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ᐅ Fassade nach 4 Jahren verfärbt


Erstellt am: 10.12.2024 15:22

alive&kicking 10.12.2024 15:22
Hallo zusammen,

die Schwierigkeit eine eindeutige Antwort über ein Forum und damit Ferndiagnose beim Thema verdreckte / verfärbte Fassade zu erhalten ist mir bewusst, aber vielleicht komme ich ja mit Eurer Hilfe trotzdem ein Stückchen weiter.

Wir befinden uns bereits wegen einiger anderer Mängel in einem Rechtsstreit mit der ausführenden Baufirma (Sockel „löst“ sich auf, triefnasse äußere Verkofferungen etc). Unser Anwalt riet uns jedoch bei diesem Thema, die Fassade auf eigene Kosten neu zu streichen, da nur eine aufwändige und teure Laboruntersuchung tatsächlich Aufschluss über die Ursache geben kann.
Einen Malermeister werden wir noch zu uns kommen lassen, evtl kann er die Ursache feststellen.

Facts:
  • Einfamilienhaus
  • Fassaden-Anstrich vor 4 Jahren, nachts lagen die Temperaturen um den Gefrierpunkt, laut Aussage Baufirma dreimaliger Anstrich
  • teilweise kein Dachüberstand vorhanden
  • Ortgangblech

Aufbau Fassade:
  • Dämmstoff Mineralwolle
  • Armierungsmörtel Wasser abweisend
  • Oberputz Wasser saugend
  • Silikatfarbe hydroaktiv (Biozidfrei)
(Hoffe das stimmt alles so!)

Anfangs hatte ich das Ortgangblech in Verdacht, mittlerweile denke ich, es ist eine Kombination zw. Fassadenfarbe und Blech. An der Fassade unterhalb der Regenrinne ist es ebenfalls verschmutzt, an Stellen mit Dachüberstand gibt es keine Verschmutzung.

Ein paar Vermutungen habe ich, behalte sie mir jetzt noch vor, aber zwei Fragen habe ich schon einmal:
  • Streicht man mit der Hand über die Silikatfarbe, pudert sie fein, sehr fein, ab. Darf sie das?
  • Ich vertraue der Baufirma null, auch die Aussage dreimal gestrichen zu haben glaube ich nicht. Kann man dies einfach überprüfen? Wie verändert sich die Qualität oder Fähigkeit (zu was auch immer) einer Fassadenfarbe (außer Deckung) durch mehrmaligen Anstrich?
Die Aufnahmen der Fassade stelle ich hier natürlich auch noch rein.


Vielen Dank, für hoffentlich ein paar Antworten!
Graue verputzte Gebäudefassade mit geneigtem Dach, dunklem Vordach unten und grünen Büschen.

Helle, rauhe Putzwand mit Struktur; oben rechts ein Rohr bzw. Dachrinnen-Detail erkennbar.

Außenwand mit schräger Dachkante und heller Dachrand vor blauem Himmel.

Hellblaue Hauswand mit senkrechtem Fallrohr, Baum und Garten im Hintergrund.

Baustellengerüst aus Stahl vor einer Betonwand; rotes Gerüst mit Goldhofer-Beschriftung.

Musketier 10.12.2024 15:36
Das Problem haben viele Häuser auf der Westseite. Insbesondere bei weißen Häusern fällt das auf. Bei vielen auch rund um Lüftungsauslässe.
Das ist meist kein Dreck, sondern Algen oder Pilzsporen oder sowas in der Art, wenn die Stelle durch Regen oder durch Kondensation regelmäßig feucht ist.
Bei Nachbarn von uns kam jemand vorbei und hat irgendein teures Wundermittel gegen Algen/Pilze drauf gemacht und nach paar Wochen war die Stelle wieder komplett weiß. Die haben sich dann aber selber günstigeres Zeug gegen die Pilze bestellt und das ganze selbst auf die Hausseite gesprüht. Hat genau so gut funktioniert.

ypg 10.12.2024 21:44
Musketier schrieb:

Das Problem haben viele Häuser auf der Westseite.
Eher Nord, aber mit allen von Dir genannten Eigenschaften.
Unser Neubaugebiet ist davon geprägt - der eine mehr, der andere weniger. . abhängig, wie halt jeder sein Haus gedämmt hat oder welcher Putz genommen wurde.
Für diese Faktoren:
alive&kicking schrieb:

Fassaden-Anstrich vor 4 Jahren,
alive&kicking schrieb:

Silikatfarbe hydroaktiv (Biozidfrei)
ganz klassisches Phänomen.
.
Bei uns fing das nach 7 Jahren an. Kein Anstrich, sondern eingefärbter Putz mit Bioziden.

Musketier 11.12.2024 03:44
ypg schrieb:

Eher Nord
Nord auch, aber bei uns im Wohngebiet sind es bei den Häuser, wo es sehr auffällt eher die Westseiten, da dort durch den Westwind der Regen tendenziell häufiger an der Wand landet. Hängt aber vielleicht auch von Dachform und Dachüberständen an.

tomtom79 11.12.2024 05:13
Guten Morgen.

6 Häuser in der Nachbarschaft zwei Massiv Rest Fertighäuser.

3 Stück haben extremen Befall mittlerweile. Ein Hausbesitzer hat sogar schon gereinigt und gestrichen.

Einer hatte versucht den Fertighaus Ersteller in Regress zu nehmen, ohne Erfolg es wurden verschiedene Farbe mit unterschiedlicher Qualitätsstandards Angebote, bei der Bemusterung könnte er auswählen ob mit Algizit und Fungizide, hat er nicht gewählt und so kein Recht bekommen.

Bei dem Häuser ist es die Westseite dort aber ist auch der Wald die Nordseite aber zeigt auch Spuren.

Wir haben bis jetzt Glück keine Verfärbungen.

alive&kicking 11.12.2024 11:41
Hallo,
vielen Dank für Eure Teilnahme und Analysen.

Die mögliche Verfärbungen durch Algenbewuchs durch feuchte Außenwände, insbesondere Nord- und Ostseite, ist mir bekannt.
Aus diesem Grund haben wir uns auch für Silikatfarbe entschieden, da sie einen hohen PH-Wert besitzt, nährstofffrei oder -arm ist, und natürlich biozidfrei. Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir diese auch ausgesucht, da sie häufig an alten Gebäuden, wie Kirchen etc, eingesetzt wird.

Das Foto mit dem Baugerüst habe ich aus dem Grund beigefügt, da mir einmal früh morgens, als die Sonne schräg auf die Fassade schien, ein heller, fast unverfärbter waagerechter Streifen aufgefallen ist, den ich dann auch an der Längsseite des Hauses festgestellt habe. Ich meine zu erkennen, dass exakt zwischen den Laufbohlen des Gerüsts nachgestrichen wurde, und rechts, dort wo die Traverse endet, auch weiter nach oben gerollt wurde. Ich meine, man erkennt deutlich die "Rollenschläge"; keine Ahnung, wie man das nennt. Das technische Merkblatt des Herstellers gibt an, nass in nass zu streichen.

Deshalb würde mich interessieren, ob der Farbanstrich erst richtig funktioniert, wenn mindestens zweimal, dreimal aufgetragen wurde.


Man liest auch, Silikatfarbe verkieselt durch den Inhaltsstoff Kaliwasserglas und ist damit untrennbar mit dem Untergrund verbunden. Warum pudert die Farbe dann ab? Außentemperatur beim Streichen?
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