ᐅ Nachträglicher Einbau Fußbodenheizung??
Erstellt am: 16.10.2014 14:34
schnie 16.10.2014 14:34
Hallo,
wir haben nun nach einigen Jahren endlich unser Eigenheim gefunden.
Das Häuschen hat Baujahr 1981 und ist noch gut in Schuss, eigentlich könnten wir so einziehen.
Vorhanden ist eine Gasheizung und Heizkörper... wir sind jedoch seit Jahren "verwöhnt" von Fußbodenheizung.
Nun versuchen wir als Laien Pro und Contra abzuwägen.... gar nicht so leicht.
Ich denke, WENN man sich dafür entscheidet, sollte man es vor Einzug machen. Denn wenn man erst mal im Haus lebt (mit 4 Personen), wird es nur umso komplizierter.
Welchen Punkt wir nicht ganz abschätzen können: Spart eine Fußbodenheizung so viel Energie, dass es sich rechnet? Mit welchen Anschaffungs-/Installationskosten muss ich in etwa rechnen?
Mein Mann + Vater sind handwerklich begabt und könnten auch einiges selbst machen.
Wohnfläche insgesamt 186 m² (wobei entweder nur das EG oder EG+OG mit jeweils 65m² relevant ist).
Das Haus ist im Übrigen unterkellert.
Welche Art der Fußbodenheizung wäre empfehlenswert für eine Nachrüstung? Deckenhöhe weiß ich aktuell nicht, aber sie war weder auffallend hoch noch gering.
Ein ganz wichtiger Punkt:
Laut Berechnungen hat das Haus EEK "G" mit einem Verbrauch von 217.2 kWh/(m²a).
Kann jemand dazu was sagen? Was heißt das konkret?
Es sind 2-fach verglaste Holzfenster eingebaut, ich denke da wäre ein Austausch auch sinnvoll um nicht den Garten mitzuheizen....
Wir werden wohl mal einen Energieberater engagieren, der sich das Haus genauer ansieht uns Tipps geben kann. Aber ich bin schon mal für Eure Hilfe dankbar!
Gruß
Schnie
wir haben nun nach einigen Jahren endlich unser Eigenheim gefunden.
Das Häuschen hat Baujahr 1981 und ist noch gut in Schuss, eigentlich könnten wir so einziehen.
Vorhanden ist eine Gasheizung und Heizkörper... wir sind jedoch seit Jahren "verwöhnt" von Fußbodenheizung.
Nun versuchen wir als Laien Pro und Contra abzuwägen.... gar nicht so leicht.
Ich denke, WENN man sich dafür entscheidet, sollte man es vor Einzug machen. Denn wenn man erst mal im Haus lebt (mit 4 Personen), wird es nur umso komplizierter.
Welchen Punkt wir nicht ganz abschätzen können: Spart eine Fußbodenheizung so viel Energie, dass es sich rechnet? Mit welchen Anschaffungs-/Installationskosten muss ich in etwa rechnen?
Mein Mann + Vater sind handwerklich begabt und könnten auch einiges selbst machen.
Wohnfläche insgesamt 186 m² (wobei entweder nur das EG oder EG+OG mit jeweils 65m² relevant ist).
Das Haus ist im Übrigen unterkellert.
Welche Art der Fußbodenheizung wäre empfehlenswert für eine Nachrüstung? Deckenhöhe weiß ich aktuell nicht, aber sie war weder auffallend hoch noch gering.
Ein ganz wichtiger Punkt:
Laut Berechnungen hat das Haus EEK "G" mit einem Verbrauch von 217.2 kWh/(m²a).
Kann jemand dazu was sagen? Was heißt das konkret?
Es sind 2-fach verglaste Holzfenster eingebaut, ich denke da wäre ein Austausch auch sinnvoll um nicht den Garten mitzuheizen....
Wir werden wohl mal einen Energieberater engagieren, der sich das Haus genauer ansieht uns Tipps geben kann. Aber ich bin schon mal für Eure Hilfe dankbar!
Gruß
Schnie
Bauexperte 17.10.2014 00:32
Guten Abend,
Eine weitere Alternative wäre eine elektrisch betriebene Fußbodenheizung. Sie ist sehr flach hat aber den Nachteil, daß sie -bei einem ganzen Haus - sehr kostenintensiv ist. "Kann" in Verbindung mit einer Photovoltaik nebst Speicher eine Alternative sein.
