Hallo zusammen,
wir bauen gerade ein Einfamilienhaus.
Der einmalige Fassadenanstrich ist bei uns im Vertrag enthalten und wurde am Freitag durchgeführt. Der ausführende Stuckateur hat uns einen zweiten Anstrich angeboten.
„Einziger“ Vorteil, so wie wir es verstanden haben, dass wir nicht nach 5 bis 7 Jahren neu streichen lassen müssten, sondern es später fällig wäre.
Die Farbe ist Caparol Silikonharzfarbanstrich (weiß mit wenig grau als optische Abtrennung bei der Garage), der Preis beträgt ca. 2500 Euro netto.
Wie ist Eure Erfahrung, lohnt sich das?
Danke schon mal!
wir bauen gerade ein Einfamilienhaus.
Der einmalige Fassadenanstrich ist bei uns im Vertrag enthalten und wurde am Freitag durchgeführt. Der ausführende Stuckateur hat uns einen zweiten Anstrich angeboten.
„Einziger“ Vorteil, so wie wir es verstanden haben, dass wir nicht nach 5 bis 7 Jahren neu streichen lassen müssten, sondern es später fällig wäre.
Die Farbe ist Caparol Silikonharzfarbanstrich (weiß mit wenig grau als optische Abtrennung bei der Garage), der Preis beträgt ca. 2500 Euro netto.
Wie ist Eure Erfahrung, lohnt sich das?
Danke schon mal!
J
JayneCobb17.10.23 02:31Buschreiter schrieb:
DAS hat nichts mit der Farbe zu tun. Wände, die Innenwärme fein nach außen abgeben werden eher nicht von Algen bevorzugt. Google: algen auf wdvs-fassaden Fraunhofer InstitutDanke für den interessanten Tipp!
Hab nun auch mal danach gegoogelt - die naheliegendste Lösung "Infrarot-Farbe" steckt anscheinend noch in den Kinderschuhen.
"Die effektivste Methode [zur Verhinderung von Algenwachstum] ist gemäß den Untersuchungen der Einsatz von IR-Anstrichen. Diese reduzieren den physikalischen Effekt, der letztendlich für das mikrobielle Wachstum verantwortlich ist. Unglücklicherweise sind derzeit die verfügbaren IR-Anstriche noch nicht ausreichend witterungsstabil. Aber die Resultate in dieser Veröffentlichung belegen, dass es sich lohnen würde, diese IR-Anstriche weiter zu entwickeln, um ihre Wetterbeständigkeit zu erhöhen."
K
KarstenausNRW17.10.23 07:20Buschreiter schrieb:
DAS hat nichts mit der Farbe zu tun. Wände, die Innenwärme fein nach außen abgeben werden eher nicht von Algen bevorzugt. Google: algen auf wdvs-fassaden Fraunhofer InstitutMoin Buschreiter. Vielen Dank für den Hinweis. Ja, heutige Fassaden(dämmungen) fördern das Wachstum (Stichwort Auskühlung/Taupunkt im Putz). Das ist ja auch eines der Argumente für die mineralische Farbe. Fraunhofer selbst sieht Feuchtigkeit auf (nicht in) der Fassade als den Hauptpunkt für Algen. Mineralischer Putz funktioniert bereits nach dem hydrophilen Prinzip (Wasser aufnehmen, um die Oberfläche trocken zu halten).
Silikonharzfarben versiegeln quasi den Putz (Lotuseffekt) und machen den Effekt zunichte. Vergeht der Lotuseffekt (was auch schon mal nach einem Jahr sein kann), bleibt Wasser auf der Putzoberfläche und es gammelt.
Silikatfarbe unterstützt hingegen das hydrophile Prinzip. Die Oberfläche des Putzes bleibt trocken. Das ist der Effekt neben der Alkalität (ja, die wird im Laufe der Zeit auch weniger), die Schimmel/Algen eine lebensfeindliche Oberfläche bietet.
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