Hallo zusammen,
ich bin noch ganz neu hier und benötige relativ dringend Rat. Wir haben uns in einen alten Bauernhof verliebt, welcher sich in einem Ortsteil unserer Gemeinde (in Brandenburg) befindet. Der Hof gefällt uns unter anderem deshalb so gut, weil er am Rande mehrerer Felder liegt und das nächste Wohnhaus geschätzt 50-200m entfernt liegt. Die Immobilie grenzt sich optisch schon deutlich erkennbar von der Siedlung ab.
Vor wenigen Tagen haben wir erfahren, dass der aktuelle Eigentümer uns den Hof verkaufen würde. Wir haben sofort angefangen, uns zu belesen und einen Termin beim Bauamt vereinbart, welcher in Kürze stattfindet. Bei unserer Recherche sind wir auf die Themen Außenbereich und Splittersiedlung gestoßen, was uns erst mal ziemlich den Boden unter den Füßen weggezogen hat, da uns generell nur derartige Immobilien ansprechen. Der Hof ist vermutlich seit vielen Jahren unbewohnt und befindet sich augenscheinlich in keinem bewohnbaren Zustand (Innenbesichtigung steht noch aus, schwere Schäden an mehreren Dächern vorhanden, Außenwände sehen großteils passabel aus).
Wir wollen diese Immobilie wirklich kaufen und wir sind bereit, auch dafür zu kämpfen, wenn es denn Erfolgsaussichten gibt. Allein das Grundstück wäre diese Tortour wert, darum schreckt uns der Zustand der Gebäude nicht wirklich ab. Baulich sind wir beide versiert, baurechtlich, wie wir nun feststellen dürften, nicht. Unsere Vorstellung war zunächst natürlich, dort nach Belieben abzureißen und ein neues individuelles Designhaus zu errichten (Der Bau soll frühestens 2020 erfolgen). Da wir aber gelesen haben, dass das höchste aller möglichen Gefühle wäre, die vorhandenen Wohnbauten in gleicher Form und an gleicher Stelle wiederherstellen zu dürfen, wären wir auch damit einverstanden (wobei wir noch nicht genau wissen, was dort aktuell Wohnraum ist und tendenziell schon Lust hätten, ein Wohnzimmer aus der einen Scheune zu machen).
Wir sind ziemlich überfordert, verzweifelt und wir haben nur wenige Tage Zeit, um uns zu entscheiden, da es weitere Interessenten gibt. Kann uns vielleicht einer von Euch sagen, wie wir am besten vorgehen sollten, was wir auf keinen Fall tun sollten, wobei wir aufpassen müssen? Bestehen Erfolgsaussichten? Wir wissen, dass das das sicher keine vernünftige Idee ist und, dass es ein steiniger Weg wird, aber wir wollen es probieren.
Danke vorab!
ich bin noch ganz neu hier und benötige relativ dringend Rat. Wir haben uns in einen alten Bauernhof verliebt, welcher sich in einem Ortsteil unserer Gemeinde (in Brandenburg) befindet. Der Hof gefällt uns unter anderem deshalb so gut, weil er am Rande mehrerer Felder liegt und das nächste Wohnhaus geschätzt 50-200m entfernt liegt. Die Immobilie grenzt sich optisch schon deutlich erkennbar von der Siedlung ab.
Vor wenigen Tagen haben wir erfahren, dass der aktuelle Eigentümer uns den Hof verkaufen würde. Wir haben sofort angefangen, uns zu belesen und einen Termin beim Bauamt vereinbart, welcher in Kürze stattfindet. Bei unserer Recherche sind wir auf die Themen Außenbereich und Splittersiedlung gestoßen, was uns erst mal ziemlich den Boden unter den Füßen weggezogen hat, da uns generell nur derartige Immobilien ansprechen. Der Hof ist vermutlich seit vielen Jahren unbewohnt und befindet sich augenscheinlich in keinem bewohnbaren Zustand (Innenbesichtigung steht noch aus, schwere Schäden an mehreren Dächern vorhanden, Außenwände sehen großteils passabel aus).
