ᐅ Könnten wir uns das wirklich leisten und geht die Bank mit?
Erstellt am: 20.04.25 22:51
motorradsilke23.04.25 14:50
nordanney schrieb:
Nur im Kopf.
Immerhin stehen den 1,6 Mio. nur 860k Schulden gegenüber. Ist als Saldo viel besser, als ne 400k Immobilie mit 350k Schulden.
Noch besser wären 5 Mio. Schulden und 15 Mio. Immobilien
Alles relativ.
Objektiv bedarf es dazu keines Mutes. Da kann jeder "objektiv" entspannt schlafen. Was soll passieren? Beide werden arbeitslos und müssen das Haus verkaufen? Ja und? Da kann man mit dem Überschuss viele Jahre ohne Job leben.
Der mit 400k Immobilie und 350k Schulden fällt direkt bei Jobverlust in ein ganz tiefes Bürgergeld-Loch. Auch wenn er vorher gedacht hätte, er kann mit einem kleinen Kredit gut schlafen.Ersterer muss aber auf jeden Fall ausziehen, vielleicht in einen anderen Ort. Verliert, was er sich aufgebaut hat, seinen Garten (in den manche Menschen viel Herzblut stecken), seine Hobbymöglichkeiten, Nähe zu Kindern und/oder Enkeln… Zweiterer bekommt erst mal Alg, von dem er die Rate stemmen kann. Und bekommt dann ziemlich sicher einen neuen Job, von dem er die Rate stemmen kann.
Dass Beide gleichzeitig den Job verlieren ist unwahrscheinlich. Aber der Zweite stemmt die Rate notfalls auch mit einem Einkommen, der Erste nicht.
Ob Jemand also mit Schulden in dieser Höhe ruhig schlafen kann, ist eher von der Einstellung abhängig. Ist das Haus nur ein Gegenstand wie ein Auto, dann hast du sicher Recht. Ist es das Nest, in dem man alt werden will, sieht man es anders.
Allthewayup23.04.25 15:12
Rege Diskussion, das ist gut. Und einige Interessante Aussagen dabei die den Blick aus einer anderen Perspektive ermöglichen, sehr wertvoll. Danke dafür.
Für uns ist ein Haus allem voran der Treffpunkt für die Familie (Eltern und Kinder) und Ort des miteinander. Das unser „Herz“ jetzt so daran hängen würde - auch wenn von uns geplant und (mit)gebaut - kann ich nicht behaupten. Von daher fällt es uns wahrscheinlich leichter das alte „abzuschütteln“ und was neues zu fokussieren. Meine Frau ist da sehr ähnlich.
Aber wer weiß, vielleicht ist das auch nur der unterbewusste Antrieb einen Wechsel herbeizuführen, weil wir nur noch nicht „unser Nest“ gefunden haben?! Unwohl zumindest fühlten wir uns in keiner der bisher bewohnten Häuser/Wohnungen.
Für uns ist ein Haus allem voran der Treffpunkt für die Familie (Eltern und Kinder) und Ort des miteinander. Das unser „Herz“ jetzt so daran hängen würde - auch wenn von uns geplant und (mit)gebaut - kann ich nicht behaupten. Von daher fällt es uns wahrscheinlich leichter das alte „abzuschütteln“ und was neues zu fokussieren. Meine Frau ist da sehr ähnlich.
Aber wer weiß, vielleicht ist das auch nur der unterbewusste Antrieb einen Wechsel herbeizuführen, weil wir nur noch nicht „unser Nest“ gefunden haben?! Unwohl zumindest fühlten wir uns in keiner der bisher bewohnten Häuser/Wohnungen.
nordanney23.04.25 15:22
motorradsilke schrieb:
Ersterer muss aber auf jeden Fall ausziehen, vielleicht in einen anderen Ort. Verliert, was er sich aufgebaut hat, seinen Garten (in den manche Menschen viel Herzblut stecken), seine Hobbymöglichkeiten, Nähe zu Kindern und/oder Enkeln…
Zweiterer bekommt erst mal Alg, von dem er die Rate stemmen kann. Und bekommt dann ziemlich sicher einen neuen Job, von dem er die Rate stemmen kann.
Dass Beide gleichzeitig den Job verlieren ist unwahrscheinlich. Aber der Zweite stemmt die Rate notfalls auch mit einem Einkommen, der Erste nicht.
