ᐅ Energetische Haussanierung: Einbindung eines Architekten sinnvoll?
Erstellt am: 22.01.25 21:31
ChriLenaMZ22.01.25 21:31
Hallo zusammen,
wir wollen ein Haus aus den 70ern energetisch sanieren. Dieses Haus befindet sich im Ursprungszustand. Es verfügt über ein Vollgeschoss, einen Keller und ein ausgebautes Dachgeschoss. Die Wohnfläche beträgt etwa 180 m2. Der Keller hat nochmal 120 m2. Der Keller soll zum Teil in eine Einliegerwohnung umgebaut werden (Einige Räume sind teilweise bereits wohnlich ausgebaut).
Wir wollen auf KfW 70 EE sanieren (KfW 261) und dafür haben wir auch schon eine BzA. Für die Einliegerwohnung benötigen wir einen Bauantrag. Wir wollen nur wenige Änderungen am Grundriss vornehmen. Für den Innenausbau brauchen wir keinen Architekten.
Ich habe den Hausbau Leitfaden von ant11 gelesen, der sich aber speziell auf den Hausbau fokussiert. Demnach wäre es natürlich am einfachsten alle Leistungsphasen zu beauftragen. Nun habe ich dahingehend einen Architekten angefragt (mir ist klar, dass man mehr als einen anfragen sollte) und mir wurden 60.000€ genannt. Das finde ich extrem viel Geld. Daher frage ich mich, ob es das Geld wert ist?
An welchen Punkten sollte man unbedingt einen Architekten einplanen und warum? Wo kann man sich ihn ggf. sparen? Was wäre eine gute Preis-/Leistungslösung?
Es geht hierbei um die energetischen Maßnahmen: Fenstertausch, Dach-, Fassaden-, Kellerboden- und Perimeterdämmung.
Sehr wichtig ist uns die Expertise auf der Baustelle, sprich ein Experte, der überwacht, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden. Wir können das nicht bewerten. Aber muss das zwangsläufig ein Architekt sein?
Was ist eure generelle Empfehlung für Sanierungen?
Sicherlich fehlen noch einige Angaben, an die ich nicht gedacht haben. Einfach Bescheid geben, dann schiebe ich die nach.
Danke für eure Antworten.
wir wollen ein Haus aus den 70ern energetisch sanieren. Dieses Haus befindet sich im Ursprungszustand. Es verfügt über ein Vollgeschoss, einen Keller und ein ausgebautes Dachgeschoss. Die Wohnfläche beträgt etwa 180 m2. Der Keller hat nochmal 120 m2. Der Keller soll zum Teil in eine Einliegerwohnung umgebaut werden (Einige Räume sind teilweise bereits wohnlich ausgebaut).
Wir wollen auf KfW 70 EE sanieren (KfW 261) und dafür haben wir auch schon eine BzA. Für die Einliegerwohnung benötigen wir einen Bauantrag. Wir wollen nur wenige Änderungen am Grundriss vornehmen. Für den Innenausbau brauchen wir keinen Architekten.
Ich habe den Hausbau Leitfaden von ant11 gelesen, der sich aber speziell auf den Hausbau fokussiert. Demnach wäre es natürlich am einfachsten alle Leistungsphasen zu beauftragen. Nun habe ich dahingehend einen Architekten angefragt (mir ist klar, dass man mehr als einen anfragen sollte) und mir wurden 60.000€ genannt. Das finde ich extrem viel Geld. Daher frage ich mich, ob es das Geld wert ist?
An welchen Punkten sollte man unbedingt einen Architekten einplanen und warum? Wo kann man sich ihn ggf. sparen? Was wäre eine gute Preis-/Leistungslösung?
Es geht hierbei um die energetischen Maßnahmen: Fenstertausch, Dach-, Fassaden-, Kellerboden- und Perimeterdämmung.
Sehr wichtig ist uns die Expertise auf der Baustelle, sprich ein Experte, der überwacht, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden. Wir können das nicht bewerten. Aber muss das zwangsläufig ein Architekt sein?
Was ist eure generelle Empfehlung für Sanierungen?
Sicherlich fehlen noch einige Angaben, an die ich nicht gedacht haben. Einfach Bescheid geben, dann schiebe ich die nach.
Danke für eure Antworten.
nordanney22.01.25 22:19
ChriLenaMZ schrieb:
Es geht hierbei um die energetischen Maßnahmen: Fenstertausch, Dach-, Fassaden-, Kellerboden- und Perimeterdämmung.
Sehr wichtig ist uns die Expertise auf der Baustelle, sprich ein Experte, der überwacht, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden.Lass den Energieberater doch mitarbeiten. Er gibt Dir doch vor, was ganz konkret gemacht werden soll. Und für die Baubegleitung suchst Du Dir einen Sachverständigen. Die gibt es überall - Bauherrenbund o.ä.Für eine 08/15 energetische Sanierung braucht es keinen Architekten.
Nutshell22.01.25 22:49
Voll übertrieben finde ich.
Würde alles selbst berechnen (U Werte, Taupunkte, Wärmebrücken…) und planen. Das OK vor der Umsetzung vom Energieberater einholen und den Rest mit den Handwerkern klären.
Einen Architekt würde ich nicht hinzuziehen, nur bei Statik Relevanz würde ich Beratung benötigen.
Wenn du keine Lust hast dich damit zu beschäftigen mach es mit dem Architekt und lass ihn die Planung und Bauaufsicht übernehmen. Wird halt ewig teuer.
Würde alles selbst berechnen (U Werte, Taupunkte, Wärmebrücken…) und planen. Das OK vor der Umsetzung vom Energieberater einholen und den Rest mit den Handwerkern klären.
Einen Architekt würde ich nicht hinzuziehen, nur bei Statik Relevanz würde ich Beratung benötigen.
Wenn du keine Lust hast dich damit zu beschäftigen mach es mit dem Architekt und lass ihn die Planung und Bauaufsicht übernehmen. Wird halt ewig teuer.
ypg22.01.25 23:00
Für den Bauantrag braucht es allerdings einen Vorlageberechtigten, sprich einen Architekten.
ChriLenaMZ schrieb:Das liest sich so, als wenn die Kellerräume zwar beheizt sind, aber nicht unbedingt offizielll als Aufenthaltsräume gelten. -> Architekt.
Der Keller soll zum Teil in eine Einliegerwohnung umgebaut werden (Einige Räume sind teilweise bereits wohnlich ausgebaut).
ChriLenaMZ22.01.25 23:24
Danke für die vielen Antworten. Der Tenor ist ja ziemlich eindeutig. Unser Energieberater ist Architekt. Dementsprechend viel (mittlerer vierstelliger Betrag) hat die BzA für KfW 261 gekostet. Vielleicht ist das auch marktüblich, aber ich habe schon gestaunt (Ok, die Hälfte würde man als Tilgungszuschuss zurückbekommen). Für die Einliegerwohnung brauchen wir ihn auf jeden Fall, ja. Denn die ist derzeit keine Wohnfläche, aber beheizt. Erschwerend kommt hinzu, dass auch ein paar Zentimeter Deckenhöhe fehlen. Daher brauchen wir hier für die Umwandlung zu Wohnfläche auf jeden Fall einen Bauantrag und Architekten.
ypg22.01.25 23:55
ChriLenaMZ schrieb:
Denn die ist derzeit keine Wohnfläche, aber beheizt. Erschwerend kommt hinzu, dass auch ein paar Zentimeter Deckenhöhe fehlen.Das könnte das KnockOut für eine Einliegerwohnung bzw. Aufenthaltsräume werden!Ähnliche Themen