ᐅ Innenwände: Porenbeton, Kalksandstein oder Leichtbauwände?
Erstellt am: 19.08.2017 20:26
Paulus16 19.08.2017 20:26
Hallo,
bevor ihr schreibt: Ja ich weiß, die Frage kommt häufig genug vor, und es gibt ähnliche Fragen hier und im Web aber irgendwie ist jeder Fall individuell.
bezüglich unseres Einfamilienhaus-Neubauvorhabens habe folgende Frage zu den Innenwände:
-Der Bauingenieur empfehlt Kalksandstein wegen des besseren Schallschutzes, allerdings kann er die Statik auch mit Innenwände ohne Problem "hinbekommen".
-Der Maurer empfehlt aber Porenbeton da er sich harmonisch mit den Porenbeton-Außenwände sowie Bodenplatte, Decke, Ringanker, Stützen,... einfügt. Bei Innenwände aus Kalksandstein sieht das Risiko von Rissbildung wegen des Mischmauerwerks. Darüber hinaus kann er sicherlich Porenbeton leichter bearbeiten.
-Ich bin hin und her gerissen: Auf der einen Seite neige ich dazu, dem Maurer seiner gewohnten Arbeitsweise und -Material lassen, da der Handwerker am besten das baut, was er meistens auch baut. Auf der anderen Seite mache ich mir Sorgen bezüglich des Schallschutzes zwischen den Schlafzimmern. Unsere beiden Mädels musizieren (Klavier und Klarinette), und die Kinder (7, 10, und 12 Jahre alt) wachsen und werden vielleicht mehr Lärm machen mit der Zeit (Pubertät
Oder kann ich als Kompromiss zwischen den Schlafzimmern im OG Leichtbauwände nehmen? Sind diese hinsichtlich des Schallschutzes besser, und wie sieht deren Konstruktion aus?
Was würdet ihr vorschlagen? Gerne auch bitte aus eigener Erfahrung!

bevor ihr schreibt: Ja ich weiß, die Frage kommt häufig genug vor, und es gibt ähnliche Fragen hier und im Web aber irgendwie ist jeder Fall individuell.
bezüglich unseres Einfamilienhaus-Neubauvorhabens habe folgende Frage zu den Innenwände:
-Der Bauingenieur empfehlt Kalksandstein wegen des besseren Schallschutzes, allerdings kann er die Statik auch mit Innenwände ohne Problem "hinbekommen".
-Der Maurer empfehlt aber Porenbeton da er sich harmonisch mit den Porenbeton-Außenwände sowie Bodenplatte, Decke, Ringanker, Stützen,... einfügt. Bei Innenwände aus Kalksandstein sieht das Risiko von Rissbildung wegen des Mischmauerwerks. Darüber hinaus kann er sicherlich Porenbeton leichter bearbeiten.
-Ich bin hin und her gerissen: Auf der einen Seite neige ich dazu, dem Maurer seiner gewohnten Arbeitsweise und -Material lassen, da der Handwerker am besten das baut, was er meistens auch baut. Auf der anderen Seite mache ich mir Sorgen bezüglich des Schallschutzes zwischen den Schlafzimmern. Unsere beiden Mädels musizieren (Klavier und Klarinette), und die Kinder (7, 10, und 12 Jahre alt) wachsen und werden vielleicht mehr Lärm machen mit der Zeit (Pubertät
Oder kann ich als Kompromiss zwischen den Schlafzimmern im OG Leichtbauwände nehmen? Sind diese hinsichtlich des Schallschutzes besser, und wie sieht deren Konstruktion aus?
Was würdet ihr vorschlagen? Gerne auch bitte aus eigener Erfahrung!
