ᐅ Kostenplanung, Vergleichsmöglichkeiten und Einsparpotentiale erkennen
Erstellt am: 30.07.21 14:00
DerRoman30.07.21 14:00
Guten Tag liebes Hausbau-Forum,
meine Frau, mein Sohn und ich planen derzeit den Bau eines Hauses im Altkreis Osterode am Harz. Hierfür haben wir ein Baugrundstück von rund 660qm Größe (Rund 22*30m). Das Grundstück weist eine leichte Neigung auf.
Was wir uns wünschen:
- Wohnfläche von rund 120-130qm (der Bebauungsplan erlaubt zwei Vollgeschosse sowie einen Keller, allerdings möchten wir gerne auf das Kellergeschoss verzichten)
- Im besten Falle eine verklinkerte Fassade
- Ein möglichst energieeffizientes Haus
- Carport, Auffahrt und einfache Terrasse
- Ein Haus, welches man auch betreten kann: Die Außenflächen sollten also dergestalt aufbereitet werden, dass es eine Auffahrt/Weg zur Haustür gibt ;-)
- Möglichst bezugsfertig - das Verlegen von Fliesen, Parkett etc. ist nicht meine Stärke
Wir versuchen uns nun an der Orientierung - die Frage für uns lautet: "Wer baut ein Haus für welchen Preis?". Unser Wunsch: Wir möchten gerne einen für Laien verständlichen Preis "für alles" erhalten; dies bedeutet: Das reine Haus + einfache Außenanlagen (kleine einfache Terrasse) + Auffahrt (6m*3m) + Carport (9m*3m) + Anschlüsse (Wasser, Strom, Telekom) etc. pp.
Folgende Erfahrungen haben wir in ersten Gesprächen gemacht:
- Systemhausanbieter oder Franchisenehmer (Town & Country) wirken auf den ersten Blick wahnsinnig günstig; auf den zweiten Blick sind die Kosten für die tatsächliche Erschließung, Bewohnbarmachung und Gestaltung der Außenflächen sehr hoch; was mich ebenfalls schaudern lässt: Insbesondere bei Town & Country werden im Netz beispielsweise Preise für verklinkerte Fassaden aufgerufen, die bei einem Gespräch mit dem örtlichen Lizenzpartner um den Faktor 3 verteuert werden ("wir haben hier kaum Handwerker, die so etwas können")
- Lokale Bauunternehmen lassen sich ungern in die Karten schauen und möchten - was ich verstehen kann - auch Planungsarbeiten bezahlt bekommen
Konkret habe ich dabei folgendes Problem: Lokale Bauunternehmen möchten natürlich, dass man für eine Planung bereits eine Summe (in der Regel zwischen 4.000€ bis 7.000€) zahlt; ich vermute, man möchte damit Arbeiten vermeiden, die am Ende nicht entlohnt werden, wenn der potentielle Auftraggeber dann doch abspringt.
Problematisch ist dabei aber, dass dies natürlich die Vergleichbarkeit von Preisen erschwert. Bauunternehmer A erstellt sehr gerne ein Angebot nach der ersten Planung, die mich recht viel Geld kostet. Um dieses vergleichen zu können, müsste ich Bauunternehmer B ebenfalls mit einer Planung und einem Angebot beauftragen. Ich befürchte dabei, dass die Summe, die ich durch einen Angebotsvergleich einsparen könnte, durch die Planungskosten eingeholt wird.
Meine ganz konkreten Fragen:
1. Wie kann ich möglichst effizient Angebote vergleichen, ohne jeweils für die Planungskosten Unsummen auszugeben?
2. Wie erkenne ich Kostenfallen oder einfach teure Positionen im Angebot? Mir ist bewusst, dass ein Angebot eine Vielzahl an Einzelpositionen beinhaltet, aber vielleicht gibt es erfahrene Bauherren, die die "Top 3 der typischerweise zu teuer angebotenen Leistungen aufzählen können"
3. Ist eine Preisverhandlung heutzutage eigentlich erfolgversprechend? Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Bauunternehmen da in der heutigen Zeit eher dazu tendieren, Verhandlungen einfach abzulehnen - der nächste Interessent steht ja quasi schon in der Tür
4. Falls Punkt 3 positiv beantwortet wird: An welchen Positionen lässt sich am ehesten sparen?
Ich freue mich auf Antworten und bitte ggf. naive Fragen/Annahmen zu entschuldigen. Ich bin einfach kein Experte ;-)
meine Frau, mein Sohn und ich planen derzeit den Bau eines Hauses im Altkreis Osterode am Harz. Hierfür haben wir ein Baugrundstück von rund 660qm Größe (Rund 22*30m). Das Grundstück weist eine leichte Neigung auf.