G - typisch für teilweise modernisierte Altbauten: Wärmeschutzmaßnahmen an Teilflächen und/oder neueeffizientere Zentralheizung
Grüße, Bauexperte
schnie schrieb:Im Neubau ja, im Bestand kommt es auf die Gesamtkonstellation an.
Welchen Punkt wir nicht ganz abschätzen können: Spart eine Fußbodenheizung so viel Energie, dass es sich rechnet? Wohnfläche insgesamt 186 m² (wobei entweder nur das EG oder EG+OG mit jeweils 65m² relevant ist). Das Haus ist im Übrigen unterkellert.
schnie schrieb:Fußbodenheizung kommt, wie der Name sagt, in den Boden. Es kommt also darauf an, ob die Geschossdecken genug Stärke aufweisen, den Träger nebst Kunststoffleitungen aufzunehmen. Es käme also eine Menge Dreck auf Dich/Euch zu; vmtl auch neue Innentüren.
Welche Art der Fußbodenheizung wäre empfehlenswert für eine Nachrüstung? Deckenhöhe weiß ich aktuell nicht, aber sie war weder auffallend hoch noch gering.
Eine weitere Alternative wäre eine elektrisch betriebene Fußbodenheizung. Sie ist sehr flach hat aber den Nachteil, daß sie -bei einem ganzen Haus - sehr kostenintensiv ist. "Kann" in Verbindung mit einer Photovoltaik nebst Speicher eine Alternative sein.
schnie schrieb:Die Energieeffizienz von Gebäuden wird in einem Energieausweis nach der Energieeinsparverordnung über die Energieeffizienzklassen A bis I eingestuft. Die Einstufung erfolgt über den Primärenergiebedarf. Dieser berücksichtigt den Wärmeschutz, die verwendete Anlagentechnik und die Umweltverträglichkeit der eingesetzten Energieträger.
Ein ganz wichtiger Punkt:
Laut Berechnungen hat das Haus EEK "G" mit einem Verbrauch von 217.2 kWh/(m²a).
Kann jemand dazu was sagen? Was heißt das konkret?
G - typisch für teilweise modernisierte Altbauten: Wärmeschutzmaßnahmen an Teilflächen und/oder neueeffizientere Zentralheizung
schnie schrieb:Das ist ein guter Weg, denn hier kann Dir Niemand wirklich raten, da der Umfang der Teilmodernisierung, Bausubstanz etc. nicht bekannt ist. Unter dem Strich kann der Energieberater Dir bspw. sogar empfehlen, zunächst keine Veränderungen vorzunehmen
Wir werden wohl mal einen Energieberater engagieren, der sich das Haus genauer ansieht uns Tipps geben kann. Aber ich bin schon mal für Eure Hilfe dankbar!
Grüße, Bauexperte
K1300S 17.10.2014 09:31
Korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber i. d. R. kommen die Heizschlangen doch nicht in die Decke (Beton) sondern - auf einer Dämmschicht - in den Estrich. Ergo dürfte die Deckenstärke erst mal egal sein. Umgekehrt dürfte es auch alles andere als ökonomisch sein, bei einem gut erhaltenen Haus den Estrich rauszureißen, zu dämmen, und dann nach Einbau von Heizschlangen neuen Estrich zu legen.
Es gibt aber doch auch Systeme für den nachträglichen Einbau (mit Einfräsen des bestehenden Estrichs). Das Problem könnte aber sein, dass unter dem Estrich nicht genug (keine?) Dämmung ist, so dass die Heizung nach oben und nach unten strahlt - was man ja eigentlich nicht möchte.
Viele Grüße
K1300S
Es gibt aber doch auch Systeme für den nachträglichen Einbau (mit Einfräsen des bestehenden Estrichs). Das Problem könnte aber sein, dass unter dem Estrich nicht genug (keine?) Dämmung ist, so dass die Heizung nach oben und nach unten strahlt - was man ja eigentlich nicht möchte.
Viele Grüße
K1300S
schnie 17.10.2014 11:28
Hallo Ihr 2,
danke für Eure Hilfe.
Ich habe schon fast befürchtet, dass es bei einem bestehenden Haus sehr aufwendig und kostenintensiv ist, eine Fußbodenheizung nachzurüsten.
Ein Angebot werden wir uns wohl mal einholen, aber innerlich verabschiede ich mich schon mal von dem Gedanken...
Die Sache ist auch (eigentlich ja ein Vorteil), dass bis auf in 1 Zimmer die Böden noch top in Schuss sind. Parkett und helle Fliesen.
