ᐅ Kochinsel in der Praxis
Erstellt am: 17.11.2014 21:13
One00 19.11.2014 22:29
Da kommt natürlich umgehend eine Glaswand davor. Nicht, dass da noch jemand runterpurzelt.
Funktioniert aber ohne Absturzsicherung und Handlauf bisher erstaunlich gut.
Funktioniert aber ohne Absturzsicherung und Handlauf bisher erstaunlich gut.
Bauexperte 20.11.2014 00:58
Guten Abend,
Grüße, Bauexperte
One00 schrieb:Das kann ich mir gut vorstellen; paßt zur schönen Treppe und der arbeitsintensiven Wand
Da kommt natürlich umgehend eine Glaswand davor.
Grüße, Bauexperte
Sebastian79 01.01.2015 10:15
In NRW braucht man im Einfamilienhaus kein Geländer - so eine Treppe würde genehmigt werden
Bauexperte 02.01.2015 12:17
Hallo,
Vierter Abschnitt - Treppen, Rettungswege, Aufzüge und Öffnungen
Bauordnung für das Land NorDeutsche Reihenhausein-Westfalen - Landesbauordnung (Bauordnung NRW), Bekanntmachung der Neufassung
§ 36 Treppen
(1) Jedes nicht zu ebener Erde liegende Geschoss und der benutzbare Dachraum eines Gebäudes müssen über mindestens eine Treppe zugänglich sein (notwendige Treppe); weitere Treppen können gefordert werden, wenn die Rettung von Menschen im Brandfall nicht auf andere Weise möglich ist. Statt notwendiger Treppen können Rampen mit flacher Neigung gestattet werden.
(2) Einschiebbare Treppen und Rolltreppen sind als notwendige Treppen unzulässig. Einschiebbare Treppen und Leitern sind bei Gebäuden geringer Höhe als Zugang zu einem Dachraum ohne Aufenthaltsräume zulässig; sie können als Zugang zu sonstigen Räumen, die keine Aufenthaltsräume sind, gestattet werden, wenn wegen des Brandschutzes Bedenken nicht bestehen.
(3) Die tragenden Teile notwendiger Treppen sind in der Feuerwiderstandsklasse F 90 und aus nichtbrennbaren Baustoffen herzustellen. Bei Gebäuden geringer Höhe sind sie aus nichtbrennbaren Baustoffen herzustellen; dies gilt nicht für Wohngebäude geringer Höhe mit nicht mehr als zwei Wohnungen.
(4) In Gebäuden mit mehr als zwei Geschossen über der Geländeoberfläche sind die notwendigen Treppen in einem Zuge zu allen anderen angeschlossenen Geschossen zu führen; sie müssen mit den Treppen zum Dachraum unmittelbar verbunden sein.
(5) Die nutzbare Breite der Treppen und Treppenabsätze notwendiger Treppen muss mindestens 1 m betragen; in Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen genügt eine Breite von 0,8 m.
(6) Treppen müssen mindestens einen festen und griffsicheren Handlauf haben. Bei großer nutzbarer Breite der Treppen können Handläufe auf beiden Seiten und Zwischenhandläufe gefordert werden.
(7) Die freien Seiten der Treppen, Treppenabsätze und Treppenöffnungen müssen durch Geländer gesichert werden. Fenster, die unmittelbar an Treppen liegen und deren Brüstungen unter der notwendigen Geländerhöhe liegen, sind zu sichern.
(8) Auf Handläufe und Geländer kann, insbesondere bei Treppen bis zu fünf Stufen, verzichtet werden, wenn wegen der Verkehrssicherheit auch unter Berücksichtigung der Belange Behinderter oder alter Menschen Bedenken nicht bestehen.
(9) Treppengeländer müssen mindestens 0,90 m, bei Treppen mit mehr als 12 m Absturzhöhe mindestens 1,10 m hoch sein.
(10) Eine Treppe darf nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen, die in Richtung der Treppe aufschlägt; zwischen Treppe und Tür ist ein Treppenabsatz anzuordnen, der mindestens so tief sein soll, wie die Tür breit ist.
(11) Die Absätze 3 bis 7 gelten nicht für Treppen innerhalb von Wohnungen.
Grüße, Bauexperte
Lexmaul79 schrieb:Ich mag solche Antworten ....
In NRW braucht man im Einfamilienhaus kein Geländer - so eine Treppe würde genehmigt werden
Vierter Abschnitt - Treppen, Rettungswege, Aufzüge und Öffnungen
Bauordnung für das Land NorDeutsche Reihenhausein-Westfalen - Landesbauordnung (Bauordnung NRW), Bekanntmachung der Neufassung
§ 36 Treppen
(1) Jedes nicht zu ebener Erde liegende Geschoss und der benutzbare Dachraum eines Gebäudes müssen über mindestens eine Treppe zugänglich sein (notwendige Treppe); weitere Treppen können gefordert werden, wenn die Rettung von Menschen im Brandfall nicht auf andere Weise möglich ist. Statt notwendiger Treppen können Rampen mit flacher Neigung gestattet werden.
