ᐅ Hilfe, wir verzweifeln am Fenstertausch
Erstellt am: 18.03.26 19:57
P
PurpleBee18.03.26 19:57Hallo zusammen,
wir möchten die Fenster bei uns tauschen. Haus und Fenster von 1986. Ausatzrolläden, die wohl werksseitig schon mit einiges an Styropor ausgefüllt sind. Mauerwerk (30cm Dämmstein) hat laut Energieberater einen U-Wert von 0,6. Fassadendämmung ist für nächstes Jahr geplant, hier würde wohl laut EEE 120mm WLG035 reichen, um auf 0,2 zu kommen. Im iSFP steht dann auch die Empfehlung, mit Fassadendämmung neue Fenster außenbündig zu setzen. Gründe dafür leuchten mir auch ein.
Jetzt ergibt sich daraus aber ein riesiger Rattenschwanz. Aktuell stehen die Fenster etwa 5cm von der Außenkante weg (zzgl. 2cm Außenputz sind es 7cm). Für diese 5cm müsste ich:
Zudem ergeben sich bei diesem Vorgehen sehr viele neue Anschlüsse, wo ich natürlich nicht weiß, ob diese alle nach Plan ausgeführt werden. Diese Lösung (Plan A) würde uns etwa 17 TEUR kosten zzgl. der weiteren Putz- und Eigenleistungen. Dickere Dämmstärken nicht inkludiert.
Jetzt fragen wir uns, ob diese 5cm es wirklich Wert sind. Plan B wäre gewesen, die neuen Fenster einfach in die alte Position einzusetzen. Rollläden (bereits etwas gedämmt) bleiben drin, können meinetwegen noch etwas optimiert (Dämmung, Luftdichtheit) und in Eigenleistung schrittweise elektrifiziert werden (Strom lassen wir legen). Die Laibung würden wir dann halt nur mit wenigen cm dämmen. Ggfs. könnte man eine seitliche Rahmenaufdopplung nehmen, was die Dämmstärke etwas erhöhen, aber wiederum die Fensterbreite verkleinern würde. Kostenpunkt Plan B: 12 TEUR, kaum Eigenarbeiten notwendig, kaum zusätzliche Kosten.
Wir reden hier also von mindestens 5, ich gehe aber von etwa 7-8 TEUR Mehrkosten aus. Das alles für Fenster die dann 5cm weiter vorne stehen. Ist es das wirklich wert?
wir möchten die Fenster bei uns tauschen. Haus und Fenster von 1986. Ausatzrolläden, die wohl werksseitig schon mit einiges an Styropor ausgefüllt sind. Mauerwerk (30cm Dämmstein) hat laut Energieberater einen U-Wert von 0,6. Fassadendämmung ist für nächstes Jahr geplant, hier würde wohl laut EEE 120mm WLG035 reichen, um auf 0,2 zu kommen. Im iSFP steht dann auch die Empfehlung, mit Fassadendämmung neue Fenster außenbündig zu setzen. Gründe dafür leuchten mir auch ein.
Jetzt ergibt sich daraus aber ein riesiger Rattenschwanz. Aktuell stehen die Fenster etwa 5cm von der Außenkante weg (zzgl. 2cm Außenputz sind es 7cm). Für diese 5cm müsste ich:
- Alte Rollladenkasten entweder a) verschließen oder b) rausreißen, da natürlich die Führungsschienen nicht mehr passen. Bei b) würden wir um 20-30cm höhere Fensteröffnungen erhalten. Da aber die alten Rollladenkasten oben breiter sind als das Fenster, müsste ich für die höheren Fenster zusätzlich die entstehende Ausparung ausmauern.
- Neue Rollläden einplanen, dann voraussichtlich Vorbaurrollläden. Diese entweder a) auf einer Rahmenverdopplung (doch wieder kleinere Fenster) oder auf b) das Mauerwerk montieren . Bei b) haben wir aber wiederum baulich bedingte Hindernisse wie Wandvorsprünge, Abläufe Dachterrasse, Dachpfetten oder Balkon, die eine einheitliche Montagehöhe verhindern.
- Die Fassadendämmung anpassen: Je nach Fenstergröße müssten wir 165mm oder 180mm Vorbaukästen verbauen. Das passt aber nicht mit der 120mm Dämmung, mindestens bündig sollte es dann doch sein. Also doch dann 140mm Ddämmung, wobei die 180er dann trotzdem rausstehen würden. Eine Überdämmung der neuen Kästen wäre nur bei 180+ möglich, was dann deutlich über der Empfehlung des EEE wäre. Alternativ auf der Dämmung montieren, sieht halt auch nicht so toll aus.
- Fensterbänke innen erneuern.
