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ᐅ Eingeblasene Zellulosedämmung für ein Flachdach


Erstellt am: 20.01.2023 11:59

BungaSeppel 20.01.2023 11:59
Hallo zusammen,

wir planen in Kürze die Sanierung eines typischen Bungalows der späten 60er. Beim Thema Energieeffizienz sind wir offen, allerdings möchten wir uns aus Budgetgründen wenn möglich auf Quickwins fokussieren. Fenster sind vom Vorbesitzer größtenteils schon auf sehr ordentliche 3-Fachgläser umgestellt, die Fassade ist verklinkert und in gutem Zustand, leider ohne Luftspalt - da wollen wir tunlichst die Finger von lassen und den schönen Zustand bewahren.

Beim Dach dagegen scheint es Potential zu geben. Aktuell kennen wir den Zustand noch nicht - technisch wurde das Dach vor ca 15 Jahren überholt (neue Abdichtung oben), wir fürchten aber, dass dabei die Dämmung nicht im Fokus stand. Wir gehen also von Kaltdach mit einer über dem Luftspalt liegenden moderaten Dämmung aus, die vermutlich nur des Gefälle wegens verbaut wurde. Ach so- und es ist eine Holzbalkenkonstruktion, die Plane oben ist mit Kies bedeckt.

Nun hat uns ein Handwerksbetrieb, der wegen anderen Arbeiten dort sein wird, eine Einblasdämmung mittels Zellulose vorgeschlagen mit gleichzeitiger Abdichtung der Attika. Das ganze hört sich von den Kosten her überraschend günstig an (4-stellig).

Was sind hier die Fallstricke? Wir gut wirkt so etwas? Wird das vom Gewicht her statisch relevant? Ich fürchte, für einen genauen Zustand des Gebälks wird kaum noch einer die Hand ins Feuer legen, außer einer optischen Sichtprüfung lässt sich dieser ja kaum ermitteln. Oder ist das irrelevant, weil Zellulose, ganz naiv gesagt, gewichtsmäßig unbedeutend ist?

Sorry wenn es das Thema schon gibt, aber ich habe bis 2017 zurückgeblättert und nichts gefunden. Und Technik ändert sich ja…

BungaSeppel 03.04.2023 11:28
Ich pushe das Thema noch einmal nach oben, leider gab es bisher keine Antworten, aber ein Versuch ist es wert.

Wir sind inzwischen etwas weiter in der Bestandsanalyse - alte Zeichnungen wurden gefunden und eine Sichtprüfung hat das ganze auch einigermaßen bestätigt:

Von innen nach außen ist der Aufbau wie folgt: Putz, 5cm Heraklith (Holzfaserdämmplatte), 2,5cm Glaswolle, dann kommt die Hinterlüftung von außen - der Zwischenraum zwischen den Balken. Darüber wird es diffus. Man sieht von unten eine Wellpappe, die man in der Zeichnung nicht findet, vielleicht ist das die alte Schalung. Darüber dann vermutlich das „neue“ Dach mit einem Dämmmörtel, der aber aufgrund der Hinterlüfung wohl keine energetische Funktion hat.

Wenn ich das ganze bei Ubakus abbilde (wie gesagt - alles über der Hinterlüftung hat keine Funktion), kommt ein gar nicht mal so schlechter U-Wert von 0,4x raus. Das ist nicht top, aber deutlich besser als „ungedämmt“.

Blase ich jetzt dort eine Holz-Einblasdämmung ein (Zellulose gibts bei Ubakus leider nicht), sinkt zwar der U-Wert auf ca 0,16, aber der Taupunkt liegt dann unter der oberen Schale in der Einblasdämmung. Mit 133 Tagen Trocknungszeit, 25% Holzfeuchte und über 2kg Wasser pro qm sieht rät Ubakus dringend ab. Logisch, im Grunde haben wir jetzt eine Innendämmung, auf die der Rest des Aufbaus aber nicht ausgelegt ist.

Abhilfe würde hier eine Dampfbremse unter dem Heraklit schaffen, schon die dünnste Form schiebt das alles in einen grünen Bereich - aber die ist nicht verbaut und das herunterreißen sämtlichen Putzes würde vermutlich die Kosten in Richtung konservativer Dachsanierung treiben.

Was sagt ihr dazu? Das problem müssten doch alle haben, welche so ihr Dach behandeln, sonst gäbe es diese Einblasdämmung ja nicht. Oder kann Zellulose diesen starken Feuchtigkeitseintrag ab?

Nida35a 03.04.2023 14:51
Wir haben einen neuen Bungalow mit einem halben Warmdach (offener Allraum) und einem halben Kaltdach zum Lagern.
Machst du Warmdach, dann dämme das Dach von innen,
machst du Kaltdach, dann dämme die Zwischendecke über den Räumen.
Beide sind unterschiedlich,
welches möchtest du ?

dertill 03.04.2023 15:57
BungaSeppel schrieb:

Blase ich jetzt dort eine Holz-Einblasdämmung ein (Zellulose gibts bei Ubakus leider nicht), sinkt zwar der U-Wert auf ca 0,16, aber der Taupunkt liegt dann unter der oberen Schale in der Einblasdämmung. Mit 133 Tagen Trocknungszeit, 25% Holzfeuchte und über 2kg Wasser pro qm sieht rät Ubakus dringend ab. Logisch, im Grunde haben wir jetzt eine Innendämmung, auf die der Rest des Aufbaus aber nicht ausgelegt ist.

