ᐅ Kostenersparnis bei Abriss und Neubau?
Erstellt am: 14.02.2024 13:00
RayB 14.02.2024 17:41
Bin aktuell mit einem ähnlichen Projekt beschäftigt und kann dir folgende "Erfahrung" bei der Ausschreibung, allerdings noch nicht der Umsetzung mitteilen.
- prüfe in wie weit die beiden Bestandshälften eine gemeinsame Brandmauer haben. Wenn dies der Fall ist, muss beim Abriss deiner Häfte diese Mauer bestehen bleiben d.h. dein Neubau wandert um diese Mauer weiter zur Seite
- bei getrenntem Abriss, kann je nach tiefe des möglichen neuen Keller es zu einer Unterfütterung des verbleibenden Gebäudes kommen. Hier mit ca 1-1,5k€ pro Meter rechnen
- Mach ein Bodengutachten inkl Konterminierung. Die Deponien wollen dieses Wissen, somit auch die Abrissfirmen.
- um Kosten zu sparen, versuche so weit wie möglich zu entkernen, allerdings bei bestehender Gasheizung, lasse die Finger davon
- denke daran, dass eine Abrissgenehmigung zwingend notwendig ist. Diese kann bis zu 3 Monate (bei uns) dauern
- evenuell ist eine Straßenabsperrung notwendig. Diese muss ggf durch dich beantragt werden. Nicht alle Abrissunternehmen bieten dieses an
- kläre, ob in der Gemeinde Kampfmittelräumdienst anrücken muss. In der Nachbargemeinde ist dieses notwendig...weiter 2k€
- hole viele Angebote rein. Diese unterscheiden sich zum Teil im Preis erheblich!
- evenutelle Rodung selber vornehmen (kann Kosten sparen)
Dies fällt mir aus dem Stehgreif ein...gibt mit Sicherheit noch mehr zu beachten.
Unabhänig davon halte ich aber eure Kostenkalkulation für sehr ambitioniert. Für ähnliche Gebäudegröße aber mit Keller und Garage liegen uns Angebote im Rahmen von 800-900k€ vor (Massivbau - Architektenhaus; voraussichtlich mit GU). Hinzu kommen die bekannten Nebenkosten, Architekt, Statiker, diverse Gutachten etc die alleine bis jetzt bereits ca 70k€ verschlugen haben. Allerdings habe ich das Glück im Besitz zu bauen, so dass ich das Grundstück nicht erst noch kaufen muss.
Ein Hausbau ist für mich was spannendes, aber verlangt viel Vorbereitung und ich lerne täglich neues Wissen dazu.
- prüfe in wie weit die beiden Bestandshälften eine gemeinsame Brandmauer haben. Wenn dies der Fall ist, muss beim Abriss deiner Häfte diese Mauer bestehen bleiben d.h. dein Neubau wandert um diese Mauer weiter zur Seite
- bei getrenntem Abriss, kann je nach tiefe des möglichen neuen Keller es zu einer Unterfütterung des verbleibenden Gebäudes kommen. Hier mit ca 1-1,5k€ pro Meter rechnen
- Mach ein Bodengutachten inkl Konterminierung. Die Deponien wollen dieses Wissen, somit auch die Abrissfirmen.
- um Kosten zu sparen, versuche so weit wie möglich zu entkernen, allerdings bei bestehender Gasheizung, lasse die Finger davon
- denke daran, dass eine Abrissgenehmigung zwingend notwendig ist. Diese kann bis zu 3 Monate (bei uns) dauern
- evenuell ist eine Straßenabsperrung notwendig. Diese muss ggf durch dich beantragt werden. Nicht alle Abrissunternehmen bieten dieses an
- kläre, ob in der Gemeinde Kampfmittelräumdienst anrücken muss. In der Nachbargemeinde ist dieses notwendig...weiter 2k€
- hole viele Angebote rein. Diese unterscheiden sich zum Teil im Preis erheblich!
- evenutelle Rodung selber vornehmen (kann Kosten sparen)
Dies fällt mir aus dem Stehgreif ein...gibt mit Sicherheit noch mehr zu beachten.
