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ᐅ Neubau Heizkosten sehr viele Fenster


Erstellt am: 27.01.25 20:54

SuoTam9927.01.25 20:54
Hallo Forum,

wir planen sehr viele und große Fenster in unserem Neubau (ca. 300qm EG + OG) zu verbauen.
Die Süd-Westseite wird zu 80-90% nur aus Glas (Fensterfront EG + große Fenster OG) bestehen. Auch auf der Nordseite haben wir viele Fenster (aber keine Fensterfront).

Bekannte raten uns nun dazu viele Fenster zu verkleinern weil es angeblich zu Wärmeverlusten (Winter) kommen wird und wir hohe Heizkosten haben werden.

Ich kenne mich hierbei noch nicht wirklich aus - lese mich gerade in die Thematik Wärmekoeffzient etc. ein.
Aber bei einem gut gedämmten Neubau, 3-fach Verglasung, Wärmepumpe, Photovoltaikanlage hatte ich gedacht würden sich die Heizkosten im Rahmen halten und nicht ausufern.

Ich würde mich über Eure Meinung und Erfahrung freuen. Wie seht Ihr das? Was meint Ihr?
(Uns sind eigentlich viele große Fenster wichtig gewesen wegen Licht, Blick etc.).

Danke Euch für Hilfe und Rat.

Gruß
Tolentino27.01.25 21:17
Die Heizverluste würden mich nicht so ängstigen wie die Wärmegewinne im Sommer. Also lieber für gute Verschattungsmöglichkeiten sorgen (Raffstore).
Aber ja, selbst ein gutes modernes Fenster schützt nur halb so gut vor Wärmeverlusten (oder sogar weniger) wie durchschnittliches, die Norm erfüllendes Mauerwerk (+WDVS)/Holzrahmentafelwand (0,6 vs 0,24 w/m²K).
Zusätzliche Nachteile von Fensterfronten:
- Einschränkungen in der Möbelaufstellung.
- Kannst du raus gucken kann man(n) auch von außen rein gucken...
- Schützt nicht so gut vor Lärm (oder Spezialschallschutzscheiben nötig, die wiederum schlechter vor Wärmeverlust schützen oder, wenn beides gut sein soll sehr viel kosten)
- Schützt nicht so gut vor Einbrechern
- Schützt nicht so gut vor bei Sturm herumfliegenden Dingen
- Sieht meist nur halb so gut aus, wie man es sich bei der Planung dachte.

Weniger große aber gut und sinnvoll platzierte Fenster können die gleichen Vorteile erzielen, teilweise bei der Einrichtung sogar noch schöne Akzente setzen und lassen sich praktischer in einen normalen lebenden Haushalt (der nun mal kein Showroom- oder Katalog-Fotomotiv ist) integrieren.
nordanney27.01.25 21:27
SuoTam99 schrieb:

Aber bei einem gut gedämmten Neubau, 3-fach Verglasung, Wärmepumpe, Photovoltaikanlage
Der einzige Einfluss auf den Energieverbrauch ist die Dämmung. Und Fenster dämmen halt deutlich schlechter.
Aber lassen auch Wärme rein - so wie heute, wo bei mir fast den ganzen Tag die Heizung aus war. Also bitte an Verschattung denken für den Sommer.

Davon abgesehen sehe ich die Frage nach den Heizkosten bei einem Haus, das siebenstellig kosten wird, als unnötig an.
Ob die Kosten für die Heizung jetzt 25€ im Monat höher werden, ist zu vernachlässigen.
Das ist nämlich die Größenordnung, über die wir reden.

P.S. Bei einem so speziellen Haus mit viel Glas ist eine externe professionelle Heizungsplanung das A und O. Dann hast du ein gut funktionierendes Haus im Winter.
Arauki1127.01.25 22:08
Ich hatte schon immer gerne große Fensterflächen und natürlich gab es da auch schon die immer wiederkehrenden Meinungen auch bzgl. Putzen etc. Wer große Fenster hat mag das und wer nicht eben nicht, wobei es bei uns die Leute es sehr mögen, jedoch meist ohne einen der üblichen Hinweise zu äußern.
Schöne Dinge sind eben nicht immer sinnvoll bzw. bringen Konsequenzen mit sich, die man wissen/beachten sollte.
Ich war diesmal auch etwas unsicher wg. Aufheizen und weil ich keine überhitzten Räume mag, weshalb wir eine Klimaanlage verbaut haben, um diesem Problem dann nicht ausgeliefert zu sein. Nötig wäre es bei unserem Bau im Nachhinein nicht gewesen aber dennoch war für uns eine super Entscheidung, auch weil durch die Photovoltaik quasi keine Betriebskosten entstehen und wir sie hin und wieder auch zum punktuellen Aufheizen nutzen.
Verschattung ist sehr wichtig, wir haben Raffstore im Süden/Westen und das würde ich Dir dringend raten; Dachüberstand haben wir nicht.
Ebenso empfehlen würde ich, das Haus generell top zu dämmen, also Dach, Wand/Fassade; der Energieberater wird Dir dann auch sagen, wo Du etwas mehr machen solltest und wo weniger; ich würde maximal dämmen z.B. auch mit Aufdachdämmung.
Selbst im Winter wird es oftmals ab 9h durch die Sonne angenehm warm im Haus, wir mögen es sehr. Im Norden haben wir fast keine Fenster bzw. tatsächlich nur dort, wo wir sie als Lichteinfall für den Raum brauchen aber das hängt ja auch ab von der Lage des Hauses.
Mit aller Gewalt Alles befenstern würde ich auch nicht, denn wie bereits aufgeführt braucht man auch Stellfläche.
Stell doch mal Deinen Plan hier ein bzw. Bilder davon, dann kann man vlt. mehr dazu sagen, auch Infos zum Grundstück und Himmelsrichtig.
Die Photovoltaikanlage bringt Dir im Winter fürs Heizen wenig aber wenn das Haus gut gedämmt ist brauchst Du da eh nicht so viel. Wir haben Kfw40 bzw. drunter und würde ich Dir dazu empfehlen, dann passiert da nix.
wiltshire27.01.25 22:59
Tolentino schrieb:

