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ᐅ Gedanken zu einem Ausbauhaus bzw. Massivhaus

Erstellt am: 20.09.16 03:20
M
MichaelG1992
Hallo liebes Forum, kurz möchte ich euch meine Gedankengänge erläutern...

Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, was eigenes zu bauen. Darauf bin ich auf einige Fertighausanbieter gestoßen, die Häuser in Ausbaustufen anbieten ( z.B die Living-Serie von Bien-Zenker, Family-Serie von Danwood). Jedoch auch ein Massivhaus in so einem Ausbauzustand wäre eine Option.

Handwerklich seh ich mich schon so begabt, selbst zu spachtel und Malern, selber Bodenbeläge zu legen und den befreundeten Elektriker und Installateure so zu helfen damit man wenig Geld spart.

Eile hab ich keine, wohne zurzeit Mietfrei auf 2 Zimmern bei meinen Eltern, dass soll aber natürlich kein Dauerzustand sein

Da ich das Haus komplett allein Stemmen möchte, spielt natürlich der Preis auch eine Rolle, wie ich es mir vorgestellt habe (und sicher einiges vergessen habe...) führe ich Grob mal aus.




Grundstück: 550 qm voll erschlossen samt entstehenden Kosten : 50000 € ( qm Preis voll erschlossen 80 €)

Nebenkosten : ca 17.000 (Baustellenkosten wie Strom, Anschlüsse, Kanalarbeiten)

Bodenplatte inkl. Erdarbeiten : ca. 20000

Hauspreis je nach Ausbaustufe: 100000-120000 Euro

Außenanlagen : ca 2000 für erste Grobe Dinge, Feinarbeit würde erst nach 2-3 Jahren Erfolgen.

Bodenbeläge und Malerdinge: ca 5000 € (Fliesen sind bei Hauspreis einberechnet)


so wären wir bei Gesamtkosten von ca. 180000 - 190000.

Ist dies ein realer Preis, der möglich ist? Kommt mir irgendwie zu wenig vor. Die Kosten hab ich aus verschiedenen Bauherrntagebücher gelesen und ein Mittel genommen.


Ist es vielleicht sogar ein Vorteil, den Rohbau einer lokalen Baufirma zu übergeben und die Gewerke nach und nach Auszuschreiben?


Freue mich jetzt schon über eure Vorschläge, Infos, Ideen und Kritikpunkte!

liebe Grüße
M
MichaelG1992
22.09.16 00:27
Zu dem Thema ob ich es mir leisten kann bzw ob ich ein Haus brauche:

Die Mietpreise in unsrer Gegend sind die letzten Jahre sehr gestiegen ( 50 qm Wohnungen um die 500 Euro kalt, obwohl in ländlicher Gegend), auch Preise von Eigentumswohnungen sind bei ca. 2400 €/qm.

Wohnfläche die zur Verfügung steht sind in meiner Gemeinde und Umgebung von 10 km sehr gering. Weiter entfernt kommen dann 2 Städte, wobei eine Hochschulstadt ist.



Habe momentan 2 Häuser im Visier:

EInes bei Danwood, komplett fertig ausser Bodenbeläge, 2te Lage Spachtelarbeiten und Malerarbeit und einsetzen der Türen, Preis 122000

Zweite Variation Ausbauhaus von Bien-Zenker:

  • Feinputz außen auftragen
  • Nichttragende Innenwände einbauen
  • Innentreppe montieren
  • Elektroinstallation
  • Sanitärinstallation
  • Heizungs- und Lüftungsinstallation
  • Dämmung und Beplankung von Wänden, Decken und Dach oder Estrich einbringen
  • Innenausbau
dort wär der Preis dafür 70000.

Beides ohne Bodenplatte.

So wäre ich mit meinen Rechnungen auf +- 200000 gekommen.

Vorerst würde mir ein Schlafzimmer , Wohnzimmer und Bad reichen, der Rest würde nebenbei gemacht werden.


