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ᐅ Kostenplanung

Erstellt am: 29.04.16 21:27
B
Becker84
Hallo,

ich kaufe höchstwahrscheinlich nächste Woche ein Grundstück und stehe demnach ganz am Anfang.

Eine Finanzierungsanfrage läuft und ein Termin beim Bauingenieur ist auch schon gemacht.

Das Grundstück ist 630m² klein, Grundflächenzahl 0,3.

Ich habe die Möglichkeit in Kfw 70, 55 oder 40 (am liebsten dann auch +) zu bauen. 70 ist ja nun der Mindeststandard, also keine Fördermöglichkeit.

Am liebsten wäre ich natürlich autark von Strom & Gas, also 40+ mit Photovoltaik + Akku und Wärmepumpe.

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Ein Gedanke der mir dazu gekommen ist: Kann man nicht auf die Wärmepumpe verzichten und stattdessen in mehr Photovoltaik investieren, so dass man rein elektrisch heizt?


Habe dazu mal die Daten der Photovoltaikanlage meiner Arbeitsstelle notiert:


Maximale Leistung laut Wechselrichter: 14,6kW (Mai).


Ertrag in den Sommermonaten liegt bei 1700-1900kWh/Monat.


In den heizintensiven Wintermonaten bei 160-300kWh/Monat.


Jetzt frage ich mich, ob ein 55 oder 40 Haus mit 80-150kWh pro Monat an Heizenergie auskommt?


Elektrische Energie der Photovoltaik ließe sich ja fast ohne Verluste in Wärme umwandeln und dank der Phasenverschiebung in einem Passivhaus auch ohne Speicher nutzen. Die Abwärme des TV oder Kühlschrank wärmt ja auch noch.


Bei meinem ersten Besuch bei einem Bauingenieur sprach ich den Gedanken an und die Antwort war „auf die Idee ist noch keiner gekommen.. müsste man mal durchrechnen“. Scheinbar kommen da noch Faktoren hinzu die sich negativ auf die Berechnung auswirken bei rein elektrischer Beheizung.

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Als nächstes die Frage welche Hausform in KfW 70/55/40 kostet circa wieviel ?

1. Bungalow (kann man das Dach überhaupt nutzen bei Kfw 40? )

2. Haus mit Satteldach also 2 Etagen - so Idealstandard ;-)

3. Haus mit Walmdach auch 2 Etage - mein Favorit

Links durch Moderation entfernt
Bauexperte


Wohnfläche so 120-130m².

Beim ersten Besuch wurde mir gesagt mit vernünftigen Ausstattung (Bad, Fliesen usw.) läge ich beim Bungalow bei grob 180t€. Bei Nr. 3 bei grob 350t€ bei kfW70.

Ich möchte nichts selber machen. Es soll alles perfekt werden.

Ist das realistisch?

Am liebsten daneben eine große Doppelgarage (25t€ ?)

Gibt es eine Seite wo fertige Bauherren ihre Häuser vorstellen inkl. aller Kosten ? Das würde mir schon sehr weiterhelfen.



LG
Sascha aus H11.05.16 16:38
Becker84 schrieb:
Nebenkosten von 40.000€ => sind da dann Pflasterarbeiten und Garten bei ?
Nein, die kommen on top.
Y
ypg
11.05.16 17:14
Becker84 schrieb:
Nebenkosten von 40.000€ => sind da dann Pflasterarbeiten und Garten bei ?

Hat sich schon mal Jemand ausgerechnet ob und wann sich die Mehrkosten für das KfW55 bzw. 40 Haus amortisieren ? Ich sag mal bei ~80% Beleihung und ~ 20 Jahren Finanzierung.

Ich verweise gern nochmal auf #2, damit Du weißt, was Baunebenkosten beinhalten. Bauexperte hat auch auf die Suchfunktion hingewiesen.
T
T21150
11.05.16 18:35
Becker84 schrieb:
Hat sich schon mal Jemand ausgerechnet ob und wann sich die Mehrkosten für das KfW55 bzw. 40 Haus amortisieren ? Ich sag mal bei ~80% Beleihung und ~ 20 Jahren Finanzierung.

Ja.

Meine Bank.

Ich auch.

Damals KFW70 (= Heute Energieeinsparverordnung 100) auf KFW-55: Ersparnis ca. 10 Euro / Monat.
Kapital-Einsatz: Ca. 15T Euro.