Wäre ja eigentlich eine Sünde, die rauszureißen...
Trotzdem werde ich der Fußbodenheizung einige Tränen nachweinen... nicht zuletzt da ich Hausstauballergikerin bin.
danke für Eure Hilfe.
Ich habe schon fast befürchtet, dass es bei einem bestehenden Haus sehr aufwendig und kostenintensiv ist, eine Fußbodenheizung nachzurüsten.
Ein Angebot werden wir uns wohl mal einholen, aber innerlich verabschiede ich mich schon mal von dem Gedanken...
Die Sache ist auch (eigentlich ja ein Vorteil), dass bis auf in 1 Zimmer die Böden noch top in Schuss sind. Parkett und helle Fliesen.
Wäre ja eigentlich eine Sünde, die rauszureißen...
Trotzdem werde ich der Fußbodenheizung einige Tränen nachweinen... nicht zuletzt da ich Hausstauballergikerin bin.
Bauexperte 17.10.2014 11:32
Hallo,
Grüße, Bauexperte
K1300S schrieb:Wir meinen schon dasselbe. Mit Geschossdecken meine ich die Decke oberhalb KG; EG; OG, DG (letztere wahrscheinlich eine Kehlbalkenlage) Es kommt schon darauf an, ob seinerzeit bei der Erstellung eine 15er oder eher eine stärke Beton-/ Holzdecke verbaut wurde. Handelt es sich um einen sparsamen Gebrauch von Deckenstärke (Dämmung ?) und Estrich sehe ich eher schwarz für den nachträglichen Einbau einer konventionelle Fußbodenheizung.
Korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber i. d. R. kommen die Heizschlangen doch nicht in die Decke (Beton) sondern - auf einer Dämmschicht - in den Estrich. Ergo dürfte die Deckenstärke erst mal egal sein.
K1300S schrieb:Ack - deshalb auch der Hinweis auf eine "mögliche" Aussage des Energieberaters, Alles zu belassen, wie es ist.
Umgekehrt dürfte es auch alles andere als ökonomisch sein, bei einem gut erhaltenen Haus den Estrich rauszureißen, zu dämmen, und dann nach Einbau von Heizschlangen neuen Estrich zu legen.
Grüße, Bauexperte
Elina 17.10.2014 19:25
Ach was so kostenintensiv ist das nicht. Wir haben auch ein altes Haus gekauft und unten wird der Estrich herausgerissen (bzw. wurde), da eine dicke Dämmschicht nötig ist und der Estrich da einfach stört. Im EG dagegen kann die neue Fußbodenheizung einfach auf die alten Fliesen draufgelegt werden. Es sind insgesamt oben 4,5 cm Aufbauhöhe (2,5 cm Fußbodenheizung inkl. Dämmung und 2 cm Estrich). Unten sinds 13 cm, da sind allerdings dann 11 cm Dämmung und 2 cm Estrich.
Material kostet für 100 qm knappe 3000 Euro (ohne Estrich), Verlegung 1000 Euro. Wurde allerdings noch nicht gemacht da, ja ich kanns bestätigen, nach Einzug es doch ein wenig tricky ist, 100 qm freizuräumen. Irgendwo müssen die Möbel hin, wir rätseln derzeit noch wie wir das machen. Teuer find ich das nun nicht, allerdings muß man sich evtl. mit zusätzlichen Kosten bei der Heizung einstellen. Wir haben ohnehin einen neuen Pelletkessel und Pufferspeicher gekauft, ein Mischer und eine neue Pumpe mußten aber dennoch her. Kostenpunkt für letztere und zwei Verteilerkästen auch noch mal knappe 1000 Euro (inkl. Verrohrung).
Material kostet für 100 qm knappe 3000 Euro (ohne Estrich), Verlegung 1000 Euro. Wurde allerdings noch nicht gemacht da, ja ich kanns bestätigen, nach Einzug es doch ein wenig tricky ist, 100 qm freizuräumen. Irgendwo müssen die Möbel hin, wir rätseln derzeit noch wie wir das machen. Teuer find ich das nun nicht, allerdings muß man sich evtl. mit zusätzlichen Kosten bei der Heizung einstellen. Wir haben ohnehin einen neuen Pelletkessel und Pufferspeicher gekauft, ein Mischer und eine neue Pumpe mußten aber dennoch her. Kostenpunkt für letztere und zwei Verteilerkästen auch noch mal knappe 1000 Euro (inkl. Verrohrung).
Ähnliche Themen