11ant 19.08.2017 22:01
Paulus16 schrieb:
Auf der einen Seite neige ich dazu, dem Maurer seiner gewohnten Arbeitsweise und -Material lassen, da der Handwerker am besten das baut, was er meistens auch baut.Das halte ich grundsätzlich für vernünftig, allerdings sehe ich da eigentlich keinen Konflikt:Paulus16 schrieb:
Der Maurer empfehlt aber Porenbeton da er sich harmonisch mit den Porenbeton-Außenwände sowie Bodenplatte, Decke, Ringanker, Stützen,... einfügt. Bei Innenwände aus Kalksandstein sieht das Risiko von Rissbildung wegen des Mischmauerwerks. Darüber hinaus kann er sicherlich Porenbeton leichter bearbeiten.Ist ebenfalls prinzipiell richtig gedacht. Jedoch brauchen sich die Kalksandstein-Innenwände nirgendwo einzufügen, da sie stumpf angestoßen werden dürfen. Der Maurer mauert also die Außenwände ohne Rücksicht auf die Innenwände durch und erstellt in einem späteren separaten Arbeitsgang die Kalksandstein-Innenwände. An denen gibt es hier nicht viel zu bearbeiten, da die betroffenen Wände unkomplizierte Verläufe haben, ohne pfriemelige Anschlüsse. Putz in Ecken, wo zweierlei Wandmaterialien aneinanderstoßen, kann man armieren.Dass wenn jeden Abend die Sonne ins Meer fiele, die Erde eine Scheibe sein müsse, klang jahrhundertelang logisch. Der Volksglaube, der schwerere Stein stelle sich dem Schall besser in den Weg, bedient sich der gleichen Denkweise.
Ich persönlich würde beides ohne Sorge tun: Innenwände aus Kalksandstein zwischen Außenwände aus anderen Steinen stellen ebenso wie in einem homogenen Porenbetonhaus keinen Schall fürchten.
Auch Kalksandstein gibt es übrigens inzwischen ebenfalls als Plansteine (und in 11,5 cm Stärke auch in großen Formaten), sodaß der Maurer zwischen Außenwandbaustoff und Innenwandbaustoff in der Verarbeitung wenig umdenken muß. Im Falle von Ytong / Silka gibt es Porenbeton und Kalksandstein sogar aus einer Hand. Aber auch andere Steinhersteller sind wegen der allgemeinen Beliebtheit der ungeachtet des Außenmauerwerks stattfinden Verwendung von Kalksandstein für Innenwände in der fachgerechten Kombination erfahren.
Paulus16 schrieb:
Ja ich weiß, die Frage kommt häufig genug vor, und es gibt ähnliche Fragen hierUnd zwar ziemlich frisch: Paulus16 21.08.2017 13:43
Danke 11ant für deine ausführliche Antwort.
In der Summe macht es -in deinen Augen- keinen nennenswerten Unterschied, habe ich richtig verstanden?
In der Summe macht es -in deinen Augen- keinen nennenswerten Unterschied, habe ich richtig verstanden?
11ant 21.08.2017 18:00
Ja, Schall- wie bautechnisch. Von den drei Alternativen, Porenbeton-Außenwand mit Innenwand ebenfalls aus Porenbeton oder aus Kalksandstein oder Leichtbau zu kombinieren, ist kein Weltuntergang und kein Ei des Kolumbus dabei.
Akustikbau geht im übrigen nicht nur über Innenwände. Was mir an Deiner Stelle eher Sorgen machen würde - ich interpretiere den bekannten Grundriss mal als Nichtveränderung in diesem Punkt - ist der im Schlafzimmer gegen das Kopfende drückende Wärmestau aus dem Wintergarten (wie ich dazu ja bereits erwähnte).
Akustikbau geht im übrigen nicht nur über Innenwände. Was mir an Deiner Stelle eher Sorgen machen würde - ich interpretiere den bekannten Grundriss mal als Nichtveränderung in diesem Punkt - ist der im Schlafzimmer gegen das Kopfende drückende Wärmestau aus dem Wintergarten (wie ich dazu ja bereits erwähnte).
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