Keller bei Einfamilienhaus sinnvoll oder eher zu teuer?

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Zuletzt aktualisiert 13.04.2024
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M

Müllerin

wir haben 450qm, davon gehen 84qm fürs Haus, ca 55 für Einfahrt/Vorgartenstreifen, und ca 54 (?) für Doppelgarage mit Abstellraum weg. Bleiben ca 200 Garten über. Hatte mir auch mal mehr erträumt, allerdings war es keine Option, den Abstellraum wegzulassen (~21qm) und dafür dann einen Keller zu bauen.
Ne die Fläche muss reichen. Was nicht reinpasst, muss eben weg. Allerdings hänge ich inzwischen eh nicht so an Materiellem.

Aber logischer Weise, wie schon häufiger festgestellt, wird man da eh auf keine Einigung kommen. Muss man ja auch nicht.
 
D

Denis L.

Wie gesagt, ich verstehe die "Ungerechtigkeit" an dem Ganzen, aber in Städten wie London ist das leider lange schon so....

Wer in sozialen Berufen arbeitet pendelt dort täglich mindestens 2 Stunden....
Das Beispiel London bringe ich auch gerne an, wenn mir Leute erzählen "also noch weiter *können* die Preise doch gar nicht mehr steigen"... Doch das geht.
 
andimann

andimann

Moin,

Wenn ich jetzt das so mache wie hier oft geschrieben, dann muss ich unsere Garage 30qm größer machen und das Haus selber muss auch mehr Fläche bekommen und ich muss einen Spitzboden einplanen auf den wir Momentan verzichten. Mal abgesehen davon, dass das man das auch nicht umsonst bekommt würde es uns einfach Fläche auf dem Grundstück klauen, das leider eh nicht so groß ist.
Man könnte jetzt sagen, dann hättest halt ein größeres Grundstück gekauft...klar aber wie gesagt erst mal eins bekommen und dann sollte man auch gegenrechnen dass die Mehr-Qm ja auch ordentlich kosten.
Volle Zustimmung. Die Argumentation, dass man ja für das gleiche Geld ein größeres Grundstück kaufen und dort ein größeres EG bauen könnte, hinkt imho etwas.
  1. Erstmal ein größeres Grundstück finden und bekommen: Wir haben 650 qm in unserer Wunschgegend bekommen. Klar, 15 km weiter draußen auf dem Land hätten wir vermutlich für das gleiche Geld zwei Grundstücke kaufen können. Aber da wollten wir einfach nicht hin!
  2. Selbst wenn du ein größeres Grundstück hast, muss der Bebauungsplan erst mal ein größeres Haus/Garage/Anbau erlauben.
  3. Die Garage als Lagerplatz einzuplanen, ist eine etwas kritische Idee. Laut den meisten Brandschutzverordnungen darf in einer Garage nichts gelagert werden. Sprich, da dürfen nur Autos (mit gefüllten Benzintank!) aber keine Fahrräder rein. Über die Sinnhaftigkeit dieser Regelung kann man sich sicher streiten, ist aber erst mal so Vorschrift. Und wenn dich ein missgünstiger Nachbar anschwärzt oder ein etwas übereifriger Feuerwehrmensch das mitbekommt, kannst du dich auf die Suche nach Lagerplatz für deinen Krempel machen. Ist hier im Ort schon so passiert.
Hier im Wohngebiet haben nur wenige ohne Keller gebaut. Und die geben ganz ehrlich zu, dass sie nur aus Geldmangel auf den Keller verzichtet haben und ihn heute schmerzlich vermissen.

Ich wüsste auch nicht, wie wir ohne Keller zurecht kommen sollten, da hätten wir im EG schon einen mindestens 70 qm großen Anbau gebraucht. Und ob der wirklich billiger gewesen wäre als der Keller, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

Aber jeder wie er mag...

