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ᐅ Grundstückskauf im Bieterverfahren - Was ist finaler Preis?


Erstellt am: 05.10.20 06:43

ypg10.10.20 19:45
... ach... das Grundstück gehört der Kirche?! OK...
Ybias7810.10.20 19:48
ypg schrieb:

... ach... das Grundstück gehört der Kirche?! OK...

Gehörte der Kirche
Zaba1210.10.20 19:53
Ybias78 schrieb:

Einerseits verstehe ich dich, anderseits habe ich noch nie von Dir ein Aufschrei gehört als es darum geht das Gemeinden nur an "Eingeborene" Grundstücke verkaufen. Ist in meinen Augen genauso diskriminierend.

Du musstest aber kein Nachweis erbringen das Du Christ bist. Unsere Nachbarn sind Atheisten und haben ein Grundstück bekommen. Ich z.B. bin zwar Christ aber kein Katholik, da Kirche für mich nichts anderes als ein Unternehmen ist und nichts mit meinem Glauben zu tun hat...

Das war kein Vorwurf an Dich, sondern an die Soldatenseelsorge. Aber mit privaten Grund und Boden kann man machen was man will, sogar sich den Glauben des Käufers aussuchen

Doch gab es! Bei uns waren 22 Grundstücke in unserem Bauabschnitt ausgewiesen, per offiziellen Brief der Gemeinde der an alle Interessenten zum Verkaufsstart rausging war dann zufälligerweise 6 oder 7 Grundstücke durchgekreuzt. Wie geht das? Ich bin prinzipiell für Fairness, sowohl im Job als auch im Privaten. Nicht nur bei der Grundstücksvergabe. Ich mag es nicht übervorteilt zu werden oder jemanden zu übervorteilen, der keine Chance hat. Wir müssen das Thema aber nicht größer machen als es ist. Mir ist es nur aufgefallen.
Joedreck10.10.20 20:05
BackSteinGotik schrieb:

Sorry - das mag in manchen Teilbereichen gelten, aber sicher nicht bei Grund&Boden - oder den allermeisten Sachen beim Bau. Da reicht ein Blick auf die allgemeine Preisentwicklung vs. die im Immobilienbereich. Ein "normaler" Preis ist lustig - zahlst du einen Eigenmietwert an Vater Staat? Schießt du über die Grundsteuer und weiteres deinen "fairen" Anteil nach, den du durch die Billigpreise vor 10 Jahren erzielt hast? Damit hast du aus heutiger Sicht ziemlich abgezockt..
Auktionsverfahren als Garant eines fairen Preises - natürlich. Machen wir ja überall, und niemals steht dahinter eine Preismaximierungsstrategie mit psychologischer Komponente. Die Folge wird einfach sein, dass immer größere Teile der Bevölkerung eben nicht mehr im Rennen sind. Zur Erinnerung - die eigenen vier Wände ist so ziemlich das einzige, was es als "Gründungsmythos" der BRD gab: Streng dich an, lern was vernünftiges, und du kannst dir später ein nettes Häuschen leisten.



Es gibt kein Recht auf irgendwas - wer heute nach Hongkong, Amerika unter Trump & Corona nicht begriffen hat, wird sich in den nächsten Jahrzehnten noch wundern. Man kann aber Steuern, Ausbalancierung und Gestalten. Deine Denke ist die eines Controllers. Ob man damit als Gesellschaft (oder Unternehmen) weit kommt?
Wo die genannten Einnahmen herkommen wäre die nächste Frage - beim Aldi kaufen diese "besonderen" Menschen wohl auch nicht mehr als andere. Grunderwerbsteuer ist übrigens eine Landessteuer. Die Grundsteuer als kommunale Steuer ist auch nicht an das Einkommen und den Wert des Grundstücks+Haus gebunden. Warum für eine reiche Oberschicht (das hast du da ja beschrieben) eine Leihbücherei vorgehalten werden sollte, weiß ich auch nicht. Wenn, dann müsste man, in deiner Denke, dort sicher eher 10-20 Euro monatlich nehmen, anstatt subventioniert 10 im Jahr. Geht dann einfach nach Adresse..
Kita - auch lustig - die Erzieherin wohnt dann irgendwo in der Kellerwohnung dieses Neuviertels im Dorf, damit die Influencer-Sales-Mom im E-Mini losdüsen kann? Oder, wahrscheinlicher - kommt halt gar nicht mehr, weil sie anderswo besser für das gleiche Geld arbeiten & leben kann. Muss die Power-Mom halt gucken wo sie bleibt (zu Hause)..

Die Vorstellung der Gated-Community der "Reichen" mit Tripple Down-Effekt auf dem Dorf finde ich an sich zu putzig. Wenn der PowerPoint-Ingenieur oder Lackschuh-Held dann zur Pflichtfeuerwehr eingezogen wird, natürlich besonders..

Ich halte Erlösmaximierung der Gemeinden und entsprechendes "Flächenmanagement" weiterhin nicht für eine sinnvolle Entwicklung und sehe ich eine große Spaltlinie auf die Gesellschaft zukommen, die davon schon mehr hat, als eigentlich gut wären.
Du kannst dir ja mal anschauen wo die Wohnqualität höher ist. In einem Viertel mit Sozialbauten, oder in einem teureren Viertel. Und dann die frage: wo wohnst du?
Bist du persönlich bereit als Besser verdienter auch noch mehr Steuern zu zahlen? Denn wer genau finanziert das soziale Netz in Deutschland? Sicher nicht die Aufstocker, sondern eher die der oberen finanziellen Schicht. Das ist auch kein bashing gegen schlecht "bekommende" Menschen. Ich hab selbst in der Familie Angehörige im Pflegesektor und sehe die schlechten Einkommensverhältnisse. Das ist aber ein anderes Problem als die teuren Immobilien.
Abgesehen davon gibt es in Deutschland sehr viele fest verankerte Rechte. Man schaue nur mal in das Grundgesetz.
Übrigens darf man nach deiner Erzieherinnen Logik gar keine Einfamilienhaus mehr bauen. Sondern der Staat baut für alle auf diesem Grundstück erschwingliche Mehrfamilienhäuser. Hat in der DDR sehr gut funktioniert. Nicht.
Mir gehen die Preise für Grund, für wohnen, für Strom auch auf den Sack. Das kommt aber schlicht aus dem Wohlstand unserer Gesellschaft. Und auch die hiesige Armut ist nicht die Armut die sich jemand aus Nigeria vorstellt. Und nein, nicht jeder kann viel verdienen und subventioniert werden. Willkommen in der Welt
11ant10.10.20 20:59
ypg schrieb:

Im Arbeitsrecht gibt es dafür Schadenersatz - gilt das auch für Bürgerrecht?
Bei Kirchens nicht - und übrigens ebenso nicht bei Gewerkschaftens (gugel >> Tendenzbetrieb).
Ybias7810.10.20 22:02
11ant schrieb:

Bei Kirchens nicht - und übrigens ebenso nicht bei Gewerkschaftens (gugel >> Tendenzbetrieb).

Es gab sogar bei Gerichtsentscheidung (korrigiere wenn ich falsch liege) das die kirchlichen Einrichtungen (
Diakonie, Johanniter, etc) als Voraussetzung für Einstellung kirchliche "Mitgliedschaft" geltend machen dürfen.
grundstücke