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ᐅ Gasbrennwert-Therme oder LW Wärmepumpe zum wasserführenden Kamin?


Erstellt am: 23.02.14 23:35

FrankDr23.02.14 23:35
Wir sind dabei einen Neubau (ca. 180m²) zu planen (KfW70) und sind seit Langem am überlegen, welche Primärenergie wir verwenden sollen. Dazu kommt in jedem Fall
- Fußbodenheizung überall
- Kontrollierte Wohnraumlüftung (aktueller Favorit: Buderus HRV)
- wasserführender Kamin, (Wodtke Giro, 8KW mit Pufferspeicher)

Da wir gerne Holzwärme haben ist es kein Problem im Winter Kältespitzen, die ja bei der Wärmepumpe teuer werden, abzufangen.
Dennoch kostet eine Wärmepumpe in der Anschaffung ein paar Tausender mehr und die Wärmepumpe-Tarife der Stromanbieter verschwinden. Und bei 27 Cent/Kwh ist das nicht billig.
Dahingegen müssen wir bei Gas erst mal einen Anschluss legen lassen (trotz Neubaugebiet 1800€!) und man zahlt auf das günstige Gas noch mal eine Grundgebühr und man braucht einen weiteren Kaminzug durchs ganze Haus, der geplant und gemacht werden muss.
Momentan sind wir in der Schwebe.... Mein Schwager ist Heizungsbauer, will uns da nicht reinreden (er würde zu Gas tendieren) und arbeitet bei Buderus, weshalb wir da gute (!) Prozente bekommen, egal was wir holen. D.h. die Marke steht quasi fest.
Ist die Wärmepumpe von Buderus (Innen oder Split?) da eine gute Idee zusammen mit der Buderus HRV Wohnraumlüftung? Oder lieber Gas?
€uro24.02.14 09:43
Hallo,
FrankDr schrieb:
......
- Fußbodenheizung überall
- Kontrollierte Wohnraumlüftung (aktueller Favorit: Buderus HRV)
- wasserführender Kamin, (Wodtke Giro, 8KW mit Pufferspeicher)...

Wie auch in allen anderen Fällen, müsste zunächst eine Grundlagenermittlung durchgeführt werden. => tatsächlicher Bedarf (Leistung, Energie) für Heizung u. Warmwasser. Erst dann lassen sich belastbare Schlussfolgerungen ableiten und ein geeignetes Konzept finden. Bis dahin Alles lediglich Annahmen und Vermutungen ohne Hintergrund!
FrankDr schrieb:
.... Da wir gerne Holzwärme haben ist es kein Problem im Winter Kältespitzen, die ja bei der Wärmepumpe teuer werden, abzufangen.
Bei gut geplanten Luftwärmepumpe Anlagen spielen die paar h/a tiefer AT i.d.R. kaum eine Rolle, je nach Standort und Energiebedarf.
Bsp.:

Bei meinen Planungen berücksichtige ich stets die standortspezifischen Klimaparameter!
FrankDr schrieb:
.....Dennoch kostet eine Wärmepumpe in der Anschaffung ein paar Tausender mehr und die Wärmepumpe-Tarife der Stromanbieter verschwinden...... Und bei 27 Cent/Kwh ist das nicht billig....
Gasbrennwert + Anschluss liegen oftmals auf Augenhöhe mit einer passenden Luftwärmepumpe. Bei Gas benötigt man i.d.R. einen zweiten Wärmeerzeuger, um die Energieeinsparverordnung/KfW bzw. EEWG Anforderungen einzuhalten. Mit einer Wärmepumpe kann man Kühlen, mit Gas nicht!
FrankDr schrieb:
.... D.h. die Marke steht quasi fest....
Und wenn die Geräte kaum oder überhaupt nicht zu den spezifischen Anforderungen passen ? Was ist der Rabatt dann tatsächlich Wert?
Holz macht meist nur Sinn, wenn es dauerhaft kostenlos zur Verfügung steht. Dann sollte man allerdings konsequent sein, z.B. Holzvergaser.
Bei den wasserfgef. Kaminöfen ist bei Neubauten oft die luftseitige Leistung ein Problem (Überhitzung des Aufstellraumes). Gern wird vergessen, dass die herstellerseitigen Leistungsangaben nur für einen definierten Betriebspunkt zutreffend sind.
Dem Idealzustand kommt man möglichst nahe, wenn nur soviel Energie erzeugt bzw bereitgestellt wird, wie momentan benötigt! Je mehr Komponenten an der Wärmeerzeugung beteiligt, je unüberschichtlicher, störanfälliger und unwirtschaftlicher (Kosten, Energieeffizienz) wegen der z.T.konkurrierenden Ansprüche. Simply the best!
Muss Energie thermisch gespeichert werden, wird es meist wenig effizient!

v.g.
FrankDr24.02.14 10:44
€uro schrieb:


Gasbrennwert + Anschluss liegen oftmals auf Augenhöhe mit einer passenden Luftwärmepumpe. Bei Gas benötigt man i.d.R. einen zweiten Wärmeerzeuger, um die Energieeinsparverordnung/KfW bzw. EEWG Anforderungen einzuhalten. Mit einer Wärmepumpe kann man Kühlen, mit Gas nicht!

