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ᐅ Gründung für Einfamilienhaus ohne Beton und Erdarbeiten möglich?


Erstellt am: 28.12.17 00:06

hanna-salbei28.12.17 00:06
Liebe Häuslebauer,
wir würden gern ein kleines Einfamilienhaus bauen und wenn möglich auf Erdarbeiten und eine gegossene Platte verzichten. Das Haus ist so gestaltet, dass es ggf. rückgebaut und versetzt werden kann. Gibt es eine Möglichkeit auf dem Boden zu Gründen ohne Erdarbeiten vorzunehmen, also z.B. anstatt eine Bodenschicht auszutauschen gegen Frostschutzmaterial, einfach Schaumglasschotter zu einer planen Ebene verdichten, Betonplatten unter die Außenwände legen oder sowas? Bei meinen Recherchen habe ich bisher keine Lösungen ohne gegossene Betonplatte gefunden.

Bodenbeschaffenheit ist recht sandig mit Grundwasser ab 3m Tiefe.
Überbaute Fläche 5x10m2.
Kein Keller, der Boden vom EG ist mit 50cm hohen konstruierten Trägern (KVH, Nagelplatten, Glaswolle WLG035) im Rastermaß 62.5cm gezeichnet.

Gruß aus Berlin
11ant28.12.17 03:10
Ein Haus braucht ja auch diverserlei Anschlüsse. Abgesehen davon, daß mir keine experimentierfreudigen Gemeinden bekannt sind, die Baugebiete für Mobil-Modulhaus-Konzepte ausweisen würden: worin (außer in Deinem Tüftelspaß) sähest Du den wesentlichen Vorteil eines solchen Hauskonzeptes ?
hanna-salbei28.12.17 04:53
11ant schrieb:
Abgesehen davon, daß mir keine experimentierfreudigen Gemeinden bekannt sind, die Baugebiete für Mobil-Modulhaus-Konzepte ausweisen würden: worin (außer in Deinem Tüftelspaß) sähest Du den wesentlichen Vorteil eines solchen Hauskonzeptes ?

- Circular Economy, Kreislaufwirtschaft. Wäre schön wenn das nicht zu gemischtem Bauschrott wird bei EOL und man Teile einfach separieren und ganz oder in Teilen wiederverwenden kann.
- Fänden es toll, die Flächen nicht zu versiegeln. Spart kosten beim Bau und beim Abbau/Abriss, und der Eingriff in die Natur ist geringer.
- Die nicht erneuerbare benötigte Primärenergie (PEI n.e.) ist mit einem Streifenfundament und Frostschutz enorm, klimafreundlich bauen ist uns wichtig.
- Vielleicht wird irgendwann mal die Geschossflächenzahl angepasst und Nachverdichtung ermöglicht. Dann könnte man das Haus auf dem Grundstück versetzen oder woanders wieder aufbauen. Abgebaut passt das auf einen Lkw.

Ich vermute der Boden ist mit den 45cm hohen Trägern schon hinreichend steif, dass zwei 10m lange Streifenfundamente reichen würden. Werde das morgen mal nachrechnen.

Gruß aus Berlin!
Mycraft28.12.17 08:36
Da gibt es doch tausend Mittel und Wege...In den USA baut man indem man einfach eine n-zahl Zaunpfähle(mikropfähle) in den Boden treibt.

In Russland ist die Gründung auf Lkw-/Autoreifen anzutreffen.
hanna-salbei28.12.17 08:40
Super Tipp, danke dir! Über die Idee mit den Reifen werde ich mich mal informieren. Hat das wohl schon mal jemand in D in einem Bauantrag abgesegnet bekommen?
Mycraft28.12.17 09:13

Kleines 3D-Hausmodell auf Reifenfundament, mit Treppenaufgang und Garten.


an sich sind es ja auch einfach Punkt oder Streifenfundamente nur ohne Beton.
erdarbeitenstreifenfundamente