Zudem ergeben sich bei diesem Vorgehen sehr viele neue Anschlüsse, wo ich natürlich nicht weiß, ob diese alle nach Plan ausgeführt werden. Diese Lösung (Plan A) würde uns etwa 17 TEUR kosten zzgl. der weiteren Putz- und Eigenleistungen. Dickere Dämmstärken nicht inkludiert.
Jetzt fragen wir uns, ob diese 5cm es wirklich Wert sind. Plan B wäre gewesen, die neuen Fenster einfach in die alte Position einzusetzen. Rollläden (bereits etwas gedämmt) bleiben drin, können meinetwegen noch etwas optimiert (Dämmung, Luftdichtheit) und in Eigenleistung schrittweise elektrifiziert werden (Strom lassen wir legen). Die Laibung würden wir dann halt nur mit wenigen cm dämmen. Ggfs. könnte man eine seitliche Rahmenaufdopplung nehmen, was die Dämmstärke etwas erhöhen, aber wiederum die Fensterbreite verkleinern würde. Kostenpunkt Plan B: 12 TEUR, kaum Eigenarbeiten notwendig, kaum zusätzliche Kosten.
Wir reden hier also von mindestens 5, ich gehe aber von etwa 7-8 TEUR Mehrkosten aus. Das alles für Fenster die dann 5cm weiter vorne stehen. Ist es das wirklich wert?
Ich denke hier an eine klassische Aufgabenstellung für einen (im "Bauen im Bestand" erfahrenen !) Architekten. Allerdings verwundert mich die Beschreibung insofern, wie (zumindest die "alten Bundesländer" betreffend) Aufsatzrollladen für einen Neubau in 1986 ungewöhnlich gewesen wären - die findet man eigentlich eher bei Modernisierungen. Es sollte ja noch Bauakten geben. Und Bilder wären sehr hilfreich.
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https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
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P
PurpleBee19.03.26 08:45"Ausatz... gibt´s bis heute nicht :-)
Auf den wirklich nicht Optimalen Detail Fotos (Je ein übersichts Foto von Innen und von Außen wäre perfekt..) meine ich einen Klassischen Sturzkasten zu erkennen der (auch) eine tragende Funktion haben könnte.
Der zeitgeist verlangt die Alten Sturzkästen zu Verschließen/Aus Dämmen oder rauszureißen.... um z.B. wie hier vorgeschlagen mit sehr viel Aufwand (Geld) einen Optimalen Fenstereinbau/Vorbaurolladen/Wärmedämmung der Wärmebrücken in dem Bereich zu erreichen.
Der finanzielle Aufwand ist (oft) im Vergleich zum z.B. gewöhnlichen Fachgerechten Einbau mit Leibungsdämmen (Fenster) und (vorhandenen) Sturzkasten Dämmen beim Einbau neuer Fenster/Rollläden sehr viel höher.
Die "extrem geringen" (zusätzlichen) Energie Einsparungen durch Wärmebrückentechnisch im Bereich Fenster/Rollladen (WDVS) perfekte Optimierung im Bestandsbau (Altbau) wird in den aller meisten Fällen nicht reichen um den finanziellen mehr Aufwand zu Amortisieren.
Auf den wirklich nicht Optimalen Detail Fotos (Je ein übersichts Foto von Innen und von Außen wäre perfekt..) meine ich einen Klassischen Sturzkasten zu erkennen der (auch) eine tragende Funktion haben könnte.
Der zeitgeist verlangt die Alten Sturzkästen zu Verschließen/Aus Dämmen oder rauszureißen.... um z.B. wie hier vorgeschlagen mit sehr viel Aufwand (Geld) einen Optimalen Fenstereinbau/Vorbaurolladen/Wärmedämmung der Wärmebrücken in dem Bereich zu erreichen.
Der finanzielle Aufwand ist (oft) im Vergleich zum z.B. gewöhnlichen Fachgerechten Einbau mit Leibungsdämmen (Fenster) und (vorhandenen) Sturzkasten Dämmen beim Einbau neuer Fenster/Rollläden sehr viel höher.
Die "extrem geringen" (zusätzlichen) Energie Einsparungen durch Wärmebrückentechnisch im Bereich Fenster/Rollladen (WDVS) perfekte Optimierung im Bestandsbau (Altbau) wird in den aller meisten Fällen nicht reichen um den finanziellen mehr Aufwand zu Amortisieren.
Hinweis: Sehr viele Sturzkästen ab sagen wir mal ab Mitte der 80er Jahre sind nicht schlecht gedämmt!... oft/meist sind nur die Revisionsdeckel und/oder die Kopfstücke im Sturzkasten (Da, wo die Lager der Rollladenwellen befestigt sind) nicht oder unzureichend gedämmt. Durch einfache kostengünstige Dämmmaßnahmen kommt man da (fast) auf den Neubau standard von heute!
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