ᐅ Ölheizung tauschen in 60er Jahre Haus?
Erstellt am: 21.07.22 12:58
Deliverer23.07.22 13:08
driver55 schrieb:
Die Jahresarbeitszahl dümpelt dann sicherlich bei ner 3 rum.Was vollkommen in Ordnung wäre für ein schlecht gedämmtes Haus mit Heizkörpern, findest Du nicht? Wenn das stört, kann man dämmen.WilderSueden23.07.22 13:21
Aber jetzt mal ehrlich...ein teilsaniertes Haus aus den 60ern wird kaum unter 200 kWh/qm rauskommen, gibt auch genügend die eher bei 300 kWh/qm liegen. Rechnen wir mal 150qm * 200kWh/qm dann haben wir 30 000 kWh Wärmebedarf. Nehmen wir dann mal 55 Grad Vorlauftemperatur und 2 Grad Außentemperatur an (das ist schon eine milde Gegend) und ignorieren, dass die Performance an den kalten Tagen viel mehr in den Keller geht als es an den wärmeren Tagen ausgleicht. Dann kommen wir auf einen COP=2,12, macht 14150 kWh Strom zum Heizen oder 5000€ aufwärts.
Das ist jetzt alles noch eher optimistisch angenommen, das Haus teilsaniert, milde Winter, kein übergroßes Haus, Strom für 35c. Die Realität kann auch deutlich schlechter aussehen. Da brauche ich mir keine Gefälligkeitsgutachten mehr anschauen wenn ich das selbst nachrechnen kann und zum Schluss komme, dass es Quatsch ist. Solche Häuser sind ohne umfassende Sanierung einfach nicht wirtschaftlich umstellbar. Punkt, Ende.
Das ist jetzt alles noch eher optimistisch angenommen, das Haus teilsaniert, milde Winter, kein übergroßes Haus, Strom für 35c. Die Realität kann auch deutlich schlechter aussehen. Da brauche ich mir keine Gefälligkeitsgutachten mehr anschauen wenn ich das selbst nachrechnen kann und zum Schluss komme, dass es Quatsch ist. Solche Häuser sind ohne umfassende Sanierung einfach nicht wirtschaftlich umstellbar. Punkt, Ende.
Deliverer23.07.22 13:37
WilderSueden schrieb:
ein teilsaniertes Haus aus den 60ern wird kaum unter 200 kWh/qm rauskommen,Also über 200kWh/qm brauchen wir nicht diskutieren, mMn. Das Haus wurde sträflich vernachlässigt, NICHT teilsaniert, und gehört schnellstens überarbeitet.Und dann steckt der große Fehler deiner Rechnung in der Annahme, man bräuchte die 55° bei 2° AT. Die Vorlauftemperatur wird immer bei NAT (also irgendwo zwischen -9 und -12°) angegeben. Die 55° werden also statistisch nur 24 Stunden im Jahr benötigt. Durchschnittliche Wintertemperaturen in der Ebene sind um die 7° und da reichen dann eben (grob geschätzt) 30° Vorlauftemperatur. Und schon ist der Abstand zur auf 35° Vorlauftemperatur (bei NAT) ausgelegten Wärmepumpe nur noch ca. 6° und im Mittel übers Jahr macht das dann halt nur noch einen Unterschied von 14% aus.
Ach was red ich - ihr könnt lesen, die Suchmaschinenhinweise habe ich euch geliefert. Widerlegt die Studie mit eigenen Messungen oder Rechnungen, DANN können wir weiterdiskutieren.
WilderSueden23.07.22 13:49
In der Tabelle steht nicht NAT, da steht "Outdoor Air" also Außentemperatur. Und die Ölheizung ist sicherlich auf 55 Grad oder höher ausgelegt, hohe Vorlauftemperatur kostet da ja nix. Für 7 Grad Durchschnittstemperatur im Winter hätte ich gerne ein Beispiel, selbst bekannt wintermilde Orte wie Konstanz liegen da 3 Monate deutlich drunter
Deliverer23.07.22 15:05
WilderSueden schrieb:
Für 7 Grad Durchschnittstemperatur im Winter hätte ich gerne ein Beispiel, Du hast recht, ich habe mich falsch ausgedrückt: Es handelt sich um die Durchschnittstemperatur während der Heizperiode, nicht, während des meteorologischen Winters.Joedreck23.07.22 18:45
In der Heizsaison liegt die Temperatur bei mir im mittleren Niedersachen häufig zwischen 0 und 4 Grad AT. Ich habe einen thermischen Abgleich, große Heizkörper und die Vorlauftemperatur soweit wie möglich gesenkt. Ich komme bei +7 Grad AT NICHT auf 30 Grad Vorlauftemperatur. Eher bei 38. Und das bei 24cm Wolle auf OG, Isofenstern und ein wenig Fassadendämmung.
Irgendwann ist einfach Schluss mit senken der Vorlauftemperatur und HK, da diese massiv an Heizleistung einbüßen.
Irgendwann ist einfach Schluss mit senken der Vorlauftemperatur und HK, da diese massiv an Heizleistung einbüßen.
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