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ᐅ Planung Einfamilienhaus mit Fahrradwerkstatt

Erstellt am: 26.08.24 11:00
H
HäuschenAmFeld
Hallo zusammen, von einer eifrigen Mitleserin.

Mein Partner und ich waren eigentlich auf der Suche nach einer Bestandsimmobilie, hatten auch schon einige angesehen, aber noch nichts überzeugendes gefunden. Größtenteils zu kleine oder viel zu große Häuser, bei denen extrem viel saniert und modernisiert werden müsste. Nun sind wir mehr oder weniger durch Zufall auf ein Angebot für Baugrundstücke in einer für uns passenden Lage gestoßen und haben das Thema Neubau doch (wieder) in Betracht gezogen. So viel erstmal vorneweg, ich fülle mal den Fragebogen aus:

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks: 919m2 (mit Einschränkungen, z.B. muss im hinteren Grundstücksteil eine Ausgleichfläche mit bestimmter Bepflanzung auf über 7m angelegt werden)
Hang - nein, oder höchstes minimal
Grundflächenzahl: 0,25
Geschossflächenzahl: (konnte ich nicht in den mir vorliegenden Dokumenten finden)
Baufenster, Baulinie und -grenze: vordere 20m straßenseitig
Randbebauung: nein
Anzahl Stellplatz: 2
Geschossigkeit: 2
Dachform: Sattel oder Walmdach
Stilrichtung: modern würde ich sagen
Ausrichtung: Offen, wobei sich Dach nach Süd-West ja anbieten würde?
Maximale Höhen/Begrenzungen
weitere Vorgaben

Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: Da sind wir offen, in direkter Umgebung sind typische "Dorfhäuser direkt an der Straße", Stadthäuser, Bungalows,... wir würden gern viel Garten Nutzbar halten
Keller, Geschosse: 2 Geschosse (Oben muss kein Vollgeschoss sein, allerdings zumindest erhöhter Kniestock), den Keller wollten wir ursprünglich gern, aber das scheint kostentechnisch schwierig zu werden.
Anzahl der Personen, Alter: 2 Personen, 30jahre
Raumbedarf im EG, OG:
Büro: Homeoffice, 2mal. Muss nicht groß sein, aber getrennte Räume sind nötig
Schlafgäste pro Jahr: niemand der mehr als ein paar Nächte bleiben muss
offene oder geschlossene Architektur:-
konservativ oder moderne Bauweise: -
offene Küche, Kochinsel: Gern mindestens mit Zugang zum Ess-Wohnraum, es soll möglich sein, zu zweit gleichzeitig in der Küche zu arbeiten
Anzahl Essplätze: 4 oder 6, nicht zum Essen, eher um Freunde/Familie einzuladen, Brettspiele o.Ä.. Im Alltag: 2
Kamin: sehr gern, aber realistisch eher ein nice-to have
Musik/Stereowand: -
Balkon, Dachterrasse: -
Garage, Carport: würden wir jetzt schon mit einplanen aber nicht zwingend direkt mit bauen.
Nutzgarten, Treibhaus: ja, später
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll: wichtig wäre eine beheizte Werkstatt für Fahrräder. Unsere Überlegung ging dahin, im EG ein "Gästezimmer" zu planen, das eine Außentür/Terrassentür bekommt, über die das Fahrrad direkt reingebracht werden kann (Auch wäre denkbar, von dort aus direkt mit dem Rennrad zu starten und durch diese Nebentür auch wieder reinzubringen. Für diesen Anwendungsfall wäre ein kurzer Weg zum Bad im EG (mit Dusche) auch schön. )
Die Idee wurde uns als Alternative zum Keller gezeigt um Kosten zu sparen. Hätte aber den Nachteil, dass wir deutlich größer bauen würden als wir im OG Platz benötigen. Typische Grundrissbeispiele haben ja oben 2 Kinderzimmer + Elternschlafzimmer und Bad. Unsere Büros müssen nicht so groß sein. Denkbar wären evtl 3 "Kinderzimmer" sodass ein weiterer kleiner "Hobbyraum" entsteht.

Hausentwurf
Von wem stammt die Planung:
-Hausunternehmen, ist ein Standardgrundrissbeispiel
Was gefällt besonders? Warum?
- Wir bekommen alles unter, Küche an Wohn/Esszimmer (ggfls könnte die Küche sich noch weiter "Ausbreiten" über Kochinsel?
Was gefällt nicht? Warum?
- OG passt nicht so recht, es fehlt noch die Tür zur "Werkstatt", Fenster und Fenstertüren haben wir erstmal noch nicht genauer betrachtet, wir sind noch bei der groben Aufteilung.
Preisschätzung laut Architekt/Planer: noch nichts detailliertes bekommen, aber mit unserem Budget wurde uns sowas vorgestellt. Wenn ich mit den hier oft veranschlagen 3000€/m2 rechne komme ich aber nicht mehr hin, das passt auch zu unserem Gefühl, dass das Haus zu groß für uns ist.
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung: Ca. 400k für alles außer Grundstück
favorisierte Heiztechnik: Luft-Wasser-WP mit Fußbodenheizung, wir würden gern Photovoltaik nutzen

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten: Keller. Kamin, Platz im OG, Werkstattraum, sofern wir eine andere (wintertaugliche) Lösung finden, Außenanlagen außer Regenwasserzisterne
-könnt Ihr nicht verzichten: 2 Büros, 2 Bäder bzw. mind. 1 Gästebad

Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? ZB
Standardentwurf vom Planer? ja