Da wir keine Erdsonden vergraben oder sonstiges wird es bei uns wohl keine Kühlungsmöglichkeit geben. Garten ist mehrfach terrassiert, usw.
Es gibt aber m.W. eine günstige - weniger effiziente - Lösung, bei der man nur eine Art "Wasserschlange" einmal ums Haus legt. Darüber weiß ich noch zu wenig.
€uro schrieb:

Und wenn die Geräte kaum oder überhaupt nicht zu den spezifischen Anforderungen passen ? Was ist der Rabatt dann tatsächlich Wert?

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Spareffekt bei einem anderen Hersteller so groß ist, dass es den Spareffekt übersteigt. Ich bekomme alle Heizelemente (angefangen vom Kamin über Wärmepumpe/GasBrennwertTherme, alle Rohre, etc.) mit 30-40% Rabatt + den Einbau zu Selbstkosten. Aber nur bei Buderus, weil er eben direkt dort arbeitet - und das ist ja nun auch keine Ramschmarke.
Außerdem hatte ich ja gleich die Frage angehängt, welche der dort verfügbaren Modelle interessant wären.
€uro schrieb:

Holz macht meist nur Sinn, wenn es dauerhaft kostenlos zur Verfügung steht. Dann sollte man allerdings konsequent sein, z.B. Holzvergaser.

Holzofen kommt allein wegen der Gemütlichkeit rein. Der muss sich nicht unbedingt rechnen. Ich schmeiße gerne Holz rein und schau dem Feuer zu.
€uro schrieb:

Bei den wasserfgef. Kaminöfen ist bei Neubauten oft die luftseitige Leistung ein Problem (Überhitzung des Aufstellraumes). Gern wird vergessen, dass die herstellerseitigen Leistungsangaben nur für einen definierten Betriebspunkt zutreffend sind.
Dem Idealzustand kommt man möglichst nahe, wenn nur soviel Energie erzeugt bzw bereitgestellt wird, wie momentan benötigt! Je mehr Komponenten an der Wärmeerzeugung beteiligt, je unüberschichtlicher, störanfälliger und unwirtschaftlicher (Kosten, Energieeffizienz) wegen der z.T.konkurrierenden Ansprüche. Simply the best!

Genau aus diesem Grund haben wir uns ja für einen wassergef. Kamin entschieden. Bei diesen gehen bis zu 70% der Wärme in den Pufferspeicher und verpufft nicht, weil man sonst gezwungen wäre nach 30 Minuten dauernd die Fenster zu öffnen, weil der Raum überhitzt.
Und so kann ich statt WZ/EZ durch den Kamin das komplette Haus wärmen (über das Wasser und die Fußbodenheizung).
Das die Kombination Sinn machen muss, weiß ich. Daher frage ich ja, ob die oben genannten Modelle v. Buderus sinnig sind, bzw. ob zu meiner gewählten Kombination des wasserfüh. Ofens besser Gas oder Wärmepumpe passt.
€uro schrieb:
Muss Energie thermisch gespeichert werden, wird es meist wenig effizient!

v.g.

Logisch. Aber durch den festen Entschluss eines Ofens, m.E. immer noch die beste Lösung.
FrankDr02.03.14 19:01
schade, keine Tipps mehr zur Frage, ob Gas oder Wärmepumpe bei aktuellen Preisen?
Mycraft02.03.14 22:51
Gas definitiv Gas...bei den heutigen Strompreisen rechnen sich die Wärmepumpen höchstens in Passivhäusern....
Bauexperte03.03.14 00:09
Guten Abend,
Mycraft schrieb:
Gas definitiv Gas...bei den heutigen Strompreisen rechnen sich die Wärmepumpen höchstens in Passivhäusern....
Wenn Du von einer Luft-/luftwärmepumpe schreibst, gebe ich Dir unumwunden Recht. Meinst Du eine Luft-Wasser-Wärmepumpe solltest Du Dein Statement nochmals überdenken. Grundsätzlich läßt sich weder das eine, noch das andere rundweg empfehlen oder ausschließen. Jedes BV muß singulär anhand nackter Zahlen beleuchtet werden.

Insofern läßt sich auch die Frage des TE, ohne belastbares Zahlenmaterial, - die Sinnhaftigkeit eines wasserführenden Kamins mal außen vor - nicht beantworten.

Grüße, Bauexperte
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