Unabhänig davon halte ich aber eure Kostenkalkulation für sehr ambitioniert. Für ähnliche Gebäudegröße aber mit Keller und Garage liegen uns Angebote im Rahmen von 800-900k€ vor (Massivbau - Architektenhaus; voraussichtlich mit GU). Hinzu kommen die bekannten Nebenkosten, Architekt, Statiker, diverse Gutachten etc die alleine bis jetzt bereits ca 70k€ verschlugen haben. Allerdings habe ich das Glück im Besitz zu bauen, so dass ich das Grundstück nicht erst noch kaufen muss.
Ein Hausbau ist für mich was spannendes, aber verlangt viel Vorbereitung und ich lerne täglich neues Wissen dazu.
haydee 14.02.2024 20:08
Wir mussten alles neu von der Straße aus verlegen. Die Hausanschlüsse waren Original.
Finde das Budget zu knapp für euer Vorhaben.
Entkernt haben wir nicht selber. Hat das Abbruchunternehmen mitgemacht. Die waren so schnell. Noch dazu hätte ich viel mehr entkernt
Finde das Budget zu knapp für euer Vorhaben.
Entkernt haben wir nicht selber. Hat das Abbruchunternehmen mitgemacht. Die waren so schnell. Noch dazu hätte ich viel mehr entkernt
11ant 14.02.2024 21:13
haydee schrieb:
Entkernt haben wir nicht selber. Hat das Abbruchunternehmen mitgemacht. Die waren so schnell. Noch dazu hätte ich viel mehr entkerntWas haben die denn stehen gelassen, was Du noch mit rausgerupft hättest ? haydee 14.02.2024 21:56
11ant schrieb:
Was haben die denn stehen gelassen, was Du noch mit rausgerupft hättest ?Genau müsste ich die Bilder raussuchen. Ist schon ein paar Jahre her. Die wussten genau was ging und was nicht. Manchmal war ich überrascht wie pingelig sie waren z.B. Isolierung um den Kamin und dann beim Boden nur das was sich schnell entfernt und alles was mehr Arbeit machte blieb. Tapeten wurde gar nicht angefasst.Ich hätte halt alles entfernt ganz genau. Ob Tapete, Boden oder Kabel
11ant 14.02.2024 23:18
Wenn ich recht erinnere, gab es bei Euch (abgesehen von Behutsamkeit wegen des Hanges) einen banalen Vollabriß. Also nichts zu entkernen im Sinne eines Zurückspulens auf Rohbau. Bei einem Abräumen des Altbestandes geht es um wesentlich andere Gesichtspunkte:
haydee schrieb:... nämlich eben um "Mülltrennung", um nicht mit der Gesamtmenge in die teuerste Deponieklasse "völlig bunt gemischt" zu geraten. Dann wird nur (immer mit der Balance zwischen Gebührenersparnis und Zeiteinsatz im Blick) grob möglichst viel Volumen "vorsortiert", bevor die Bleibirne geschwungen wird. Die Mühe mit Kabeln machen sich nur Kupferdiebe, keine Abrissunternehmer.
Die wussten genau was ging und was nicht. Manchmal war ich überrascht wie pingelig sie waren z.B. Isolierung um den Kamin und dann beim Boden nur das was sich schnell entfernt und alles was mehr Arbeit machte blieb. Tapeten wurde gar nicht angefasst.
motorradsilke 14.02.2024 23:58
RayB schrieb:
allerdings bei bestehender Gasheizung, lasse die Finger davon
Warum? Der Gasanschluss wird doch vorher stillgelegt. Danach kannst du die ganz einfach ausbauen. Fand bei uns gemeinsam mit den Heizkörpern auch noch einen Abnehmer.
Dazu ein Tipp: Setz dich so zeitig wie möglich mit allen Versorgern in Verbindung. Die brauchen manchmal länger als gedacht. Am Abstellen des Gasanschlusses ist fast unser Zeitplan gescheitert, weil die auf der Internetseite nicht angegeben hatten, dass sie 3 Monate Vorlauf brauchen.
Die Abrissgenehmigung wurde bei uns im Rahmen des Bauantrags mitbearbeitet.
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