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ᐅ Projekt Eigenheim als Single sinnvoll ?


Erstellt am: 28.10.16 23:34

Bava29.10.16 17:38
Hier mal aus der Sicht eines Singles, der gerade einen Bau plant und Anfang nächsten Jahres mit dem Bauen beginnen wird.

Ich bin 32 und möchte jetzt in Wohneigentum finanzieren. Ich habe ebenfalls ein Grundstück geerbt, das schon seit Generationen in Familienbesitz ist und das ich auf keinen Fall verkaufen möchte. Daher wäre eine Eigentumswohnung nicht zu finanzieren gewesen, da mir das Geld von dem Grundstück gefehlt hätte. Außerdem bin ich ebenfalls auf einem freistehenden Grundstück aufgewachsen und ein Leben ohne Garten könnte ich mir auf Dauer nicht vorstellen. Da blieb als Entscheidung nur der Neubau.
Bei der Planung des Hauses habe ich keinen Keller miteingeplant (brauche ich als Single nicht) und zwei Kinderzimmer, die ich momentan als Gästezimmer und Abstellkammer verwenden kann. Sollten doch noch Mann und Kinder kommen, gibt es eben kein Gästezimmer mehr und beim Übernachtungsbesuch muss man zusammenrücken und es kommt in den Garten ein größeres Gartenhäuschen zur Lagerung von allem möglichen. Evtl. kann man dann immer noch über einen Ausbau nachdenken.
Ich wage es, da ich selbst bei einem Hausbau mit Partner so finanziert hätte, dass ich das Grundstück nach einer Trennung behalten hätte können.
Hier in der Gegend wird übrigens häufig als Single gebaut. Wir sind hier heimatverbunden und da kommt ein Umzug eher selten in Frage, Grundstücke werden in der Familie weitergegeben und nicht verkauft und so baut man eben da darauf und zieht nicht in eine Wohnung.

Ich würde sagen, trau dich
Alex8529.10.16 18:36
Bava schrieb:
Daher wäre eine Eigentumswohnung nicht zu finanzieren gewesen, da mir das Geld von dem Grundstück gefehlt hätte.

Der Wert des Grundstücks wäre beleihbar und eine ETW damit finanzierbar.
ypg29.10.16 19:07
Wunderbare Ausgangslage - fast

Zum einen kann man natürlich als Single ein Haus bauen - ich seh da grundsätzlich nicht das Problem in dem Familienstand an sich.
Aber:
1. kann ein Haus mit Garten einem wortwörtlich die Zeit stehlen. Somit ist dann das Kennenlernen schwieriger als bei einem Single, der ungebunden an Haus und Heim seine Wochenenden und Feierabende unter Menschen und öffentlichen Veranstaltungen verbringen kann. In Deinem Garten wartet nun mal keiner auf Dich, der Dich kennenlernen möchte.
2. der Nestbau: welche Frau im Nestbaualter möchte in ein fertiges Nest ziehen?
3. Raumbedarf: ich würde das bauen, was ich brauche: was willst Du in einem zu grossen Haus?
Mit Schrecken!!! habe ich gerade gelesen, dass das überdimensionierte Haus im Parallelthread von "Dir" stammt - zumindest der Thread.
-> Was willst Du allein durch diese heiligen Hallen laufen???? Wer putzt Dir die Fenster? Mit Sicherheit wird Dir das Darlehen (als Single) nicht das Problem werden, aber der Fensterputzer ops: ...und die Nebenkosten sind ja auch nicht gerade ohne - allein zu bewältigen.
-> was ist, wenn Du eine Frau kennenlernst, die 3 Kinder hat?

Insofern würde ich einfach noch ein paar Jahre warten. Die Zinsen sind schon eine gefühlte Ewigkeit niedrig, und auch wenn sie etwas steigen sollten, wirst Du es kaum merken.

Zum Single-Status mit Freundin sei nichts von mir gesagt. Wenn ich Freundin wäre, hätte ich wohl wenig Lust, meine Habseligkeiten in dem Haus auszubreiten...
Knallkörper30.10.16 12:03
Aus meiner Sicht sind hier sowohl der Finanzierungsbedarf im Bezug zum Einkommen als auch das Grundstück im Bezug zur Anzahl der Bewohner ein No-Go. Entweder als Single das Grundstück teilen und kleiner bauen, gern Doppelhaushälfte. Oder Partnerin mit Kinderwunsch oder Kinderwagen und eigenem Einkommen vorher suchen.
Climbee30.10.16 13:02
Prinzipiell wären mir 700qm allein zu gross. Da hast du dann Garten und sonst keine Hobbys mehr.
Jedenfalls wenn man Vollzieht arbeitet. Und klischeehafte Bemerkungen über die Arbeitslage von Beamten verkneif ich mir einfach .
Ich bin eigentlich begeisterte Gärtnerin, aber mittlerweile auf dem Trip: Platz für ein schönes Hochbetrieb evtl extra Kräuterbeet und allerhöchsten noch ein kleines Gewächshaus. Ansonsten wenig qm, mit Kiesel auffüllen, ein paar pflegeleichte Stauden rein, der Rest Terrasse, Auffahrt, sicher kein Rasen, Blumenbeete oder sonst so was, was Arbeit macht. Hecke als Sichtschutz ok, aber das war's dann. Dafür reichen auch 350-400qm. Alles andere ist nur Arbeit.

Ich kann dich gut Verstehen, wenn du jetzt schon anfangen willst. Ich würde das Grundstück teilen. Geht sicher auch mit zwei einzelnen Häusern, Doppelhaushälfte würd ich auch nicht unbedingt wollen.
Was für eine Grundflächenzahl gilt denn?
Dann pfiffigen Architekten suchen und ein flexibles Konzept erstellen. Also mit Möglichkeiten zum Aus- oder Umbau, wenn die Lebenssituation sich ändert (damit kann man dann auch den angesprochenen Nesttrieb entgegenkommen), aber jetzt ein Konzept, das zu dir und deiner aktuellen Situation passt.

Du weißt nie, was die Zukunft bringt. Ob das mit der Familie was wird, weißt du heute nicht und dann lebst du in einem Haus, das für zwei Kinder geplant wurde. Wer braucht das?
Ich dachte auch, ich werd mal Familie haben und lebe heute als DINK. War nicht so geplant und gedacht, ist aber so.

Von daher: Bau jetzt für dich und wenn Familie kommen sollte, erweitere. Die Planung sollte das berücksichtigen. Und Kinder brauchen nicht zwingend einen Riesegarten um sich zu entfalten (sonst wären alle Stadtkinder gestört), daher würde ich das Grundstück teilen, so es geht, und verkaufen. Dann dürfte die Belastung für dich absolut im Rahmen bleiben.
ypg30.10.16 13:37

DINK?


Grüsse
grundstückgartenfinanzierengästezimmereinkommendoppelhaushälfte