Was wir uns wünschen:
- Wohnfläche von rund 120-130qm (der Bebauungsplan erlaubt zwei Vollgeschosse sowie einen Keller, allerdings möchten wir gerne auf das Kellergeschoss verzichten)
- Im besten Falle eine verklinkerte Fassade
- Ein möglichst energieeffizientes Haus
- Carport, Auffahrt und einfache Terrasse
- Ein Haus, welches man auch betreten kann: Die Außenflächen sollten also dergestalt aufbereitet werden, dass es eine Auffahrt/Weg zur Haustür gibt ;-)
- Möglichst bezugsfertig - das Verlegen von Fliesen, Parkett etc. ist nicht meine Stärke
Wir versuchen uns nun an der Orientierung - die Frage für uns lautet: "Wer baut ein Haus für welchen Preis?". Unser Wunsch: Wir möchten gerne einen für Laien verständlichen Preis "für alles" erhalten; dies bedeutet: Das reine Haus + einfache Außenanlagen (kleine einfache Terrasse) + Auffahrt (6m*3m) + Carport (9m*3m) + Anschlüsse (Wasser, Strom, Telekom) etc. pp.
Folgende Erfahrungen haben wir in ersten Gesprächen gemacht:
- Systemhausanbieter oder Franchisenehmer (Town & Country) wirken auf den ersten Blick wahnsinnig günstig; auf den zweiten Blick sind die Kosten für die tatsächliche Erschließung, Bewohnbarmachung und Gestaltung der Außenflächen sehr hoch; was mich ebenfalls schaudern lässt: Insbesondere bei Town & Country werden im Netz beispielsweise Preise für verklinkerte Fassaden aufgerufen, die bei einem Gespräch mit dem örtlichen Lizenzpartner um den Faktor 3 verteuert werden ("wir haben hier kaum Handwerker, die so etwas können")
- Lokale Bauunternehmen lassen sich ungern in die Karten schauen und möchten - was ich verstehen kann - auch Planungsarbeiten bezahlt bekommen
Konkret habe ich dabei folgendes Problem: Lokale Bauunternehmen möchten natürlich, dass man für eine Planung bereits eine Summe (in der Regel zwischen 4.000€ bis 7.000€) zahlt; ich vermute, man möchte damit Arbeiten vermeiden, die am Ende nicht entlohnt werden, wenn der potentielle Auftraggeber dann doch abspringt.
Problematisch ist dabei aber, dass dies natürlich die Vergleichbarkeit von Preisen erschwert. Bauunternehmer A erstellt sehr gerne ein Angebot nach der ersten Planung, die mich recht viel Geld kostet. Um dieses vergleichen zu können, müsste ich Bauunternehmer B ebenfalls mit einer Planung und einem Angebot beauftragen. Ich befürchte dabei, dass die Summe, die ich durch einen Angebotsvergleich einsparen könnte, durch die Planungskosten eingeholt wird.
Meine ganz konkreten Fragen:
1. Wie kann ich möglichst effizient Angebote vergleichen, ohne jeweils für die Planungskosten Unsummen auszugeben?
2. Wie erkenne ich Kostenfallen oder einfach teure Positionen im Angebot? Mir ist bewusst, dass ein Angebot eine Vielzahl an Einzelpositionen beinhaltet, aber vielleicht gibt es erfahrene Bauherren, die die "Top 3 der typischerweise zu teuer angebotenen Leistungen aufzählen können"
3. Ist eine Preisverhandlung heutzutage eigentlich erfolgversprechend? Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Bauunternehmen da in der heutigen Zeit eher dazu tendieren, Verhandlungen einfach abzulehnen - der nächste Interessent steht ja quasi schon in der Tür
4. Falls Punkt 3 positiv beantwortet wird: An welchen Positionen lässt sich am ehesten sparen?
Ich freue mich auf Antworten und bitte ggf. naive Fragen/Annahmen zu entschuldigen. Ich bin einfach kein Experte ;-)
hanghaus200030.07.21 14:06
Zeig uns doch mal den Hang. Plan mit hoehen und oder Fotos?