Viele Grüße,

Andreas
 
B

Bonnie_Ham

Das Miet- und Kaufpreisniveau in München ist schon irre. Aber man muss nicht in München wohnen. Und ich empfinde das Kaufpreisniveau auch anderswo mittlerweile als irre. Hat natürlich viel mit der Euro- und Flüchtlingskrise zu tun. Durch die Eurokrise versuchen Viele ihr Geld in Deutschland in Sicherheit zu bringen. Und die Flüchtlinge und Armutsmigranten brauchen auch Wohnraum. Das treibt natürlich die Preise. Die Finanzkrise wiederum hat dafür gesorgt, dass viele ihr Geld in Immobilien investieren wollen und gleichzeitig hat sie die Zinsen massiv verbilligt, wodurch auch die Preise steigen.
Wo sollen denn die Münchner Krankenschwestern, Friseure, Pflegekräfte, Verwaltungsangestellte, Polizisten usw. alle hin?
Für mehrere tausend der Münchner Sozialwohnungen (!) haben die städtischen Mitarbeiter zwar schon ein Belegrecht, aber der Bestand reicht bei weitem nicht. Das ist wirklich ein Problem. Und nur weil es anderswo noch schlimmer ist, macht es das ja nicht besser.

Das Kaufpreisniveau ist aber momentan überall irre, da hast du absolut Recht.
 
B

Bonnie_Ham

  1. Die Garage als Lagerplatz einzuplanen, ist eine etwas kritische Idee. Laut den meisten Brandschutzverordnungen darf in einer Garage nichts gelagert werden. Sprich, da dürfen nur Autos (mit gefüllten Benzintank!) aber keine Fahrräder rein. Über die Sinnhaftigkeit dieser Regelung kann man sich sicher streiten, ist aber erst mal so Vorschrift. Und wenn dich ein missgünstiger Nachbar anschwärzt oder ein etwas übereifriger Feuerwehrmensch das mitbekommt, kannst du dich auf die Suche nach Lagerplatz für deinen Krempel machen. Ist hier im Ort schon so passiert.
Es gibt aber nur dann Brandschutzbestimmungen zu beachten, wenn es sich nicht um eine freistehende Garage handelt.
Und auch wenn es keine freistehende Garage ist, darf man zumindest solche Gegenstände dort lagern, die zum Auto gehören. Zum Beispiel auch Reifen oder Dachgepäckträger.

Aber wenn ich mich bei den Nachbarn so umsehe, dann weiß von diesen Bestimmungen niemand. Die sind teilweise so vollgestellt, dass die Autos gar nicht mehr reinpassen.
Das Problem ist einfach, je mehr Platz man hat, desto mehr nutzt man auch.
 
D

Denis L.

Moin,



Volle Zustimmung. Die Argumentation, dass man ja für das gleiche Geld ein größeres Grundstück kaufen und dort ein größeres EG bauen könnte, hinkt imho etwas.
  1. Erstmal ein größeres Grundstück finden und bekommen: Wir haben 650 qm in unserer Wunschgegend bekommen. Klar, 15 km weiter draußen auf dem Land hätten wir vermutlich für das gleiche Geld zwei Grundstücke kaufen können. Aber da wollten wir einfach nicht hin!
  2. Selbst wenn du ein größeres Grundstück hast, muss der Bebauungsplan erst mal ein größeres Haus/Garage/Anbau erlauben.
  3. Die Garage als Lagerplatz einzuplanen, ist eine etwas kritische Idee. Laut den meisten Brandschutzverordnungen darf in einer Garage nichts gelagert werden. Sprich, da dürfen nur Autos (mit gefüllten Benzintank!) aber keine Fahrräder rein. Über die Sinnhaftigkeit dieser Regelung kann man sich sicher streiten, ist aber erst mal so Vorschrift. Und wenn dich ein missgünstiger Nachbar anschwärzt oder ein etwas übereifriger Feuerwehrmensch das mitbekommt, kannst du dich auf die Suche nach Lagerplatz für deinen Krempel machen. Ist hier im Ort schon so passiert.
Hier im Wohngebiet haben nur wenige ohne Keller gebaut. Und die geben ganz ehrlich zu, dass sie nur aus Geldmangel auf den Keller verzichtet haben und ihn heute schmerzlich vermissen.

Ich wüsste auch nicht, wie wir ohne Keller zurecht kommen sollten, da hätten wir im EG schon einen mindestens 70 qm großen Anbau gebraucht. Und ob der wirklich billiger gewesen wäre als der Keller, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

Aber jeder wie er mag...

Viele Grüße,

Andreas
Klar ist es eine Frage des Geldes. Aber es ist eher eine Trade-Off-Überlegung als eine Mangelentscheidung. Ich behaupte mal du konntest dir dein Wunschhaus mit Keller gut leisten. Ich hätte mein Wunschhaus deutlich verkleinern oder mich mehr verschulden müssen.
 
Zuletzt aktualisiert 13.04.2024
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