Ob Jemand also mit Schulden in dieser Höhe ruhig schlafen kann, ist eher von der Einstellung abhängig. Ist das Haus nur ein Gegenstand wie ein Auto, dann hast du sicher Recht. Ist es das Nest, in dem man alt werden will, sieht man es anders.Es ging um das Risiko der hohen Summen.Ersterer kann beide Jobs verlieren, sich eine Wohnung kaufen und dann 15 Jahre entspannt vom Vermögen leben. Risiko = 0 (emotional je nach Person vielleicht "schrecklich"). Also nein, es ist nicht von der Einstellung abhängig. Faktisch ist das Risiko sehr gering. Man kann ruhig schlafen, weil man "nur" eine Immobilienwechsel zu befürchten hat.
Zweiterer landet sehr häufig in der ZV. Hohes Risiko. Ist objektiv so. Würde mich aber auch nicht schlecht schlafen lassen, denn das ganze Leben ist ein Risiko. Wenn ich 0 Risiko eingehe, kann ich auch direkt mein Leben vergessen.
motorradsilke23.04.25 15:29
nordanney schrieb:
Es ging um das Risiko der hohen Summen.
Ersterer kann beide Jobs verlieren, sich eine Wohnung kaufen und dann 15 Jahre entspannt vom Vermögen leben. Risiko = 0 (emotional je nach Person vielleicht "schrecklich"). Also nein, es ist nicht von der Einstellung abhängig. Faktisch ist das Risiko sehr gering. Man kann ruhig schlafen, weil man "nur" eine Immobilienwechsel zu befürchten hat.
Zweiterer landet sehr häufig in der ZV. Hohes Risiko. Ist objektiv so. Würde mich aber auch nicht schlecht schlafen lassen, denn das ganze Leben ist ein Risiko. Wenn ich 0 Risiko eingehe, kann ich auch direkt mein Leben vergessen.Es ging darum, ob man ruhig schlafen kann mit diesen Summen. Und Manchem würde eben das Risiko, des Hauses verkaufen zu müssen, schlaflose Nächte bereiten. Das ist von der Einstellung abhängig. Der Immobilienwechsel ist eben nicht für Jeden "nur".ypg23.04.25 15:30
nordanney schrieb:
Was soll passieren? Beide werden arbeitslos und müssen das Haus verkaufen? Ja und? Da kann man mit dem Überschuss viele Jahre ohne Job leben.nordanney schrieb:
Ersterer kann beide Jobs verlieren, sich eine Wohnung kaufen und dann 15 Jahre entspannt vom Vermögen leben.Puuh, mal ehrlich: Ich wohne zwar in einer Gegend nahe einer Grossstadt, wo Kohle gemacht, also viel Geld erwirtschaftet wird, und bei uns teuer gelebt wird, aber die Häuser, die ü1,2 Mio sind, die lassen sich nicht so schnell verkaufen. Die sind 1, 2 Jahre auf dem Markt, Hop on, Hop off werden sie manchmal über mehrere Jahre inseriert. Ich denke mal, da setzt dann eher keine Entspannung ein, wenn der Worstcase mit den Jobs einsetzt.Maschi3323.04.25 15:52
nordanney schrieb:
Ja. Aber beim Verkauf verbleibt ne 3/4 Million, von der man leben kann. Bei dem zweiten Beispiel musst Du vom ALG und später Bürgergeld die Rate fürs Haus bezahlen können (z.B. 350k für 1.500€ im Monat) oder es verkaufen und hast dann quasi nichts als Vermögen, von dem Du zehren kannst.
Erstens ist es ein krasses Beispiel, dass beide den Job verlieren und nichts neues finden (bei dem Einkommen ist eine gewisse Qualifikation schon mal vorhanden).
Zweitens ist es ein Realkredit, bei dem die Bank entspannt ist.
Drittens ist ein Verkauf kein Risiko. Du bekommst wie oben geschrieben ne 3/4 Million cash in Täsch. Da bin ich zwar genervt, das Haus zu verkaufen, lebe aber entspannter als im anderen Beispiel. Kaufe z.B. ne kleine Wohnung, bezahle bar und hab noch immer 400.000€ für meine Lebenshaltung der nächsten 15 Jahre über.
Du bist solche Zahlen nicht gewohnt, oder?Da hast du recht, solche Summen bin ich nicht gewohnt. Für mich ist das eine andere Welt, um ehrlich zu sein. Ich hätte jetzt aber vermutlich weniger Probleme mit der absoluten Summe als mit der monatlichen Belastung, die daraus resultiert.
Nach dem Verkauf kommt ja gleich das nächste Problem. Finde für eine 4-köpfige Familie mal eine geeignete Wohnung (Miete oder Kauf) in der Gegend, in der du 1,6 Millionen für ein Einfamilienhaus bezahlen musst. Das wird vermutlich nicht unkompliziert.
Aber ja, natürlich wäre das kein Beinbruch, solange es unterm Strich positiv ist.
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