Ebenso wie die Außenanlagen, da würde anfangs nur der Zaun ums Grundstück gezogen und bisschen Sichtschutz falls nötig.
Ebenso ein Stellplatz oder evtl ein Carport.
P
Peanuts74
22.09.16 06:29
Und für 70 k€ wird das Haus auf eine (vorhandene) Bodenplatte gestellt und das Material ist komplett dabei? Klingt in meinen Augen zu billig...
Allein das Material für Heizung und Lüftung dürfte locker über 20 k€ kosten, Elektro mind. 5 k€, Sanitär in seehhhhr günstig 3 k€, Bodenbeläge in seeehhhhr günstig 3 k€, Fliesen für die Bäder, Türen usw.
Invi8522.09.16 07:24
Hallo Michael,

das hört sich für mich auch sehr günstig an. Da bekommst du sicherlich keine gute Qualität.

Wir haben auch sämtliche Hausbauunternehmen abgeklappert und uns Angebote machen lassen. Preis mit minimaler Ausstattung war jedes mal um die 300.000€ nur für das Haus. Als dann bei den Extrawünschen richtig zugelangt wurde war für uns klar, dass wir alles selbst in die Hand nehmen müssen.

Wenn du genug Zeit und Motivation hast würde ich dir ebenfalls raten alles selbst zu organisieren, natürlich mit der Rückendeckung eines Architekten. Wir konnten so enorm viel Geld sparen.

Im Endeffekt liegen wir nun bei knapp 330.000€ (was einigen meiner neu dazugekommenen Sonderwünsche während der Bauphase geschuldet ist) allerdings sind in dem Preis nicht nur das Haus, sondern auch das Grundstück und die Garage inkl.
Wir haben eine Top Badezimmerausstattung, über 160 Steckdosen, Netzwerk in fast jedem Raum, BUS-System, RC2 Fenster mit Sicherheitsglas usw.

Das war alles nur möglich durch die Einholung von sehr vielen Angeboten und anschließenden Preisverhandlungen.

Um also auf deine anfängliche Frage zurückzukommen, ob es von Vorteil sei den Rohbau einer lokalen Baufirma zu übergeben und die Gewerbe nach und nach selbst auszuschreiben?
Ja, auf jeden Fall!

Gruß
Michael
H
HilfeHilfe
22.09.16 07:28
eine Bank möchte kein halbfertiges Haus sehen sondern Substanz. Du wirst also nicht drumrumkommen so viel Geld aufnehmen zu müssen das es komplett bewohnbar ist. Es ist löblich aus dem laufendem Einkommen das Haus fertig zu bauen, da wird mE keine Bank mitspielen
P
Peanuts74
22.09.16 07:35
Invi85 schrieb:
Hallo Michael,

das hört sich für mich auch sehr günstig an. Da bekommst du sicherlich keine gute Qualität.


Gruß
Michael

Insofern wäre es nicht günstig sondern billig...
P
Peanuts74
22.09.16 07:40
HilfeHilfe schrieb:
eine Bank möchte kein halbfertiges Haus sehen sondern Substanz. Du wirst also nicht drumrumkommen so viel Geld aufnehmen zu müssen das es komplett bewohnbar ist. Es ist löblich aus dem laufendem Einkommen das Haus fertig zu bauen, da wird mE keine Bank mitspielen


Wenn er glaubhaft machen kann, dass das Haus nach und nach fertig gestellt wird schon. Sprich, wenn das Haus selbst steht und das Material für den Ausbau geliefert wird, ist ja auch ein entsprechender Gegenwert für einen dafür viel geringeren Kredit vorhanden. Und jetzt komm keiner mit der theoretischen Möglichkeit das Material zu verkaufen. Wer würde ein Grundstück kaufen, Haus bauen incl. aller Nebenkosten, Eigenkapital einsetzen usw. um Material auf dem "Gebrauchtmarkt" für paar tausend € zu verkloppen.
grundstückbodenbelägetürenbodenplatte