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ᐅ Lohnt sich die Solaranlage auf dem Dach?


Erstellt am: 10.07.2017 18:07

raffa 12.07.2017 09:40
wir haben uns aus 2 Punkten dagegen entschieden:

a) Amortisation nicht in 20 Jahren
b) Wie von Cijay beschrieben der steuerliche Aufwand ist nicht unerheblich. Heißt: monatlich Umsatsteuer-Erklärung machen, nach Kleinunternehmerregelung aber wenigstens einmal im Jahr. Dann aber keine Möglichkeit Vorsteuer (MwSt) zu ziehen... sprich: du wirst eigentlich doppelt bestraft.

Viele die ich kenne, die Photovoltaik gemacht haben, hatten erst hinterher erfahren, dass sie dazu auch eine Steuererklärung abgeben müssen. Allein der Aufwand für die paar € Ersparnis hat mich abgeschreckt.

Wir sind letztlich den anderen Weg gegangen: bei der Auswahl der Geräte auf A++ geachtet, alles durch LEDs ersetzt, Licht nicht unnötig brennen lassen, Standby-Geräte komplett aus, Waschmaschine und Trockner nach Beendigung ausstecken, etc.
Und günstigen Anbieter gesucht.

Der billigste Strom ist der, den du nicht brauchst!

Knallkörper 12.07.2017 09:51
raffa schrieb:
Standby-Geräte komplett aus, Waschmaschine und Trockner nach Beendigung ausstecken, etc.

Während die vorhergehenden Punkte sicher vernünftig sind, würde ich diese Maßnahmen als übertrieben ansehen. Diese immer wieder kritisierten Standy-Verbräuche sind doch monetär überhaupt nicht relevant.

Wir haben uns auch gegen eine Photovoltaikanlage entschieden. Die Amortisierung wäre in etwas weniger 20 Jahren zwar gegeben, weil wir eine Dachfläche von 16 x 10 Meter direkt nach Süden haben. Aber dabei dürfte nichts "dazwischen" kommen. Und gegen einen eventuell zu erwartenden, minimalen Gewinn stehen folgende Nachteile: Optik des Daches, Pflegeaufwand, Raumbedarf, Wärmeentwicklung. Steuererklärung und vielleicht zusätzliche Brandgefahr.

raffa 12.07.2017 10:06
Knallkörper schrieb:
Während die vorhergehenden Punkte sicher vernünftig sind, würde ich diese Maßnahmen als übertrieben ansehen. Diese immer wieder kritisierten Standy-Verbräuche sind doch monetär überhaupt nicht relevant..

Dachte ich auch immer, bis ich gemessen habe...

Wir hatten Standby Verbräuche von in Summe 35-40 Watt mit allen Geräten.
Rechne das mal hoch... 35x24x365/1000 = 306,60 kw/h im Jahr Standby * 0,25ct/kwh = 76,65€ im Jahr.
Bei unseren 8,4 Kwp Leistung und unserem Eigenverbrauch, hätten wir ungefähr 350-400€ Stromkosten im Jahr gespart. Macht also fast 1/4 an der Ersparnis mittels Photovoltaik aus. Den anderen 3/4 setze ich meine eigene Arbeitszeit für die notwendige Steuererklärung gegenüber, sodass unterm Strich fast nichts mehr an Ersparnis übrigbleibt. Erst recht nicht, wenn man auch kalkuliert, dass die Photovoltaik versichert werden muss... am Ende muss man aufpassen, dass es kein Minusgeschäft wird.

Alex85 12.07.2017 10:24
Man kann es auch dramatisieren. Eine Umsatzsteuererklärung ist in der Größenordnung keine 5 Minuten wert, wenn man weis wie es geht. Natürlich muss man sich damit beschäftigen wollen.
Aber ja, Photovoltaik bedeutet zeitlichen Aufwand während des Betriebs, Solarthermie ist da eher der no-brainer bzw. in der Heizungswartung stecken dafür Kosten drin (dafür nicht steuerlich absetzbar...)

raffa 12.07.2017 10:39
Es geht hier auch mehr darum, gezwungen zu sein, etwas zu tun. Und eine Umsatzsteuererklärung in 5 Minuten, die zeigst du mir mal bitte

Bieber0815 12.07.2017 11:05
Alex85 schrieb:
in der Heizungswartung stecken dafür Kosten drin (dafür nicht steuerlich absetzbar...)
Die Wartung der Heizung kann sehr wohl steuerlich geltend gemacht werden (unter Voraussetzungen und nicht unbegrenzt natürlich).
umsatzsteuererklärungphotovoltaikersparnis