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ᐅ Baunebenkosten und allgemeine Kosten für Neubau Doppelhaushälfte


Erstellt am: 15.10.12 19:57

Bauexperte18.10.12 00:46
Baufie schrieb:

Du klatscht doch selber kurz mal knapp 200.000 EURO hin für ein KfW 70-Haus, plus Bodenbeläge, Baunebenkosten, ohne Keller und ohne weitere Angaben zur Ausstattung.
Ich "klatsche" nicht, ich mache den Job seit über 16 Jahren, weiß also um das, was in Foren schlicht als "einfache Ausstattung ohne jedweden Schnickschnack und KfW 70" bezeichnet wird. Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, die Antworten der Bauherren zu lesen, welche diesen Prozeß bereits hinter sich gebracht haben, würdest Du ohne großen Aufwand feststellen, dass meine Prognosen die Wahrheit treffend widerspiegeln.
Baufie schrieb:

Ich wollt nur zeigen dass es auch anders geht, inkl. Keller. Und das in BaWü! Denn dort soll es angeblich ja immer teurer sein als in nördlicheren Bundesländern.
In Ba-Wü ist es teurer - wenn Du hier die Beiträge der Menschen verfolgst, welche in Ba-Wü gebaut haben, findest Du diese Aussage mehr als einmal bestätigt.

Das hier:
Baufie schrieb:


Bekannte von uns haben ein Doppelhaus (KfW-70) in Holzständerbauweise gebaut. 135-qm Wohnfläche reine Wohnfläche und Keller bei dem ein Raum als Wohnraum ausgebaut ist.

Folgende Leistungen sind im Preis beinhaltet:
- Solaranlage zur Brauchwassererwärmung
- 3-fach verglaste Kunststoff-Fenster mit 5-Kammersystem
- Fliesenlegerarbeiten
- Hausanschlüsse für Strom, Gas, Wasser und Abwasser inklusive
- Außenanlagen inklusive - Erdarbeiten mit Abfuhr nicht benötigtem Aushubmaterials
- Garage und Stellplatz

Preis 269.000 EURO.
Beschreibt weder wie alt das Haus ist, noch die Ausstattung, noch was in EL erstellt wurde. Denn - seriös erstellte FH sind in der Regel um ein Vielfaches teurer, als massiv errichtete Einfamilienhaus. Das ist auch vollkommen normal, da der Produktionsaufwand ein anderer: das Einfamilienhaus wird zunächst im Werk produziert, dann - um Fehler auszuschließen - im Werk aufgestellt und dann erst auf der Baustelle binnen 2-3 Tagen errichtet.

Demgemäß kostet ein FH der Größe 135 qm/Wohnfläche mit Keller - TEUR 261, plus öffentlicher Anschlüsse TEUR 10 (bei Max. 8 Meter Anschlusslänge), plus Außenanlagen TEUR 15, plus Fertiggarage 3 x 6 TEUR 6, plus Stellplatz TEUR 1. Macht summa summarum TEUR 293.

Dieser Wert kann, nach aller Erfahrung, nur unterschritten werden, wenn massiv an der technischen und sonstigen Ausstattung gespart wurde oder jede Menge EL eingeflossen ist.
Baufie schrieb:

Klar, es kommt noch das Grundstück hinzu, welches privat erworben wurde.
Alleine mit diesem Satz, sind bereits 5% Grunderwerbsteuer sowie 1,5 % Notar- und Gerichtskosten mal eben unter den Teppich gekehrt worden. Im Übrigen sind gerade die Baunebenkosten, die Kosten, welche ganz sicher nicht reduziert werden können ... nicht in D und auch nicht in Ba-Wü.

Freundliche Grüße
Baufie18.10.12 10:38
Die Frage des Threaderöffners war doch:
Ist es realistisch eine Doppelhaushälfte für 250tsd Euro zu bauen?
In dem Preis muß dann alles enthalten sein (Baunebenkosten, Außenanlage, etc.)

Das Grundstück hat er außen vorgelassen, dementsprechend habe ich dies auch nicht berücksichtigt.

Aber scheinbar hab ich dies falsch gelesen.

Zur Info:

- Das Haus ist genau ein Jahr alt und steht in BaWü.
- Es ist eine Doppelhaushälfte aus dem Hausprogramm des FH-Bauers.
- In EL wurden die Malerarbeiten und die Bodenbeläge erbracht.
- Sowie ein Schwedenofen

Ansonsten war alles drinne. Und hier wurde kein Standard verwendet.

Bei der ausführenden Firma handelt es sich um einen regional tätigen FH-Bauer. Und ich kenne viele die mit denen in den letzten 10 Jahren gebaut haben und konnte so gut wie keine kritischen Stimmen zu der Firma hören.

Inkl. Grundstück und dessen Nebenkosten haben meine Bekannten 361.016,21 EURO bezahlt. Alles fein säuberlich in einer Excel-Tabelle erfaßt.

Aber sicherlich ist das Haus und die Tabelle ne Fatamorgana und hab Gespenster gesehen.
Baufie18.10.12 14:33
Bauexperte schrieb:
Mich würde noch interessieren, ob der regionale Anbieter im Ursprung ein Schreinerbetrieb ist. Meine Frage zielt darauf ab, die Preisdifferenz gegenüber den meisten anderen FH-Anbietern nachzuvollziehen.

Freundliche Grüße

Also ganz früher war es einer Schreinerei- und Zimmereibetrieb. Als der Sohn das Unternehmen vom Vater übernommen hat ging er auf den Fertighausbau und fuhr das Unternehmen geradewegs in die Insolvenz.

Wohnbaugesellschaft hat die Firma 2001 übernommen und das Ganze hat sich zur Erfolgsgeschichte entwickelt.

Sofern Du Angaben zur Firma möchtest gerne per PN.
einfamilienhausgrundstück