Bessere Ideen gern, wir hatten eigentlich vor einen ganz Standardmäßigen Grundriss über einen großen GU zu bauen, wie er im Katalog steht, in der Hoffnung das wenig Zusatzkosten entstehen und hoffentlich auch nicht viel schiefgehen kann.
Nur passte das dann mit einem Keller nicht mehr richtig bzw mit der Anforderung für die Fahrräder. Das Grundstück ist auch eher schmal, aber länglich, wenn wir Platz für einen Doppelcarport oder eine Doppelgarage (Planrechts an der Grundstücksgrenze, wo die Ausfahrt ist) neben dem Haus wollen passt auch nicht jede Hausgrundfläche gut drauf.
Grundstücksplan mit roter Grenzlinie und gelbem Bereich, Baugrundstückskizze

2D Grundriss eines oberen Stockwerks mit Schlafzimmer, Kinderzimmern, Bad, Flur und Ankleide

Grundriss eines Hauses mit Wohnen/Essen, Küche, Diele, Büro, WC, HAR und Treppe
N
nordanney
27.08.24 15:15
K a t j a schrieb:

Wieso? Wenn der Raum die gleichen Anforderungen wie ein Wohnraum erfüllt, ist er auch genauso teuer. Und für eine Werkstatt im Winter hast Du die gleichen Anforderungen oder was willst Du weglassen?
Natürlich ist der Raum ganz anders zu bauen und kostet z.B. als Holzanbau an den Carport nur einen Bruchteil des Wohnraums im Haus. Da reden wir über Kosten für die Werkstatt im einstelligen Tausend-Euro Bereich. Trocken, dicht, Strom, Stromheizung (Gebläse, IR oder wie auch immer).

Die Werkstatt muss ja nicht gedämmt sein und massiv gemauert. Man(n) muss nur werkeln können - und wenn man das tut, macht man die Heizung an. Es ginge auch eine kleine Gartenhütte. Ich würde nie auf die Idee kommen, für regelmäßige Arbeiten an Fahrrädern kostbaren Wohnraum zu opfern.
N
nordanney
27.08.24 15:18
K a t j a schrieb:

Außerdem muss eine Werkstatt außerhalb der thermischen Hülle erst mühsam aufgeheizt werden, was u.U. Stunden dauert.
Dauert weniger Minuten mit einem ordentlichen Heizlüfter. Brauchst ja keine 22 Grad, sondern eine Temperatur, bei der man arbeiten kann. Und dann sind es auch nur 15-20cbm.
K a t j a27.08.24 15:25
nordanney schrieb:

Die Werkstatt muss ja nicht gedämmt sein und massiv gemauert. Man(n) muss nur werkeln können - und wenn man das tut, macht man die Heizung an.
In diesem Fall hab ich das anders verstanden. Der TE arbeitet häufig und viel in der Werkstatt vor allem im Winter.
nordanney schrieb:

Dauert weniger Minuten mit einem ordentlichen Heizlüfter. Brauchst ja keine 22 Grad, sondern eine Temperatur, bei der man arbeiten kann. Und dann sind es auch nur 15-20cbm.
Das Aufheizen eines ungedämmten Raumes im tiefsten Winter mit einem Heizlüfter dauert ewig und Du frierst trotzdem noch.
Wir haben eine gedämmte Werkstatt ohne Heizung. Es dauert Stunden mit Heizlüfter und zusätzlichem Radiator. Wir überlegen eine Elektroheizung einzubauen. Aber das Aufheizen dauert dennoch lange, da ist Mann dann schon eher fertig, bevor der Raum warm ist. Also hier sollte der TE genau überlegen, wann und wie oft in der Woche er den Raum braucht. Praktisch wäre wohl ein Raum, den man im Sommer anderweitig nutzen könnte...
K a t j a27.08.24 15:37
Ihr seid ja noch jung. Sind Kinder geplant?
Y
ypg
27.08.24 15:38
K a t j a schrieb:

In diesem Fall hab ich das anders verstanden. Der TE arbeitet häufig und viel in der Werkstatt vor allem im Winter.
HäuschenAmFeld schrieb:

Leider ist ja die kalte, nasse Jahreszeit die, in der das Rad die meiste Wartung braucht, bzw zumindest die Alltagsräder, mit denen auch zur Arbeit gefahren wird.
So wie ich es verstehe, geht es einfach nur um die Pflege zur Werterhaltung sowie eventuell einem Hobbyradler, der mal dann und wann etwas an seinem Bike ersetzen möchte.
Und wenn das eine schöne Standardgarage ist, ggf Noch mit einem Tageslichtfenster, dann kann man darin auch schön werkeln, wenn der Raum in 10 Min. auf 15 Grad gebracht wird. Keiner braucht dafür die ständigen 20-22 Grad mit Fußbodenheizung, die ja knapp in einem Einfamilienhaus herrschen
K a t j a27.08.24 15:52
ypg schrieb:

... wenn der Raum in 10 Min. auf 15 Grad gebracht wird.
Niemals! Ehrlich, wir haben die Erfahrung dazu gesammelt. In 10 Minuten heizt Du keine Werkstatt auf 15 Grad, wenn draußen 0 sind. Und so klein, wie eine Telefonzelle darf es ja auch nicht sein, wenn man mit vermutlich mind. 2 Rädern da rein und raus will. Zudem hat sich der TE einen Anschluss an die Dusche gewünscht.

Ich fürchte, Ihr lasst Euch zu sehr von Euren eigenen Vorstellungen des Radelns leiten. Für mich klingt das hier nach 2 Sportskanonen, die den größten Teil ihrer Freizeit im Fahrradsattel verbringen.
werkstattheizlüfterheizung