Wir wollen diese Immobilie wirklich kaufen und wir sind bereit, auch dafür zu kämpfen, wenn es denn Erfolgsaussichten gibt. Allein das Grundstück wäre diese Tortour wert, darum schreckt uns der Zustand der Gebäude nicht wirklich ab. Baulich sind wir beide versiert, baurechtlich, wie wir nun feststellen dürften, nicht. Unsere Vorstellung war zunächst natürlich, dort nach Belieben abzureißen und ein neues individuelles Designhaus zu errichten (Der Bau soll frühestens 2020 erfolgen). Da wir aber gelesen haben, dass das höchste aller möglichen Gefühle wäre, die vorhandenen Wohnbauten in gleicher Form und an gleicher Stelle wiederherstellen zu dürfen, wären wir auch damit einverstanden (wobei wir noch nicht genau wissen, was dort aktuell Wohnraum ist und tendenziell schon Lust hätten, ein Wohnzimmer aus der einen Scheune zu machen).
Wir sind ziemlich überfordert, verzweifelt und wir haben nur wenige Tage Zeit, um uns zu entscheiden, da es weitere Interessenten gibt. Kann uns vielleicht einer von Euch sagen, wie wir am besten vorgehen sollten, was wir auf keinen Fall tun sollten, wobei wir aufpassen müssen? Bestehen Erfolgsaussichten? Wir wissen, dass das das sicher keine vernünftige Idee ist und, dass es ein steiniger Weg wird, aber wir wollen es probieren.
Danke vorab!
T
taschenonkel22.07.20 11:18Hallo, gibt es hier etwas neues? Hatte mir den Thread im Januar gespeichert, da ich eurer Projekt super spannend finde!
Hallo, ja, jetzt gibt es etwas Neues zu berichten.
Wir haben die Baugenehmigung für unser Projekt bekommen und zudem auch noch eine für aktuelle Konditionen wirklich gute Baufinanzierung sowie die Zusage von Fördermitteln.
In ein paar Tagen ist offizieller Baubeginn. Es hat zwar vom Erwerb bis zum Baubeginn fast drei Jahre gedauert, aber wir haben diese Zeit ausgiebig für die Bauplanung, Räumung und Entkernung sowie den Abriss einiger unserer ursprünglich elf Gebäudeteile (genehmigt) genutzt. Zumindest kam es uns nicht vor, wie drei Jahre - vielleicht, weil es für uns inzwischen mehr Hobby als Arbeit ist.
Vom Altbestand bleibt beim Wohnhaus leider nicht viel übrig. Man hätte die Dächer aufwändig reparieren können. Wir haben uns schlussendlich aber für neue Dächer und die Bauweise mit massiven Decken und Ringanker entschieden. Das alte Holz der Dächer findet wieder Verwendung bei dekorativen Elementen im Haus. Die Tausenden von schönen alten Backsteinen haben wir ebenfalls aufgehoben und verschalen damit einen Großteil unserer Fassade neu. Wir haben die vergangenen Jahre auf unserer Baustelle viel gelernt, wahnsinnig viel Eigenleistung eingebracht und freuen uns jetzt darauf, das Vorhaben unserem befreundeten Bauunternehmer in die Hände zu geben und die Errichtung des Rohbaus zu beobachten, bis wir dann in ein paar Monaten selbst wieder mit Eigenleistung mit einsteigen.
Ich bin sehr dankbar, dass wir letztendlich tatsächlich bauen dürfen. Es hat sich gelohnt, es zu versuchen und nicht locker zu lassen. Und das alles ohne Ärger mit den Behörden.
Wir haben die Baugenehmigung für unser Projekt bekommen und zudem auch noch eine für aktuelle Konditionen wirklich gute Baufinanzierung sowie die Zusage von Fördermitteln.
