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ᐅ Schallschutz: Dicke d. Hohlraumdämmung Innenwand?

Erstellt am: 09.07.18 16:26
D
Don_Mikele87
Hallo Zusammen,

heute bin ich in Sachen Schallschutz unterwegs. Wir bauen aktuell die Wände für unser Einfamilienhaus in Zusammenarbeit mit einem lokalen Zimmerer. Speziell bei der Ausführung der Dämmung der Innenwände gibt es Abweichungen / Meinungsdifferenzen zwischen Architektin u. Handwerker:

Der Wandaufbau ist wie folgt (von links nach rechts):

12,5 mm Gipskarton
15 mm OSB
120 mm Holzständer inkl. Hohlraumdämmung
15 mm OSB
12,5 mm Gipskarton

Als Dämmung wird Mineralwolle genutzt.

Das Problem:
Der Zimmerer möchte den Hohlraum mit 120mm breiter Dämmung füllen, also die komplette Ständertiefe ausfüllen. Lt. Architektin ist zwecks Schalloptimierung aber eine Füllung mit nur 40-60 max. besser.

Nun stehe ich als Laie dazwischen und versuche Licht ins Dunkel zu bringen. Fragt man in einschlägigen Suchmaschinen nach, so bekommt man verschiedene Argumentationen:

1. Pro 40-60 mm: Dämmung verbindet beide Wände nicht, Luftraum absorbiert etc. ->Schalltechnisch besser
2. Pro 120 mm: Mehr Dämmung = mehr Masse; -> Mehr Masse absorbiert Schall besser.

Gibt es hier Expertenmeinungen die entweder das eine oder das andere bestätigen / widerlegen können? Eigene Erfahrungen? Es geht erstmal nur um die Dicke der Hohlraumdämmung, nicht um sonstige Schallschutzaspekte wie schwingungsfreie Aufhängung etc.

Vielen Dank vorab!
D
Don_Mikele87
12.07.18 20:26
Bzgl entkoppeln der Deckenbalken werde ich morgen mit dem Zimmerer sprechen. Der Deckenaufbau ist wie folgt 🙁von unten)
- 12,5 mm Rigips
- 15 mm OSB
- 50 mm Lattung (Installationsebene)
- Holzbalkendecke
- Gefächedammung zwischen den Ständern
- 22 mm OSB
- 20mm Wärmedämmung
- 35 mm Trittschall-Mineralfaserdämmung
- PE Folie
- 65 mm Estrich

Wenn die Balken von der aufliegenden wand entkoppelt werden müssen, müsste dann nicht auch die 22 mm OSB mit dem Dichtband entkoppelt werden? Oder nicht, da ja dadurch ein Hohlraum entstehen würde?

Die InnenWände werden sowieso doppelt beplankt - auf dem Ständer jeweils 15mm OSB + 12,5mm Rigips.

Bei den Außenwänden kommt auf die dem Ständer aufliegende OSB von 15mm nach innen hin noch eine Installtionsebene von 6 cm. Diese dann auch wieder doppelt beplankt - erst wieder OSB und dann Rigips. Ich weiß gerade nur nicht, ob die Installtionsbene gedämmt wird. Zu vie Dämmung ist ja manchmal auch nicht gut wegen Feuchtigkeit. Muss ich ebenfalls mit denn Zimmerer besprechen.
C
Caidori
12.07.18 22:12
Huhu, also bei uns ist die Installationsebene an den Außenwänden auch isoliert, auch sonst haben wir ähnliche Aufbauten der Wände/Decken.
Wir wohnen jetzt seit Anfang März im Haus und Schall technisch können wir nicht meckern, gibt ja Unterschiede wie man Lärm empfindet, aber wir haben echt wilde Jungs und wir genießen einfach nur die "Ruhe" hier im Haus.
D
Don_Mikele87
13.07.18 09:11
Hast du evtl. ein paar Details? Wie und wo wurde entkoppelt? Speziell im Deckenbereich?..
M
MayrCh
18.07.18 15:56
Don_Mikele87 schrieb:
- 15 mm OSB
- 50 mm Lattung (Installationsebene)
- Holzbalkendecke
Wie ist die Verbindung OSB/Lattung bzw. Lattung/Querbalken ausgeführt? Ist da irgendwo ne Federschiene oder Abhängung dazwischen? Würde mir persönlich so besser gefallen.
C
Caidori
19.07.18 23:03
Hi, sry das es so lange gedauert hat.
Also in der Einliegerwohnung sind die Gipsplatten auf Federschienen - anstatt latten - (frag mich aber nicht wie das genau hieß) geschraubt, dort hört man von den Jungs nix, ausser sie machen Sackhüpfen oä
Da wir noch einige von den Gummiunterlagen über hatten, wurden die im WZ und Küche unter die Latten gelegt. Die Platten an den Wänden wurden auch immer hoch gezogen und auch bis oben gedämmt.
Die Gipsplatten wurden normal fest geschraubt, da wurde auch an den Stößen nichts extra beachtet.
osbgipsplattenrigipslattungzimmererinstallationsebenegeschraubt