ᐅ Innenputz Gips oder Kalk
Erstellt am: 19.07.13 12:42
N
nordanney23.11.15 20:38Sebastian79 schrieb:
Ja, Gips an Wänden und auch im Boden hat da mittlerweile meiner Meinung nach nichts mehr zu suchen (aufgrund der Probleme mit Feuchtigkeit). Würde die Meinung aber keinem aufdoktrieren...Welche Probleme mit Feuchtigkeit?Würde mich mal interessieren - hatte bisher auch nie Berührungspunkte mit einem anderen Putz als Gips. Wird hier bei uns zu annähernd 100% aller Häuser verbaut.
Bei all den privaten Meinungen sollte nicht außer Acht gelassen werden, das der gewählte Putz nach den jeweiligen DIN-Normen und den a.a.R.d.T auf den jeweiligen Untergrund abgestimmt werden muß. Der Putzuntergrund und dessen Vorbehandlung spielt bei der Auswahl der Putzgruppe eine wesentliche Rolle, und werden durch die Hersteller der verwendeten Steinsorten mit Empfehlungen versehen, die unbedingt zu beachten sind. Die Zusammensetzung und die Verwendung der Putzmörtel wird weiter nach DIN V 18550 und DIN EN 13279 geregelt.
Eine Grundregel ist z.B., das der Putz nie härter sein darf als der Untergrund, um thermische und statische Spannungen auszugleichen. Ein Kalkzement oder Zementputz ist ein relativ dichter, kapillar zunehmend nichtsaugender Putz, der für den sehr weichen Porenbeton nich geeignet ist. Als Innenputz kommt also hier ein entweder ein hydraulischer Kalkputz (MG P Ic), ein Gipskalkputz (MG P IVc) oder ein Kalkgipsputz (MG P IVd) in Frage.
Gips darf im übrigen nicht in Kontakt mit frischem, nicht abgebundenem, Beton oder zementhaltigem Mörtel kommen, weil das gelöste CaSO4 im Zement das sog- "Sulfattreiben" durch Bildung u. a. des Mineralsalzes Ettringit, auslösen kann. Das Salz verursacht durch seine Volumenvergößerung starke Putzschäden.
Entscheidungen für oder gegen bestimmte Baustoffe oder Bauteilaufbauten sollten also nicht ausschließlich von persönlichen Vorlieben, dem zufälligen Angebot im Baumarkt oder dem Profitkalkül der Baufirma bestimmt werden, sondern von den baukonstruktiven und bauphysikalischen Anforderungen.
Eine Grundregel ist z.B., das der Putz nie härter sein darf als der Untergrund, um thermische und statische Spannungen auszugleichen. Ein Kalkzement oder Zementputz ist ein relativ dichter, kapillar zunehmend nichtsaugender Putz, der für den sehr weichen Porenbeton nich geeignet ist. Als Innenputz kommt also hier ein entweder ein hydraulischer Kalkputz (MG P Ic), ein Gipskalkputz (MG P IVc) oder ein Kalkgipsputz (MG P IVd) in Frage.
Gips darf im übrigen nicht in Kontakt mit frischem, nicht abgebundenem, Beton oder zementhaltigem Mörtel kommen, weil das gelöste CaSO4 im Zement das sog- "Sulfattreiben" durch Bildung u. a. des Mineralsalzes Ettringit, auslösen kann. Das Salz verursacht durch seine Volumenvergößerung starke Putzschäden.
Entscheidungen für oder gegen bestimmte Baustoffe oder Bauteilaufbauten sollten also nicht ausschließlich von persönlichen Vorlieben, dem zufälligen Angebot im Baumarkt oder dem Profitkalkül der Baufirma bestimmt werden, sondern von den baukonstruktiven und bauphysikalischen Anforderungen.
Und was ist nun das für und wieder bei Gipsputz, Kalkputz, Kalkzementputz und Kalkgipsputz in Wohnräumen!? Ich habe mal diverse Bauleistungsbeschreibung durchgeschaut, da steht IMMER Gipsputz und auch ziemlich alle Fertighäuser arbeiten ja mit Gipskartonplatten als innerste Schicht.
Da ist günstiger ist. Eventuell ist es auch was regionales?
Kalkzementputz ist wohl schwerer glatt zu bekommen dafür aber härter (?), Kalkzementputz ist alkalisch und beugt Schimmel bei Baupfusch vor - kann diffusionsoffenere Silikatfarbe aufnehmen.
Denke aber das Menschen mit beidem glücklich werden und die meisten den Unterschied nicht kennen oder merken.
Kalkzementputz ist wohl schwerer glatt zu bekommen dafür aber härter (?), Kalkzementputz ist alkalisch und beugt Schimmel bei Baupfusch vor - kann diffusionsoffenere Silikatfarbe aufnehmen.
Denke aber das Menschen mit beidem glücklich werden und die meisten den Unterschied nicht kennen oder merken.
S
Sebastian7927.11.15 19:46Ist halt am günstigsten und gibt schnell optisch saubere Wände - das wollen die meisten Bauherren so haben.
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