(2) Einschiebbare Treppen und Rolltreppen sind als notwendige Treppen unzulässig. Einschiebbare Treppen und Leitern sind bei Gebäuden geringer Höhe als Zugang zu einem Dachraum ohne Aufenthaltsräume zulässig; sie können als Zugang zu sonstigen Räumen, die keine Aufenthaltsräume sind, gestattet werden, wenn wegen des Brandschutzes Bedenken nicht bestehen.
(3) Die tragenden Teile notwendiger Treppen sind in der Feuerwiderstandsklasse F 90 und aus nichtbrennbaren Baustoffen herzustellen. Bei Gebäuden geringer Höhe sind sie aus nichtbrennbaren Baustoffen herzustellen; dies gilt nicht für Wohngebäude geringer Höhe mit nicht mehr als zwei Wohnungen.
(4) In Gebäuden mit mehr als zwei Geschossen über der Geländeoberfläche sind die notwendigen Treppen in einem Zuge zu allen anderen angeschlossenen Geschossen zu führen; sie müssen mit den Treppen zum Dachraum unmittelbar verbunden sein.
(5) Die nutzbare Breite der Treppen und Treppenabsätze notwendiger Treppen muss mindestens 1 m betragen; in Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen genügt eine Breite von 0,8 m.
(6) Treppen müssen mindestens einen festen und griffsicheren Handlauf haben. Bei großer nutzbarer Breite der Treppen können Handläufe auf beiden Seiten und Zwischenhandläufe gefordert werden.
(7) Die freien Seiten der Treppen, Treppenabsätze und Treppenöffnungen müssen durch Geländer gesichert werden. Fenster, die unmittelbar an Treppen liegen und deren Brüstungen unter der notwendigen Geländerhöhe liegen, sind zu sichern.
(8) Auf Handläufe und Geländer kann, insbesondere bei Treppen bis zu fünf Stufen, verzichtet werden, wenn wegen der Verkehrssicherheit auch unter Berücksichtigung der Belange Behinderter oder alter Menschen Bedenken nicht bestehen.
(9) Treppengeländer müssen mindestens 0,90 m, bei Treppen mit mehr als 12 m Absturzhöhe mindestens 1,10 m hoch sein.
(10) Eine Treppe darf nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen, die in Richtung der Treppe aufschlägt; zwischen Treppe und Tür ist ein Treppenabsatz anzuordnen, der mindestens so tief sein soll, wie die Tür breit ist.
(11) Die Absätze 3 bis 7 gelten nicht für Treppen innerhalb von Wohnungen.
Grüße, Bauexperte
Sebastian79 02.01.2015 12:29
Kannst ja mögen oder nicht - einfach Abschnitt 11 Deines eigenen Zitats lesen
Hab es auch nicht glauben können, ist aber so und hat mir auf Nachfrage auch mein Architekt bestätigt (der im Bauamt mal arbeitete und sowas abnehmen musste).
Hab es auch nicht glauben können, ist aber so und hat mir auf Nachfrage auch mein Architekt bestätigt (der im Bauamt mal arbeitete und sowas abnehmen musste).
Bauexperte 02.01.2015 12:45
Hallo,
Die Antwort Deines Architekten bezieht sich imho eher auf eine seltene Einzelfallentscheidung - oder Treppe bis 5 Stufen. Wenn die Abschnitte 3-7 nicht gelten würden, bräuchten wir bspw. im Bereich von Treppen auch kein VSG in den Fenstern zu verbauen (Abschnitt 7) ... erhalten aber andererseits keine Genehmigung, wenn wir es nicht tun
Im Übrigen wird die private Haftpflichtversicherung - sofern trotzdem ohne Geländer gebaut wird - auch noch ein gewichtiges Wörtchen in Sachen Höhe der Versicherungsprämie bzgl. der Unfallgefahr mitreden wollen.
Grüße, Bauexperte
Lexmaul79 schrieb:Ich habe schon unzählige Gespräche mit Bauamtsmitarbeiterinnen geführt. Sie unterscheiden eher nach Wohneinheiten - ob dies Erbsenzählerei ist, bleibt jedem selbst überlassen; ganz besonders haarig wird es bei landwirtschaftlichen Altenteilen, hier schreiben Dir die Ämter noch vor, wie groß Dein Badezimmer werden darf.
Kannst ja mögen oder nicht - einfach Abschnitt 11 Deines eigenen Zitats lesen
Hab es auch nicht glauben können, ist aber so und hat mir auf Nachfrage auch mein Architekt bestätigt (der im Bauamt mal arbeitete und sowas abnehmen musste).
Die Antwort Deines Architekten bezieht sich imho eher auf eine seltene Einzelfallentscheidung - oder Treppe bis 5 Stufen. Wenn die Abschnitte 3-7 nicht gelten würden, bräuchten wir bspw. im Bereich von Treppen auch kein VSG in den Fenstern zu verbauen (Abschnitt 7) ... erhalten aber andererseits keine Genehmigung, wenn wir es nicht tun
Im Übrigen wird die private Haftpflichtversicherung - sofern trotzdem ohne Geländer gebaut wird - auch noch ein gewichtiges Wörtchen in Sachen Höhe der Versicherungsprämie bzgl. der Unfallgefahr mitreden wollen.
Grüße, Bauexperte
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