Hang ist im Allgemeinen schon teurer. Ebenso Klinker.
Hang ist im Allgemeinen schon teurer. Ebenso Klinker.
DerRoman30.07.21 14:16
Hallo,
ein Plan liegt leider noch nicht vor (wenn ich gestern gut aufgepasst habe, ist dies mit Nivellage beschrieben?) - aber Fotos füge ich einmal bei.
Anmerkungen:
- IMG_0571 zeigt eine entstehende Umzäunung oder Ummauerung des Grundstücks des Nachbarn oberhalb des zu erwerbenden Grundstückes. D.h. bei Betrachtung des Bildes liegen wir "links" vom Graben
- IMG_0570 zeigt die Grundstücksgrenze des Nachbarn unterhalb des zu erwerbenden Grundstückes (die Pflastersteine liegen quasi auf der Grenze). Der Nachbar, der oberhalb gebaut hat, hat zwei Grundstücke erworben, weswegen hier der Abstand unseres zu bauenden Hauses mit etwas mehr "Luft" erfolgt.


ein Plan liegt leider noch nicht vor (wenn ich gestern gut aufgepasst habe, ist dies mit Nivellage beschrieben?) - aber Fotos füge ich einmal bei.
Anmerkungen:
- IMG_0571 zeigt eine entstehende Umzäunung oder Ummauerung des Grundstücks des Nachbarn oberhalb des zu erwerbenden Grundstückes. D.h. bei Betrachtung des Bildes liegen wir "links" vom Graben
- IMG_0570 zeigt die Grundstücksgrenze des Nachbarn unterhalb des zu erwerbenden Grundstückes (die Pflastersteine liegen quasi auf der Grenze). Der Nachbar, der oberhalb gebaut hat, hat zwei Grundstücke erworben, weswegen hier der Abstand unseres zu bauenden Hauses mit etwas mehr "Luft" erfolgt.
Pinkiponk30.07.21 15:56
DerRoman schrieb:
...Ich finde Deine Fragen und Informationen sehr gut und freue mich auf die Antworten der anderen Foristen, da sie auch für mich hilfreich sind.Allzu viel kann ich nicht beitragen: Den Kostentreiber "Keller" habt Ihr ausgeschlossen, das finde ich gut, unter der Voraussetzung, dass Ihr kein Hanggrundstück habt. Eine "leichte Neigung" ist für mich kein Hang und somit vernachlässigbar.
Ich kann hinsichtlich unseres Bauvorhabens sagen, dass viele und große Fenster, viele Fenstertüren, höhere Decken und Klappläden Kostentreiber sind. Da wir noch keinen Bemusterungstermin hatten, weiß ich leider nicht mehr. Auch Klinker sind mir als Kostentreiber bekannt.
Was Ihr Euch wünscht, nämlich detaillierte, vergleichbare Angebote zu erhalten, ist uns leider nicht gelungen. Hier im Forum gibt es aber bestimmt Personen, die das Ganze klüger angegangen sind.
Ich freue mich jedenfalls, dass Ihr bereits ein Grundstück besitzt. Das scheint heutzutage die größte Herausforderung zu sein.
Osnabruecker30.07.21 16:02
So wie es mir scheint, wäre für euch der Weg zu einem Architekten der richtige. Ihr braucht einen Fachmann an eurer Seite, da die Firmen nur euer Bestes (= Euros) wollen.
Der Architekt stellt dann eine Planung auf, auf dessen Grundlage er dann vergleichbare Angebote von Firmen einholt. Und dies dann auch gewerkeweise bis zu den Außenanlagen.
Der Kostet Geld. (10 % der Bausumme).
Aber ihr habt eine Planung nach euren Vorstellungen und einen Ansprechpartner der eure Interessen gegenüber den Firmen vertritt.
