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ᐅ KFW 70 erreichen mit Gastherme+Solar?


Erstellt am: 28.11.2012 20:05

imicklife 28.11.2012 20:05
Hallo liebe Forumgemeinde,

wir bauen ein Kfw 70-Haus und haben uns bereits im Vorfeld - bei unserem Garten-Landschaftsbauer - für eine Erdwärmeheizung entschieden. Allerdings befindet sich in unser Grundstück in einem Wasserschutzgebiet und wir haben uns sicherheitshalber eine Gastherme mit Kollektorfeld als Ausweichoption mit in den Vertrag schreiben lassen. Nun hat sich - nach genauerer Prüfung durch die Wasserschutzbehörde - herausgestellt, dass wir unsere Erdwärme Anlage dort doch nicht bauen dürfen. Ok, dachten wir uns...nehmen wir halt die Gastherme, nun rief uns aber die Architektin unserer Hausbaufirma an und teilte uns mit, dass dieses mit KfW 70 nicht möglich wäre, da 5 m2 Kollektorfläche nicht ausreichen würde, um den geforderten Anteil von 30% Eigenenergie für die Heizungsanlage zu erreichen - wir müssten nun auf eine Luft/Wärmepumpe der Firma Heliotherm ausweichen und dieses auch noch mit einer Zuzahlung von 500€! Ich habe mich mal im Inet mit der Anlage beschäftigt, kann mich aber überhaupt nicht mit dem riesigen Außenluftverdampfer anfreunden. Wie sind die Erfahrungen so mit solchen Anlagen? Angeblich bräuchte ich für diese Anlage auch keinen zusätzlichen Heizstab, der ja letztlich für hohe Stromkosten bei so einer Anlage sorgt? Hat jemand Erfahrungen bezüglich des Stromverbrauchs? Die Anlage heißt Heliotherm Basic Line Luft/Wärmepumpe! Bitte um Antworten! Danke

€uro 29.11.2012 07:48
Hallo,
imicklife schrieb:
....Ok, dachten wir uns...nehmen wir halt die Gastherme, nun rief uns aber die Architektin unserer Hausbaufirma an und teilte uns mit, dass dieses mit KFW 70 nicht möglich wäre,...
Wie kommt die darauf?
Abgesehen davon, Solarthermieanlage würde ich mir, wenn Gasbrennwert als Wärmeerzeuger gesetzt ist, verkneifen und eher etwas besser Dämmen (15% Regel).
imicklife schrieb:
....- wir müssten nun auf eine Luft/Wärmepumpe der Firma Heliotherm ausweichen und dieses auch noch mit einer Zuzahlung von 500€!
Warum gerade diese. Wenn Luftwärmepumpe, sollte sie Vollmodulation beherrschen.
Erst einmal Nachweisen lassen, dass eine Luftwärmepumpe für das Vorhaben/ Standort überhaupt geeignet ist.
imicklife schrieb:
....
Ich habe mich mal im Inet mit der Anlage beschäftigt, kann mich aber überhaupt nicht mit dem riesigen Außenluftverdampfer anfreunden.
Bei Splittgeräten steht nur der Verdampfer draußen.
imicklife schrieb:
....Wie sind die Erfahrungen so mit solchen Anlagen?
Erfahrungen Anderer werden wenig nutzen, denn jedes BV ist spezifisch.
Was bei A Sinn macht, geht bei B gerade noch so und führt bei C zum Groschengab!
imicklife schrieb:
....Angeblich bräuchte ich für diese Anlage auch keinen zusätzlichen Heizstab, der ja letztlich für hohe Stromkosten bei so einer Anlage sorgt?
Welch grandioser Unsinn! Ein gewisser Heizstabanteil ist sogar erforderlich, wenn es insgesamt wirtschaftlich werden soll. Das gilt besonders für nicht vollmodulierende Luftwärmepumpe.

v.g.

NB: Das sind die Nachteile, wenn man sich mit einem GU/GÜ einlässt ohne hinreichende Dimensionierung vertraglich zu vereinbaren! Da wird meist Geschätzt, Vermutet, Angenommen und Zusammengebastelt, Je nachdem, welcher Vertreter gerade vorbeikam, statt exakt zu planen und zu dimensionieren!
Nicht selten insgesamt ein Groschengrab.

Bauexperte 29.11.2012 11:57
imicklife schrieb:

Ok, dachten wir uns...nehmen wir halt die Gastherme, nun rief uns aber die Architektin unserer Hausbaufirma an und teilte uns mit, dass dieses mit KFW 70 nicht möglich wäre, da 5 m2 Kollektorfläche nicht ausreichen würde, um den geforderten Anteil von 30% Eigenenergie für die Heizungsanlage zu erreichen - wir müssten nun auf eine Luft/Wärmepumpe der Firma Heliotherm ausweichen und dieses auch noch mit einer Zuzahlung von 500€!
Normalerweise überlasse ich die Beantwortung energetischer Themen lieber €uro - aber die Aussage Deiner Architektin ist grober Unfug !

Es ist zwar richtig, dass Du mit nur 5 qm Kollektorfläche nicht auf KfW 70 kommst - hängt so oder so auch von der Lage des Grundstückes zur Sonne ab - aber grundsätzlich geht KfW 70 mit Gas-/Brennwert und Solar sowie mehr Dämmung sehr wohl.

Nicht mißverstehen - eine vernünftig dimensionierte Luft-Wasser-Wärmepumpe ist nicht der schlechteste Wärmeerzeuger. ABER Du als Bauherr solltest schon selbst entscheiden, für welchen Wärmeerzeuger Du Dich entscheiden möchtest. Die Aussage Deiner Architektin - wenn genau so gesagt - ist ein absolutes "no go". Bist Du sicher, daß es sich bei ihr tatsächlich um eine Architektin handelt?

Freundliche Grüße
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