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wernerb

Sachverständiger: Für welche Bauphasen dringend notwendig?

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Hallo 11ant,

Nein, das ist der Zahlungsplan inkl. Grundstück, echter Bauträger... Daher leider auch kein Hausrecht :-/

Viele Grüße,
BigFoot
Dann zahlt ihr Eure Abschläge, das Eigentum bleibt aber bis zur Übergabe beim BT?
Wo ist denn da die Sicherheit für das bezahlte Geld?
Wenn der BT noch vollständiger Eigentümer ist, dann seid ihr um sein Goodwill abhängig. Rechte habt ihr da gar nicht.
Oder seh ich das falsch?

Ich sag mal so: den Handwerkern ist es wohl egal, wer da auf der Baustelle noch mit rumläuft.
 
@all gibt es noch andere Meinungen bzgl. SV ja oder nein und falls ja, wann?
Wir suchen auch gerade nach einem Bausachverständigen für unseren Bau. Ich würde nicht ohne bauen wollen. Ich bin nicht vom Fach und würde die Arbeiten am/im Haus lieber von einem Profi einschätzen/abnehmen lassen. Beim Haus geht um viel Geld und das zukünftige Dach über meinem Kopf, da sollte man meiner Meinung nach nicht an falscher Stelle sparen.

Bei einem der Angebote, die wir bekommen haben, war eine Auflistung dabei, welche Abnahmen einer der BSV empfiehlt. Die Abarbeitung dieser Auflistungen inkl. Baustellenbesuch und Schreiben des Protokolls entsprechen laut BSV geschätzt rund 20-25 Stunden Aufwand.
  1. Vor dem Betonieren der Bodenplatte, wenn Grundleitungen verlegt
  2. Vor dem Betonieren der Bodenplatte, wenn Bewehrung und ggf. Fugenbleche der Bodenplatte eingebaut
  3. Nach Fertigstellung des Kellergeschosses, bevor die Baugrube verfüllt wird
  4. Nach Fertigstellung des Rohbaus samt Dachkonstruktion
  5. Nach Einbau FBH/Dämmung bevor der Estrich verlegt wird
  6. Überprüfung der Installationsarbeiten (Wasser, Abwasser, Heizung und Elektro) im Haus
  7. Überprüfung Fenstereinbau, bevor Fassaden- und Innenputz aufgebracht wird
  8. Während und nach Fassadenarbeiten (Dämmung, Putz) sowie Dachdeckerarbeiten
  9. Nach Aufbringung von Innenputz und Estrich
  10. Endabnahme inkl. Malerarbeiten, Bauelementen etc.
Man muss sicherlich nicht alles 1:1 so machen, wie vorgeschlagen und kann sicherlich auch Termine miteinander kombinieren. Aber als Anhaltspunkt finde ich diese Liste als Laie eigentlich nicht verkehrt.
 
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@ypg: Ja, Eigentum am zB Grundstück bleibt zunächst beim BT, ist aber soweit ich das mitbekommen habe auch so üblich. Allerdings werden alle Zahlungen und Werte über Notar per Auflassungsvormerk und Bürgschaften gesichert. So zumindest die Erklärung von Prüfer des Vertrags, Bank (die geben einem ja auch kein Geld wenn die keine Sicherheit erhalten) und Notar.

@Strahleman Super, danke dir. Wenn sich das bereits bewährt hat, ist das eine gute Orientierung.
 
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@11ant so ganz verstehe ich deine Einschätzung noch nicht. Nachbarn haben den Vertrag prüfen lassen, [...] rechtlich war der sauber.
Legal mag der nicht zu beanstanden sein, aber logisch ist das nicht:
Dann zahlt ihr Eure Abschläge, das Eigentum bleibt aber bis zur Übergabe beim BT?
Wo ist denn da die Sicherheit für das bezahlte Geld?
So sehe ich das eben auch.

Ja, Eigentum am zB Grundstück bleibt zunächst beim BT,
Genau da kommt der Quatsch ins Spiel: von einem Bauträger kauft man ein nicht trennbares Bundle aus Grundstück und Haus, nämlich ein bebautes Grundstück. Mit einem Auto verglichen könnte man das Haus eine Gebrauchtimmobilie mit 0 Kilometern nennen. Daß es heute üblich ist, mit dem Hausbau "built to Order" erst nach dem Verkauf zu beginnen (und damit das Grundstück beim Notartermin noch jungfräulich ist), ändert rechtlich nichts am Wesen des Bauträgergeschäftes, zu dem es üblich eben nicht gehört, Zahlungen analog zum Baufortschritt zu leisten.

An Eurem Vertragskonstrukt mag aus Verbrauchersicht praktisch alles in Ordnung sein, aber es bleibt hier ein Zwitter aus zwei verschiedenartigen Verhältnissen, nämlich mit einem BT und GU in Personalunion. Und genau deswegen sieht der Fiskus darin m.E. völlig zu Recht einen Bauträgervertrag auch in den Fällen, wo der BT-GU sich auf zwei Stroh-Schwesterfirmen aufspaltet.

Soweit ich das als Nichtjurist beurteilen kann, ist das wohl tadellos straffrei - aber als Kaufmann finde ich es nahezu unübertrefflich grau, und mit einem Vollkaufmann an der Stelle der "Verbraucherpartei" würde ein solches Konstrukt wohl nicht zustandekommen.

Allerdings werden alle Zahlungen und Werte über Notar per Auflassungsvormerk und Bürgschaften gesichert.
Ja, so geht das dann trotzdem - aber wohl auch ziemlich notargebührintensiv. Spätestens an dem Punkt stiege ich aus - aber da muß sich an mir ja niemand ein Beispiel nehmen.
 
Also wir haben eine Wohnung vom Bauträger gekauft, in einer Wohnanlage die sich momentan noch im Bau befindet. Genau wie von @BigFoot beschrieben leisten wir Abschlagszahlungen entsprechend des Baufortschritts und stehen per Auflassungsvormerkung im Grundbuch.

Obwohl wir kein Hausrecht auf der Baustelle haben, konnten wir uns mit dem Bauträger, genauer gesagt mit dem Bauleiter des Bauträgers, darauf verständigen, dass unser Sachverständiger bestimme Gewerke abnehmen kann. Das ist ja auch absolut im Sinne des Bauträgers, da er sowieso in der Gewährleistung ist und wir quasi mit unserem SV, den wir selbst bezahlen, sicherstellen, dass seine Subs korrekt arbeiten.

@BigFoot Ich würde versuchen in einem freundlichen Telefonat mit dem Bauleiter Deines Bauträgers auszuloten ob Ihr mit Eurem SV auf die Baustelle dürft. Falls er negativ reagiert kannst du immernoch argumentieren, dass Ihr den angeblichen Baufortschritt der in den Teilrechnungen angegeben ist, ja auch irgendwie überprüfen können müsst.
 
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