Der Architekt stellt dann eine Planung auf, auf dessen Grundlage er dann vergleichbare Angebote von Firmen einholt. Und dies dann auch gewerkeweise bis zu den Außenanlagen.
Der Kostet Geld. (10 % der Bausumme).
Aber ihr habt eine Planung nach euren Vorstellungen und einen Ansprechpartner der eure Interessen gegenüber den Firmen vertritt.
ypg30.07.21 16:58
Hallo, Du erfragst den Inhalt des Forums 🙂 sprich Komplexität!
Mit eigenem Grundstück wirst Du Bauherr und hast Pflichten, bzw Positionen an der Backe, die Dir ein BU nicht abnehmen kann und auch will.
Gerade mal noch Malerarbeiten können Dir über einen Sub vermittelt werden, kostet aber oft mehr über einen Generalunternehmer als wenn Du Dir selbst einen suchst bzw. direkt mit einem verhandelst.
Oder Du hast genug Geld, und es ist nicht relevant. Aber dann würdest Du die Fragen nicht stellen.
DerRoman schrieb:Ich sehe keine leichte Neigung, ich sehe etwas mehr.
Das Grundstück weist eine leichte Neigung auf.
DerRoman schrieb:Ja, wer will schon ein ineffizientes Haus?
Ein möglichst energieeffizientes Haus
DerRoman schrieb:Aus der Nummer kommst Du mit eigenem Grundstück nicht raus: alles in einem bietet Dir ein Bauträger an, dann aber auch gleich mit Grundstück und alles zum Kauf
Ein Haus, welches man auch betreten kann: Die Außenflächen sollten also dergestalt aufbereitet werden, dass es eine Auffahrt/Weg zur Haustür gibt ;-)
- Möglichst bezugsfertig - das Verlegen von Fliesen, Parkett etc. ist nicht meine Stärke
Mit eigenem Grundstück wirst Du Bauherr und hast Pflichten, bzw Positionen an der Backe, die Dir ein BU nicht abnehmen kann und auch will.
Gerade mal noch Malerarbeiten können Dir über einen Sub vermittelt werden, kostet aber oft mehr über einen Generalunternehmer als wenn Du Dir selbst einen suchst bzw. direkt mit einem verhandelst.
DerRoman schrieb:Gibt es auch nicht: Anschlüsse, Pflasterung und Außenanlagen sind Deine Aufgabe (bauseits)
Unser Wunsch: Wir möchten gerne einen für Laien verständlichen Preis "für alles" erhalten; dies bedeutet: Das reine Haus + einfache Außenanlagen (kleine einfache Terrasse) + Auffahrt (6m*3m) + Carport (9m*3m) + Anschlüsse (Wasser, Strom, Telekom) etc. pp.
DerRoman schrieb:Ich sag es mal so: Du wirst nie vergleichen können und ein Gespür für die Preise bekommen, wenn Du Deine Hausaufgaben nicht machst und alles erdenkliche selbst einsaugst,
Problematisch ist dabei aber, dass dies natürlich die Vergleichbarkeit von Preisen erschwert.
Oder Du hast genug Geld, und es ist nicht relevant. Aber dann würdest Du die Fragen nicht stellen.
DerRoman schrieb:Tabellen füllen! Siehe oben.
1. Wie kann ich möglichst effizient Angebote vergleichen, ohne jeweils für die Planungskosten Unsummen auszugeben?
DerRoman schrieb:Siehe Punkt 1
2. Wie erkenne ich Kostenfallen oder einfach teure Positionen im Angebot?
DerRoman schrieb:Nein, es wollen genug Leute bauen.
3. Ist eine Preisverhandlung heutzutage eigentlich erfolgversprechend? Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Bauunternehmen da in der heutigen Zeit eher dazu tendieren, Verhandlungen einfach abzulehnen
DerRoman schrieb:Ich sehe den Bezug zu Punkt 3 nicht. Sparen kann man, wenn man Eigenleistungen erbringt und auf Firlefanz wie teure Extras verzichtet.
4. Falls Punkt 3 positiv beantwortet wird: An welchen Positionen lässt sich am ehesten sparen?
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