, da war das schnell vom Tisch. Der einzige Vorteil, nämlich das vermeintlich geringere Veralgungsrisiko, ist ein rein kosmetisches Problem und lässt sich für 40T€ doch viele Jahrzehnte abschalten. Zudem war der KFW 55 Wandaufbau mit Kalksandstein+WDVS dünner = Flächengewinn und Kalksandstein als Innenwand wollte ich sowieso. Da war es naheliegend, in einem Baustoff zu bleiben.
Also bei all den Eigenschaften, die ein Wandaufbau so hat, ist mir Wärmedämmung bzw. nötige Wandstärke (=Flächengewinn), Schallschutz und Preis wirklich wichtig.
Die anderen Eigenschaften stehen hinten an oder sind mir komplett egal (z.B. das ominöse Raumklima, welches sämtliche Hersteller als besonders toll für sich reklamieren).
Mal zum Vergleich typische Außenwände:
Kalksandstein RDK 1.8, 175mm, hat U=2,88 bei 315 kg/m²
Ytong W PP 1,6-30, 365mm, hat U=0,211 bei 110 kg/m²
Poroton T8, 365mm, hat U=0,211 bei 219 kg/m²
Kalksandstein ist schlecht dämmend. Daher wird dieser in "Funktionswänden", oder wie man es nennen will, mit Dämmstoffen kombiniert. Befürworter sagen dann "das beste aus beiden Welten".
Ytong und Poroton werden monolithisch verarbeitet, zumindest die im Beispiel genannten Varianten. Poroton hat dort bei gleicher Dämmung eine deutlich höheres Gewicht, ist daher imho schon besser als Ytong.
Aber: Money Money Money! Unser Haus wäre mit Poroton nach einer Preisindikation gut 40T€ teurer gewesen, da war das schnell vom Tisch. Der einzige Vorteil, nämlich das vermeintlich geringere Veralgungsrisiko, ist ein rein kosmetisches Problem und lässt sich für 40T€ doch viele Jahrzehnte abschalten. Zudem war der KFW 55 Wandaufbau mit Kalksandstein+WDVS dünner = Flächengewinn und Kalksandstein als Innenwand wollte ich sowieso. Da war es naheliegend, in einem Baustoff zu bleiben.
Also bei all den Eigenschaften, die ein Wandaufbau so hat, ist mir Wärmedämmung bzw. nötige Wandstärke (=Flächengewinn), Schallschutz und Preis wirklich wichtig.
Die anderen Eigenschaften stehen hinten an oder sind mir komplett egal (z.B. das ominöse Raumklima, welches sämtliche Hersteller als besonders toll für sich reklamieren).
Knallkörper01.06.18 23:04
Der perfekte Wandaufbau wäre für mich: Kalksandstein - Mineralwolle - Verblendmauerwerk. Quasi ein nach Funktionen getrennter Querschnitt, wobei der Kalksandstein für eine noch annehmbare Gesamtstärke sorgt und bestens für Befestigungen geeignet ist. Hat unser GU nicht im Angebot, daher ist die tragende Wand aus 24er Poroton. Wir haben dolle Fensterbänke Schallschutz und Wärmeschutz sind top.
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