In ein paar Tagen ist offizieller Baubeginn. Es hat zwar vom Erwerb bis zum Baubeginn fast drei Jahre gedauert, aber wir haben diese Zeit ausgiebig für die Bauplanung, Räumung und Entkernung sowie den Abriss einiger unserer ursprünglich elf Gebäudeteile (genehmigt) genutzt. Zumindest kam es uns nicht vor, wie drei Jahre - vielleicht, weil es für uns inzwischen mehr Hobby als Arbeit ist.
Vom Altbestand bleibt beim Wohnhaus leider nicht viel übrig. Man hätte die Dächer aufwändig reparieren können. Wir haben uns schlussendlich aber für neue Dächer und die Bauweise mit massiven Decken und Ringanker entschieden. Das alte Holz der Dächer findet wieder Verwendung bei dekorativen Elementen im Haus. Die Tausenden von schönen alten Backsteinen haben wir ebenfalls aufgehoben und verschalen damit einen Großteil unserer Fassade neu. Wir haben die vergangenen Jahre auf unserer Baustelle viel gelernt, wahnsinnig viel Eigenleistung eingebracht und freuen uns jetzt darauf, das Vorhaben unserem befreundeten Bauunternehmer in die Hände zu geben und die Errichtung des Rohbaus zu beobachten, bis wir dann in ein paar Monaten selbst wieder mit Eigenleistung mit einsteigen.
Ich bin sehr dankbar, dass wir letztendlich tatsächlich bauen dürfen. Es hat sich gelohnt, es zu versuchen und nicht locker zu lassen. Und das alles ohne Ärger mit den Behörden.
Grundrissdiskussion? Sorry, ich war hier in dem Forum nie wirklich sehr aktiv. Es ist mir einfach nur wichtig, dass andere verzweifelte Außenbereichler und Gegenredner wissen, dass es auch mal gut gehen kann.
Wir haben unseren Grundriss über die drei Jahre eigenständig und schließlich auch noch mit dem Input von Kollegen und Planern (ich bin selbst im Hochbau tätig) entwickelt. Unser Haus bekommt eine H-Form und es hat lange gedauert, bis wir uns gesagt haben, das ist es jetzt. Viele Sachen konnten für uns perfekt gelöst werden, ein paar wenige Kompromisse muss man bei dieser Form jedoch in Kauf nehmen. Ein paar Fragen wie bspw. der optimale Standort der Mülltonnen außen, sind noch zu klären. Es wird kein normales Haus mit normalem Grundriss. Wir bauen unter anderem eine große offene Wohnküche in Form einer bis zum Dach offenen Wohnscheune. Das Haus bekommt ein paar sehr große bodentiefe Fenster, teilweise auch über Eck, komplett Sichtestrich und eine Kragarmtreppe (nicht sehr kinderfreundlich, wird man vielleicht bereuen, machen wir trotzdem). Wir führen bereits seit 2018 einem Baublog bei Instagram, den wir demnächst mal wieder auf den aktuellen Stand bringen. Dort gibt es auch Ansichten vom Plan.
Wir haben unseren Grundriss über die drei Jahre eigenständig und schließlich auch noch mit dem Input von Kollegen und Planern (ich bin selbst im Hochbau tätig) entwickelt. Unser Haus bekommt eine H-Form und es hat lange gedauert, bis wir uns gesagt haben, das ist es jetzt. Viele Sachen konnten für uns perfekt gelöst werden, ein paar wenige Kompromisse muss man bei dieser Form jedoch in Kauf nehmen. Ein paar Fragen wie bspw. der optimale Standort der Mülltonnen außen, sind noch zu klären. Es wird kein normales Haus mit normalem Grundriss. Wir bauen unter anderem eine große offene Wohnküche in Form einer bis zum Dach offenen Wohnscheune. Das Haus bekommt ein paar sehr große bodentiefe Fenster, teilweise auch über Eck, komplett Sichtestrich und eine Kragarmtreppe (nicht sehr kinderfreundlich, wird man vielleicht bereuen, machen wir trotzdem). Wir führen bereits seit 2018 einem Baublog bei Instagram, den wir demnächst mal wieder auf den aktuellen Stand bringen. Dort gibt es auch Ansichten vom Plan.
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