Eine sichere Aussage wird dir dazu hier (und auch sonst keine neutrale Person) geben können. Die Umwandlung von hinterlüfteter Dämmung auf "Innendämmung" ist immer kritisch, wenn die Diffusion nach außen nicht geklärt ist.
Bei Einblasdämmungen in Mauerwerken ist das meist recht einfach zu beurteilen und auch Undichtigkeiten zum Mauerwerk hin leicht zu erkennen.

Flachdächer sind doppelt riskant. Zum einen, weil die Außenhaut (Bitumen oder EPDM) meist Diffusionsdicht ist, und daher eingetragene Feuchte nur schwer entweichen kann. Zum anderen tritt durch den inhomogenen Aufbau der Decke mit Durchdringungen und Anschlüssen häufiger Raumluft in die Dämmebene. Dadurch wird mehr Feuchte eingetragen.

Ich persönlich würde in diesem Fall die Finger davon lassen und, wenn es doch sein soll, in jedem Fall die Deckenabdichtung prüfen und ggf. erneuern/ausbessern. Insbesondere Anschlusspunkte an den Wänden und Kabeldurchführungen sollten überprüft werden, dass dort auch wirklich alles luftdicht ist. Letzteres schadet auch nicht, wenn keine Dämmung eingeblasen wird. Bisher kann dann zwar die Feuchte ablüften, aber der Wärmeverlust ist dennoch da.

Alternativ wäre die Montage von 30mm PIR + Gipskarton unterseitig eine Lösung. Ökologisch nicht einwandfrei, aber physikalisch unbedenklich.

BungaSeppel 03.04.2023 16:08
Nida35a schrieb:

Wir haben einen neuen Bungalow mit einem halben Warmdach (offener Allraum) und einem halben Kaltdach zum Lagern.
Machst du Warmdach, dann dämme das Dach von innen,
machst du Kaltdach, dann dämme die Zwischendecke über den Räumen.
Beide sind unterschiedlich,
welches möchtest du ?

Danke für die Antwort, aber sorry, ich verstehe die Frage nicht ganz. Das Dach ist, wie es ist, es ist keine Frage des Wollens. Ich denke, dieser Dachaufbau wird allgemein als Kaltdach bezeichnet (Dachoberhaut kalt, da Dämmung und Hinterlüftung darunter liegt). Die Frage war ja jetzt, wo die Risiken liegen, wenn ich die Hinterlüftung mit Einblasdämmung verfülle.
dertill schrieb:

Eine sichere Aussage wird dir dazu hier (und auch sonst keine neutrale Person) geben können. Die Umwandlung von hinterlüfteter Dämmung auf "Innendämmung" ist immer kritisch, wenn die Diffusion nach außen nicht geklärt ist.
Bei Einblasdämmungen in Mauerwerken ist das meist recht einfach zu beurteilen und auch Undichtigkeiten zum Mauerwerk hin leicht zu erkennen.

Flachdächer sind doppelt riskant. Zum einen, weil die Außenhaut (Bitumen oder EPDM) meist Diffusionsdicht ist, und daher eingetragene Feuchte nur schwer entweichen kann. Zum anderen tritt durch den inhomogenen Aufbau der Decke mit Durchdringungen und Anschlüssen häufiger Raumluft in die Dämmebene. Dadurch wird mehr Feuchte eingetragen.

Ich persönlich würde in diesem Fall die Finger davon lassen und, wenn es doch sein soll, in jedem Fall die Deckenabdichtung prüfen und ggf. erneuern/ausbessern. Insbesondere Anschlusspunkte an den Wänden und Kabeldurchführungen sollten überprüft werden, dass dort auch wirklich alles luftdicht ist. Letzteres schadet auch nicht, wenn keine Dämmung eingeblasen wird. Bisher kann dann zwar die Feuchte ablüften, aber der Wärmeverlust ist dennoch da.

Alternativ wäre die Montage von 30mm PIR + Gipskarton unterseitig eine Lösung. Ökologisch nicht einwandfrei, aber physikalisch unbedenklich.

Okay, vielen Dank! Also quasi eher eine klassische Innendämmung von unten? Warum werden denn dann diese Einblasdämmungen für Dächer überhaupt in großem Stile angeboten? Bekannte von uns haben ebenfalls einen Bungalow, denen wurde das auch angeboten. Man findet im Netz aber keinerlei Erfahrungsberichte dazu.

dertill 04.04.2023 09:16
BungaSeppel schrieb:

Warum werden denn dann diese Einblasdämmungen für Dächer überhaupt in großem Stile angeboten?

Wer einen Hammer hat findet, überall einen Nagel.
Man kann das ja auch machen und in vielen Fällen ist das eine kostengünstige und einfache Lösung. Bei dir kann auch alles gut gehen. Aber in das Dach genau reinschauen, vor allem wenn es ausgeblasen ist, kann halt keiner. Wenn du unterseitig PIR anbringst oder auch nur eine dampfbremse luftdicht anschließt, kannst du da auch alles ausblasen lassen. Physikalisch sicherer ist halt der momentane Aufbau.
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