Hallo zusammen,
kurze Eckdaten: Einfamilienhaus, mit Keller aus Fertigbeton-Teilen, Baujahr 1979, das gesamte Wohngebiet wurde in demselben Jahr neu angelegt und bebaut. Ortsrandlage. Grundstück durch einen Stichweg mit der Straße verbunden, circa 2 Meter Höhenunterschied Straße / Grundstück.
Nachdem wir bemerkt haben, dass nach einem Wasserschaden durch Starkregen und der darauffolgenden Bautrocknung die Nässe wieder kam, haben wir uns auf die Suche nach der Ursache gemacht. Einen Teil der Kellerwände haben wir nun auch schon von außen aufgebaggert, abgedichtet und isoliert. Das hat aber leider keine Änderung gebracht (außer das unser schöner Garten seit Monaten eine Baustelle ist und die Terrasse dafür abgerissen wurde)
Wir haben uns dann entschlossen, mit einer Rohrkamera die Leitungen und Drainagen anzusehen - Vermutung war ein Defekt, der zu Wasserstau führt und dann ins Haus eindringt. Oder einfach irgendwelche Hinweise zu haben, was mit unseren Rohren los ist.
Den Kontrollschacht außen auf dem Grundstück haben wir dann gestern angehoben, um von dort aus an die Rohre zu gelangen. Dort hätten wir dann die Kamera eingeführt.
Doch da unten (das ist locker 4 Meter tief) steht das Schmutzwasser mit entsprechendem Geruch.
Folgende Fragen dazu:
1. So weit ich das verstehe, dürfte sich da unten eigentlich gar nichts befinden - alles müsste direkt abfließen. Korrekt?
2. Wie sieht der Boden eines Kontrollschachtes aus? Laut Plan gibt es ein Rohr vom Haus kommend (das sieht man auch) und eine Ableitung (die man aufgrund des Pegels nicht mehr sieht). Ich stelle mir eine Rinne vor, die direkt in ein "Loch" gegenüber führt.
3. Laut offiziell genehmigtem Abwasserplan von 1979, der beim Bau unseres Hauses angefertigt wurde, wird die Drainage, Regenwasser vom Dach und Schmutzwasser zusammen in den Kontrollschacht geleitet. Das Mischwasser geht dann gesammelt in die Kanalisation. Ist das so üblich? Ich dachte eigentlich immer, dass das getrennt wird.
4. Wenn wir von einer blockierten/defekten Abwasser-Verrohrung ausgehen, sollte das eine durch uns beauftragte Firma korrigieren oder die Gemeinde?
5. Wenn wir von einer blockierten/defekten Abwasser-Verrohrung ausgehen, ist es dann denkbar, dass durch Starkregen der ansteigende Pegel zurück in die Rohre und Drainagen drückt, wodurch das anfallende Regenwasser "in der Erde" nicht mehr durch die Drainage abgeleitet werden kann, sich deshalb staut und ins Haus drückt? Hätten wir dann nicht stark riechendes Wasser im Haus? (Haben wir nämlich nicht, es ist nur feucht)
Freue mich auch eure Rückmeldung.
Grüße
kurze Eckdaten: Einfamilienhaus, mit Keller aus Fertigbeton-Teilen, Baujahr 1979, das gesamte Wohngebiet wurde in demselben Jahr neu angelegt und bebaut. Ortsrandlage. Grundstück durch einen Stichweg mit der Straße verbunden, circa 2 Meter Höhenunterschied Straße / Grundstück.
Nachdem wir bemerkt haben, dass nach einem Wasserschaden durch Starkregen und der darauffolgenden Bautrocknung die Nässe wieder kam, haben wir uns auf die Suche nach der Ursache gemacht. Einen Teil der Kellerwände haben wir nun auch schon von außen aufgebaggert, abgedichtet und isoliert. Das hat aber leider keine Änderung gebracht (außer das unser schöner Garten seit Monaten eine Baustelle ist und die Terrasse dafür abgerissen wurde)
Wir haben uns dann entschlossen, mit einer Rohrkamera die Leitungen und Drainagen anzusehen - Vermutung war ein Defekt, der zu Wasserstau führt und dann ins Haus eindringt. Oder einfach irgendwelche Hinweise zu haben, was mit unseren Rohren los ist.
Den Kontrollschacht außen auf dem Grundstück haben wir dann gestern angehoben, um von dort aus an die Rohre zu gelangen. Dort hätten wir dann die Kamera eingeführt.
Doch da unten (das ist locker 4 Meter tief) steht das Schmutzwasser mit entsprechendem Geruch.
Folgende Fragen dazu:
1. So weit ich das verstehe, dürfte sich da unten eigentlich gar nichts befinden - alles müsste direkt abfließen. Korrekt?