Die Heizverluste würden mich nicht so ängstigen wie die Wärmegewinne im Sommer.
Ja. Bei einem gut gedämmten Haus bekommst Du die Hitze schlecht wieder raus - das vergessen viele.
Neben Raffstoren gibt es die Möglichkeit von Vergütungen, Dachüberständen, Terrassensegeln und Markisen...
Nur die Nicht-Lösung wäre töricht.
Tolentino schrieb:

Zusätzliche Nachteile von Fensterfronten:
Die "Nachteile" sind alle handhabbar.
Stellflächen für Möbel ergeben sich in großen Häusern mir großen Räumen ganz anders als in quadratmeteroptimierten Häusern. Da stören große Fensterfronten kaum.
Die Einsehbarkeit ins Haus ist über der Lage und Außengestaltung beherrschbar. Augen auf bei der Grundstückswahl...
Schutz gegen Einbrecher und Sturm - hier hat Glas natürlich prinzipielle, aber beherrschbare Nachteile
Und was das Aussehen angeht: Wer ein Haus im siebenstelligen Bereich baut, tut gut daran einen passenden Architekten dazu auszusuchen. Ich kenne einige phänomenal gut gelungene Glasfronten.
Bleibt als Nachteil in jedem Fall der erhöhte Preis für eine gute Lösung. Aber: Wenn man ein Problem mit verfügbarem Geld lösen kann, dann soll man es mit Geld lösen. Wenn man ein Problem nicht mit Geld lösen kann, sollte man das erst gar nicht versuchen.
nordanney schrieb:

Davon abgesehen sehe ich die Frage nach den Heizkosten bei einem Haus, das siebenstellig kosten wird, als unnötig an.
Ob die Kosten für die Heizung jetzt 25€ im Monat höher werden, ist zu vernachlässigen.
"Watch after the pennies and the pounds will watch after themselves"
Dazu: Manche Menschen wollen auch zu Hause nicht die Ökologiefragen diskutieren - Dass ein Neubau eines Einfamilienhauses in sich bereits eine ökologische Katastrophe ist, kommt seltener in Paardiskussionen auf den Tisch als der leichter erlebbare ökologische Fußabdruck durch das Verbrauchsverhalten.
nordanney schrieb:

P.S. Bei einem so speziellen Haus mit viel Glas ist eine externe professionelle Heizungsplanung das A und O. Dann hast du ein gut funktionierendes Haus im Winter.
Absolut ja!
SuoTam99 schrieb:

Bekannte raten uns nun dazu viele Fenster zu verkleinern weil es angeblich zu Wärmeverlusten (Winter) kommen wird und wir hohe Heizkosten haben werden.
Raten Deine Bekannte im Sinne von "einen Ratschlag geben" oder Raten sie im Sinne von "eigentlich habe ich keine Ahnung, mein Halbwissen sagt mir, dass..."
Verschaffe Dir Gewissheit über Deinen Willen und dann die Möglichkeiten der Umsetzung. Dann muss auch keiner mehr von außen ungefragt "raten".

Erfahrung: Wir haben große Fenster, man könnte es auch Fensterfront nennen, einen passenden Dachüberstand, der im Hochsommer etwas Sonne draußen hält und wohnen ganz gut im Haus. Nicht jedermanns Sache - aber eben auch nicht verkehrt.
ypg27.01.25 23:38
Jetzt macht der 2 Meter tiefe Balkon Sinn.
Fenster sind toll. Ich konnte sie mir nicht leisten. Bzw ich kann mir kein sehr teures Haus leisten, wo Fensterflächen mit zur Einrichtung gehören.
Allerdings ist meine persönliche Meinung, dass eine Wandscheibe eine große Fensterfläche positiv unterstützen kann.
Zur Dämmung. Ja, etwas geht wohl flöten. Aber bei 300qm verpufft wohl aufgrund der zusätzlichen, nicht notwendigen Fläche schon so einiges, dass man dann bei den Fenstern tatsächlich von Peanuts reden kann. Der Fensterputzer wird teurer sein Und mehr Energie aufwänden müssen.
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