Gefahr der Beschädigung von Nachbars Randsteinen

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Ok, Bestandsschutz verstehe ich grundsätzlich.
Aber ist das auch gültig wenn die Dinger aktuell nur stehen weil Sie durch den Beton auf unserem Grundstück gehalten werden?
 
...und konnten selbst wir Laien problemlos in Eigenleistung machen. Selbst wenn die Randsteine beschädigt würden: bei uns hat 1 Meter x 0,4 ca. 5 Euro gekostet...
wie gesagt besteht auch die Gefahr dass der angelegte Weg zu Schaden kommt. Ich gehe im Übrigen davon aus, dass der ebenfalls einen nicht fachmännischen Unterbau hat. Sieht alles sehr selbst gezimmert aus und die Befestigung der Randsteine bestätigt das nochmal.

Aber ich verstehe natürlich eure Botschaft. Nichtsdestotrotz ist der "Bestandsschutz" in dem Fall irgendwie verrückt. Nachbar bleibt nicht auf seinem Grundstück und wird im Ernstfall dafür auch noch belohnt
 
Was willst du denn jetzt eigentlich hören? "jo, bagger den Scheiss weg und hau ihm den Dreck in seine Einfahrt!" ?

Theoretisch kannst du von ihm verlangen dass er den Betonkeil von deinem Grundstück entfernt. Theoretisch kannst du das auch irgendwann wegreißen wenn auf Schreiben, Fristen, etc. nicht reagiert wird. Normalerweise sucht man da eine einvernehmliche Lösung. Praktisch ist das jetzt aber wie von dir geschildert nicht möglich. Praktisch einfach mal seinen Weg wegbaggern darfst du aber auch nicht.

Du willst dass es weiter geht, dann vorsichtig die Randsteine frei legen und ggf. gleich wieder ausbessern. Was anderes bleibt dir nicht übrig wenn du jetzt weitermachen willst. Die paar Euro musst halt mehr bezahlen.
 
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So eine ähnliche Situation hatten wir auch. Ein Nachbar hatte bei sich aufgeschüttet und das nicht zu unserem Grundstück abgefangen. Wir haben drum gebeten, daß er das macht. Wollte er nicht. Wir haben vorgeschlagen: wir machen das, Kosten halbehalbe. Nein, sieht er nicht ein! Ging doch jetzt auch so (nein, ging nicht, das Erdreich rutschte bei jedem Regenguß immer mehr zu uns, was wir bisher mit eingeschlagenen Stahlstangen und Platten versucht haben abzuhalten).

Rechtlich hätte er natürlich abfangen müssen; wir hätten das auch so lassen können und gewartet, bis eben alles auf unser Grundstück rutscht, dann einen Antrag beim Bauamt stellen, daß er bitte abfängt, weil das Zeug bei uns liegt, warten, bis das Bauamt reagiert, ggf. rechtlich vorgehen können - und das ganze hätte sich sicher noch Jahre hin gezogen. Dann hätten wir "Bäätschebätsch!" machen können, "über unser Grundstück wirst du das aber nicht machen". Was bedeutet hätte, er hätte das über seinen Grund machen müssen. Ziemlich aufwändig, weil da größere Maschinen nicht mehr hinkommen. Hätte also wieder gedauert.

Wir haben kurz überschlagen: 3 - 4 Jahre, bis wir die Mauer, die seine Pflicht gewesen wäre, durch gesetzt hätten und bekommen hätten. In der Zeit wäre unser Garten immer Baustelle gewesen, immer wieder Dreck vom Nachbarn. Klar, widerrechtlich, aber das hätte es auch nicht schöner gemacht.

Letztendlich haben wir eine Mauer auf unsere Kosten gezogen. Wenn der Nachbar von uns noch was will, kann er sich ins Knie f****en.

Es wurde hier schon vorgeschlagen: versuchen, den Kontakt herzustellen, vielleicht geht das auch über den Makler. Darauf hinweisen, daß die Einfassung ja widerrechtlich auf eurem Grundstück war/ist und das genau jetzt zu dem geschilderten Problem führt und versuchen eine gemeinsame Lösung zu finden. Vielleicht sind die ja gar nicht so und gehen drauf ein. Es sind ja nicht alles solche Kotzbrocken wir unser Nachbar (der ist im ganzen Dorf hier bekannt und verrufen und nervt alle).

Ansonten: Kosten selber tragen, dabei nach einer kostengünstigen Lösung suchen. Ich glaube auch, daß hier Eigenleistung durchaus machbar ist. Aber auch da auf jeden Fall sich das ok holen, ob man das Grundstück dafür betreten darf.

Die Alternative wäre solange zu warten, bis neue Besitzer da sind, denen dann klar machen, daß die Einfassung widerrechtlich angelegt wurde (nämlich auf eurem Grund) usw usf - wollt ihr solange Baustelle haben? Wäre mir zu blöd.
 
Wir sind nun eben mit dem Galabauer zu dem Entschluss gekommen, dass wir doch den Schritt zurückgehen von der Grenze. Er sieht es als sehr wahrscheinlich an, dass der komplette Weg wegsackt wenn sie das Fundament für die Mauer ausheben. Dann haben wir statt den paar Randsteinen ein viel größeres Problem.
Die 25 cm zwischen Grenze und Mauer wird dann ausbetoniert und mit etwas Kies versehen damit es sauber aussieht aber pflegefrei bleibt.

Ich denke, das ist der Weg mit dem geringsten Konflikt-, Kosten und Zeitverlustpotenzial
 
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