2. Wie sieht der Boden eines Kontrollschachtes aus? Laut Plan gibt es ein Rohr vom Haus kommend (das sieht man auch) und eine Ableitung (die man aufgrund des Pegels nicht mehr sieht). Ich stelle mir eine Rinne vor, die direkt in ein "Loch" gegenüber führt.
3. Laut offiziell genehmigtem Abwasserplan von 1979, der beim Bau unseres Hauses angefertigt wurde, wird die Drainage, Regenwasser vom Dach und Schmutzwasser zusammen in den Kontrollschacht geleitet. Das Mischwasser geht dann gesammelt in die Kanalisation. Ist das so üblich? Ich dachte eigentlich immer, dass das getrennt wird.
4. Wenn wir von einer blockierten/defekten Abwasser-Verrohrung ausgehen, sollte das eine durch uns beauftragte Firma korrigieren oder die Gemeinde?
5. Wenn wir von einer blockierten/defekten Abwasser-Verrohrung ausgehen, ist es dann denkbar, dass durch Starkregen der ansteigende Pegel zurück in die Rohre und Drainagen drückt, wodurch das anfallende Regenwasser "in der Erde" nicht mehr durch die Drainage abgeleitet werden kann, sich deshalb staut und ins Haus drückt? Hätten wir dann nicht stark riechendes Wasser im Haus? (Haben wir nämlich nicht, es ist nur feucht)
Freue mich auch eure Rückmeldung.
Grüße
B
Buchsbaum06606.11.24 16:10Nun, es gab örtlich viel Niederschlag und so könnte es durchaus sein, dass der Grundwasserspiegel bei euch angestiegen ist.
Möglicherweise auch durch externe Baumaßnahmen im Umfeld eures Hauses.
Ich würde vermuten der Estrich muss raus und dann muss man weitersehen.
Wenn knöchwlhoch das Wasser im Keller stand reicht eine normale Bautrocknung halt nicht mehr aus.
Möglicherweise auch durch externe Baumaßnahmen im Umfeld eures Hauses.
Ich würde vermuten der Estrich muss raus und dann muss man weitersehen.
Wenn knöchwlhoch das Wasser im Keller stand reicht eine normale Bautrocknung halt nicht mehr aus.
Nachdem heute die Kanal-Reiniger da waren, haben sie festgestellt, dass im Kontrollschacht das Abflussrohr etwas zu hoch liegt. Das bedeutet, dass immer etwas Wasser sich unten sammeln muss, bevor es höher steigen kann und abfließt.
Also keine Blockade im Rohr. Works as designed.
Tatsächlich haben die aber nun nahezu alle unsere Rohre mit der Kamera abgefahren, dabei wurde festgestellt dass viele Steinzeug-Rohre verrutscht waren (teilweise schlimm, meistens aber nicht ganz so extrem). Und eine Stelle war gebrochen, da hat man Scherben und Löcher etc. gesehen. Das war genau an der Stelle, wo wir am meisten Feuchtigkeit im Keller haben.
Wir gehen schwer davon aus, die Ursache nun gefunden zu haben.
Nur leider konnten sie, aufgrund des Anschluss-Winkels, nicht in die Drainage schauen - diese Kurve hätte die Kamera nicht mitgemacht. Schade, denn ich habe immer noch den Verdacht, dass an gewissen Stellen die Drainage defekt, oder gar nicht vorhanden ist.
Also keine Blockade im Rohr. Works as designed.
Tatsächlich haben die aber nun nahezu alle unsere Rohre mit der Kamera abgefahren, dabei wurde festgestellt dass viele Steinzeug-Rohre verrutscht waren (teilweise schlimm, meistens aber nicht ganz so extrem). Und eine Stelle war gebrochen, da hat man Scherben und Löcher etc. gesehen. Das war genau an der Stelle, wo wir am meisten Feuchtigkeit im Keller haben.
Wir gehen schwer davon aus, die Ursache nun gefunden zu haben.
Nur leider konnten sie, aufgrund des Anschluss-Winkels, nicht in die Drainage schauen - diese Kurve hätte die Kamera nicht mitgemacht. Schade, denn ich habe immer noch den Verdacht, dass an gewissen Stellen die Drainage defekt, oder gar nicht vorhanden ist.
xola123 schrieb:
dass viele Steinzeug-Rohre verrutscht waren (teilweise schlimm, meistens aber nicht ganz so extrem). Und eine Stelle war gebrochen, da hat man Scherben und Löcher etc. gesehenDa wird ein Austausch der Rohre demnächst anstehen, bevor der Garten und die Terrasse fertig sind.Bei den zu erwartenden Regenmengen, würde ich auch eine Rinne als Terrassen Entwässerung mit legen und auch am Kanal anschließen.
Und um das Haus ein leichtes Gefälle vom Haus weg anlegen
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