Amortisation: Keine absehbaren, sinnvollen Zeiträume.

Ganz ganz ganz grobe Faustregel:
Jede Stufe - kostet ca. 10-15T mehr. Nur als Anhaltspunkt.

OK: Unser Haus ist so gebaut und geworden, dass es eh schon sehr nah an KFW-55 ist. Aber die Hürde hätte eben nur mit o. g. Investment übersprungen werden können. Sprich die o. g. 10 Euro relativieren sich auf ........ 2 oder 3 Euro/Monat?

Man macht einen höheren Standard nicht um Geld zu sparen. Schon KFW70/Energieeinsparverordnung 100 kostet in Sachen Heizung und WW fast nix mehr, geht im Rauschen unter.

Man tut das mit einem hohen Standard weil man es *will* UND *kann* (Finanzen). Gewollt: Hätte ich. Gekonnt: Habe ich nicht.

LG
Thorsten

PS: Der Winter war zwar nicht so kalt, aber dann doch lang. Ich heize mit Gas (auch WW, incl. Thermisch Solar mit ca. 50% Jahres-Überdeckung), leicht mit Holz zu (vernachlässigbar). Berechnet an Gas waren 55/Monat. Die Stadtwerke haben mich jetzt anhand des kürzlich abgelesenen Verbrauchs auf 40/Monat runter Stufen wollen. Sagen wir: 55 / Monat sind die Basis, das ist die 0. Hier siehst Du, was Du noch sparen kannst. 50-70 Euro. Dafür hast Du dann ein 40+ mit dicker Solar Anlage, sicher noch eine thermische Solar-Anlage, Dämmung bis der Arzt kommt und so weiter. Oder ein nicht richtig funktionierendes Passiv Haus oder Sonnenhaus. Traumtänzerei in meinen Augen. Kostet sicher 50T + gegenüber Energieeinsparverordnung 100. Für die Ersparnis bekommst Du nicht die nötigen Mittel finanziert für die nächste Stufe von 100 -->55.........
B
Bamue89
11.05.16 19:18
Raute: Suchfunktion //
Becker8413.05.16 19:44
Gestern war ich beim Bauingenieur mit dem ich vermutlich bauen werde.
Laut ihm würde ich bei 1300-1400 € / m² liegen bzw. 300 € / m³ in Standardbauweise, also Energieeinsparverordnung 2016 mit Gas.

Frage1: Was kostet mich eine Erdwärmepumpe mit 2 Tiefenbohrungen mehr ?
Kostet die Wärmepumpe in etwa das Gleiche wie eine Gastherme und ich zahle nur die Bohrung(en) als Aufpreis ??

KfW55 +15.000€ meinte er kommt in etwa hin.
Hier würde ich noch 5.000€ von der KfW Bank geschenkt bekommen und den günstigeren Kredit, was nach meiner Rechnung noch mal 5800€ sind. Somit effektive Mehrkosten von nur 4200€ + Kosten aus Frage 1.

KfW40+ wären noch mal zusätzlich 30.000€ mehr und "nur" 10.000€ von der KfW Bank geschenkt = 20.000€ mehr. Dafür baue ich lieber die Doppelgarage.

Oder sind 15.000€ für eine Photovoltaikanlage mit Speicher zu hoch angesetzt ?

Eventuell macht es ja auch Sinn KfW55 mit Photovoltaikanlage + Speicher. Dann wäre ich bei 0,0 Gas und hoffentlich 0,0 Stromkosten.
jaeger14.05.16 07:44
Becker84 schrieb:
Frage1: Was kostet mich eine Erdwärmepumpe mit 2 Tiefenbohrungen mehr ?
Kostet die Wärmepumpe in etwa das Gleiche wie eine Gastherme und ich zahle nur die Bohrung(en) als Aufpreis ??

Schwer zu sagen, da die Zahlen stark von der Region und Bodenbeschaffenheit abhängen und natürlich wie weit du runter musst. Auch solltest du erst einmal abklären ob das bei euch überhaupt möglich bzw. erlaubt ist.
Bei und kostet ein Meter ca. 70 Euro, dafür müssten aber mindestens 180 Meter gebohrt werden. Also relativ teuer, weswegen ich dann eher zu einem Grabenkollektor tendiere.
kfw70energieeinsparverordnunggassolarersparnisstufekfw55photovoltaikanlagespeicher