Neubau DHH - smart machen mit 10 TEUR extra?

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Ja, wir bauen mit GU. Aufgrund unserer Anforderungen im Vorfeld wurde extra ein auch in Gebäudeautomation bewanderter Elektrobetrieb ausgewählt. Die sind wohl auch viel im größeren gewerblichen Bereich tätig und haben daher entsprechende Erfahrungen. Was die tatsächliche Planung der Automatisierung angeht, wurde mir dann allerdings schnell klar, dass die in diesem Bereich auch nur wenig Kompetenzen besitzen. Ist allerdings nicht schlimm, weil ich ohnehin vorhatte, zumindest die Planung als auch die spätere Programmierung selbst zu übernehmen. Somit konnte ich mir dann einen zusätzlichen Fachplaner/SI sparen. Dennoch hat mir der Elektriker wortwörtlich mitgeteilt, dass er vom Auftrag zurücktritt, sollte ich ihm alle "lukrativen" Posten (KNX-Sensoren und -Aktoren, Netzwerkhardware) streichen. Jetzt werden wir uns also irgendwo auf halber Strecke treffen. Ist jetzt für mich nicht die Top-Lösung, aber es wird schon klappen.
 

Mycraft

Moderator
weil Wärmepumpe und KWL "regelungstechnisch gemeinsam betrieben werden" müssen.
Das geht mit KNX egal wer der Hersteller ist, denn gemeinsame STeuerungen von HVAC macht man im Objektbau schon immer mit Hilfe von KNX. Nur die BAFA muss dem halt später zustimmen.

den Hinweis zu Elektro Paech gelesen (hier oder im anderen Forum), die sitzen gefühlt 100m entfernt von unserem Bauprojekt in Karow und stehen auf meiner Liste.
Die solltest du ganz oben auf die Liste setzen. In deinem Fall sind die nicht nur räumlich direkt daneben sondern höchstwahrscheinlich auch noch gewillt das genauso auszuführen wie du es brauchst. Hier haben die jedenfalls sehr gute Arbeit abgeliefert.

Mich würde ja mal interessieren, wie hoch der Anteil an Neubau-Projekten im privaten Bereich ist, die letztlich eine Smart-Home Lösung mit einbauen (und ob der Bedarf wirklich so gering ist, dass die Industrie hier keinen Handlungsdruck sieht)...
Ja der Anteil bewegt sich im einstelligem %-Bereich. Frgat sich aber auch natürlich was deiner Meinung nach unter Smarthome zu verstehen ist.

Wo ich mir jetzt noch unsicher bin, wenn ich die Wahl hätte zwischen:
Wenn dein GÜ mitspielt dann würde ich die Variante 1 machen, denn so hat der Elektriker mehr Anreiz.
weil er nach eigener Aussage nur an der Hardware (zum Listenpreis) verdient.
Eine dreiste Lüge(oder der Kollege kann nicht wirtschaften).
 
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Ich habe das gleiche Problem, Bauträger mit eigener Elektro-Tochter und heftigen Aufpreisen (elektrische Rolläden 510.- pro Stück, konventionell verkabelt, nichts zentral!). Hatte lange Zeit mit KNX geliebäugelt und mich da begonnen einzulesen, aber nach Kostengesprächen mit dem Elektriker muss ich nun - zur Schande aller Smart-Home-Neubauten - auf konventionelle Elektrik setzen und dann per Funk smart machen.

Da ich nicht aus der IT-Ecke komme, aber sehr technikaffin bin, werde ich vermutlich auf Homematic IP für die wichtigsten Funktionen setzen, um alles Wesentliche erstmal in einem funktionierenden System zu haben, an dem ich nicht allzu viel basteln muss um es hinzubekommen. Für alle nice-to-haves setze ich dann auf Shellys und openHAB. Bin aktuell dabei, mir eine Liste mit den gewünschten Funktionen und der benötigten Hardware zusammenzustellen und gehe davon aus, weit unter dem vom Bauträger geforderten Betrag für eine KNX-Vorbereitung (!) zu bleiben.
 
Es ist immer wieder krass zu sehen, wie die Leute verarscht werden und ihnen dadurch tolle Möglichkeiten einfach so entgehen. Und wie easy das trotz beträchtlichem Kapitaleinsatz von den Leuten akzeptiert wird.
 
So easy hab ich das tatsächlich nicht akzeptiert, da gingen viele Diskussionsrunden mit Bauprojektierer, Bauunternehmen und Elektriker voraus. Aber tatsächlich ist es (zumindest in unserer Gegend) leider so, dass das Angebot an Bauplätzen extrem rar ist und man schon froh sein muss, über einen Bauträger überhaupt was zu finden. Und dann ist man leider eben gebunden, mit wem anders bauen ist halt nicht.. extrem ärgerlich bei dem riesigen apitaleinsatz, da muss ich dir zustimmen.
 
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